13.11.2017 0 Kommentare

Die meisten Christbäume kommen aus Niederösterreich

In fast zwei Monaten ist Weihnachten, für die etwa 1.000 Christbaumbauern Österreichs laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Derzeit wählen sie 2,5 Millionen Bäume für den Verkauf aus. Auch heuer wird es wieder genug Christbäume aus heimischer Produktion geben, denn die Nordmannstannen haben die extreme Trockenheit in wichtigen Produktionsgebieten gut überstanden. Damit können die Bauern wieder fast 90 Prozent des Bedarfs an Christbäumen in Österreich decken, die Preise möchten sie, trotz gestiegener Kosten, weiter stabil halten. Durch den Trend zum großen Baum könnten Weihnachtsbäume ab zwei Metern knapp werden – früh kaufen zahlt sich also aus. 

Die Vorbereitungen für Weihnachten laufen auf Hochtouren. Derzeit zeichnen die Bauern die Bäume für den Verkauf aus.
Foto: ARGE NÖ Christbaumbauern/Ch. Wurnig

Wenn allerorts Kerzen und Lichter die Weihnachtsbäume erstrahlen lassen, bricht auch für die Christbaumbauern die ruhige Zeit an. Bis dahin haben die etwa 1.000 Christbaumbauern in Österreich aber Hochsaison. Derzeit wählen sie die 2,5 Millionen Weihnachtsbäume für den Verkauf aus.

Christbäume haben extreme Trockenheit gut überstanden

54,4 Prozent der österreichischen Anbauflächen und damit fast die Hälfte der Christbäume aus heimischer Produktion entfallen auf Niederösterreich. Und hier kämpften die Bauern vielerorts vor allem in der ersten Jahreshälfte mit extremer Trockenheit. Franz Raith, Obmann NÖ Christbaumbauern: „Nordmannstannen sind Tiefwurzler. Ihre Wurzeln sind in der Lage bis zu vier Meter in den Boden vorzudringen. Und dort fanden sie genügend Wasserreserven. Die extreme Trockenheit konnte den größeren Pflanzen somit nichts anhaben“. Schlechter stand es um neue Setzlinge, die noch nicht ausreichend verwurzelt waren. In manchen Gebieten verzeichneten die Bauern einen 80-prozentigen Ausfall ganz junger Pflanzen. „Diese Bäumchen werden jetzt im Herbst, spätestens aber im kommenden Frühjahr nachgesetzt. Die Ausfälle werden somit für den zukünftigen Christbaumverkauf kaum eine Rolle spielen“, so Raith.
Damit dürfen sich die Konsumenten über genügend heimische Christbäume freuen: Auch heuer werden wieder 90 Prozent der 2,78 Millionen Naturchristbäume in Österreichs Wohnzimmern aus heimischer Produktion kommen. Nur ein Fünftel kommt aus dem Wald, vier Fünftel hingegen werden auf landwirtschaftlichen Flächen gezogen. Die meisten davon – eine Million Stück – stammen von den Feldern der niederösterreichischen Bauern. Sie sind auch die Hauptlieferanten der Bundeshauptstadt Wien.

Schöne Bäume über zwei Meter könnten knapp werden, Preise stabil

Raith: „Nachdem es genügend Bäume gibt, wollen wir Bauern die Preise – trotz gestiegener Kosten für Löhne, Transport und Produktion – für unsere Christbäume auch heuer wieder stabil halten. Das ist unser Dank für die Treue unserer Kunden. Es zahlt sich also aus, auf die Herkunft der Christbäume zu achten!“ Erkennbar sind die Christbäume direkt vom Bauern an der Herkunftsschleife. Für ihren Lieblingsbaum werden die Konsumenten – je nach Aussehen des Baumes und Verkaufsort – zehn bis 35 Euro pro Laufmeter für Nordmannstannen bezahlen, Blaufichten kommen auf sieben bis 14 Euro pro Laufmeter.
Seit einigen Jahren ist ein Trend zum großen Baum erkennbar. Christbäume mit einer Höhe über zwei Meter sind stark gefragt. Raith: „Auch wenn wir genug Christbäume für die Wohnzimmer unserer Konsumenten haben: Aufgrund der starken Nachfrage könnten große schöne Bäume – vor allem die beliebte Nordmannstanne – knapp werden. Am Anfang ist die Auswahl am größten, rechtzeitig kaufen zahlt sich also aus!“.

Christbaum-Verkaufsbeginn der Produzenten
Ab Hof: Anfang Dezember
Im St. Pöltner Stadtgebiet: ab 12. Dezember

ARGE NÖ Christbaumbauern, weihnachtsbaum.at

Rubrik:: Panorama

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