16.03.2017 0 Kommentare

„Gewaltig! Extreme Naturereignisse“

In Kooperation mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) widmet sich die neue Sonderausstellung im Haus der Natur im Museum Niederösterreich einem hochaktuellen Thema. Unter dem Titel „Gewaltig! Extreme Naturereignisse“ beleuchtet die Schau von 12. März 2017 bis 11. Februar 2018 historische und aktuelle Naturkatastrophen, wie sie entstehen und wer in der Not hilft.

Foto: Lackinger

Foto: Lackinger

„Vorbei an einem von einer Mure verschütteten Auto und einer temporären Hochwasser-Schutzwand über einen Hochwassersteg begeben sich unsere Besucherinnen und Besucher mitten ins Geschehen“, erklärt Matthias Pacher, Geschäftsführer vom Museum Niederösterreich, die interaktive Ausstellung, die für gewaltige Begegnungen mit dem Thema sorgen soll.

Was als Naturkatastophe wahrgenommen wird

„In der Ausstellung erklären wir nicht nur, wie diverse Naturkatastrophen entstehen“, sagt Christa Hammerl, Kuratorin der Schau. „Wir befassen uns auch mit der Frage, wann Naturkatastrophen als solche wahrgenommen werden, warum wir glauben, dass sie angesichts des Klimawandels häufiger auftreten und werfen dabei auch spannende Blicke in die Geschichte“, so Hammerl.

Tierische Plagen

Erich Steiner, wissenschaftlicher Leiter vom Haus der Natur im Museum Niederösterreich hat sich mit den tierischen Plagen befasst: „Egal ob Reblaus, Wegschnecke oder Heuschrecken. In der Ausstellung zeigen wir auch jene Beispiele, wo die Natur der Natur zugesetzt hat. Denn auch Tiere können zur Naturkatastrophe werden, wenn sie in großen Massen auftreten“, so Steiner.

Historische Messinstrumente

Mit elf noch nie gezeigten historischen Messinstrumenten, die Kurator Peter Melichar fachkundig restauriert hat, und zahlreichen Dokumenten beleuchten die Schau drei Pioniere der geophysikalischen Wissenschaften: Carl Friedrich Gauß, Karl Kreil und Victor Conrad.  „Mit einer Direktübertragung der Messdaten vom Conrad Observatorium am Trafelberg in Niederösterreich zeigen wir neue Wege der geophysikalischen Grundlagenforschung“, so Melichar über die Schau.
Begleitet wird die Schau von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Expertenvorträgen, einer Kuratorenführung, dem Familienprogramm „Sonntag im Museum“ (jeden 1. Sonntag im Monat), dem Wissensfestival „Abenteuer Wissen“ am 7. Mai 2017 und Schulferienprogrammen.

info | museumnoe.at

Rubrik:: Kultur

Kommentar verfassen

Zur Gewährleistung eines respektvollen Umgangs behält sich das Redaktionsteam vor, Kommentare gegebenenfalls zu entfernen.