17.07.2017 0 Kommentare

Großinvestition in Höhe von 1,5 Millionen Euro

Die Crowdfundingkampagne für das Familien-Skigebiet Forsteralm (Gaflenz, Waidhofen/Ybbs) hat alle Erwartungen übertroffen. Innerhalb von zehn Wochen haben 999 Unterstützer mehr als 450.000 Euro für die Modernisierung der Beschneiungsanlage aufgebracht. Damit können die Forsteralm-Verantwortlichen die Großinvestition in der Höhe von 1,5 Millionen Euro in Angriff nehmen und zum Saisonstart im Dezember 2017 den tausenden Skigästen mehr Schneesicherheit bieten.
Vizebürgermeister Ernst Steinauer (Opponitz), Bürgermeister Josef Hofmarcher (Ybbsitz), die Nationalratsabgeordneten Johann Singer (OÖ) und Andreas Hanger (NÖ), Bürgermeister Werner Krammer (Waidhofen), Bürgermeister Günther Kellnreitner (Gaflenz) und Bürgermeister Gerhard Klaffner (Weyer) Foto: eisenstrasse.info

Vizebürgermeister Ernst Steinauer (Opponitz), Bürgermeister Josef Hofmarcher (Ybbsitz), die Nationalratsabgeordneten Johann Singer (OÖ) und Andreas Hanger (NÖ), Bürgermeister Werner Krammer (Waidhofen), Bürgermeister Günther Kellnreitner (Gaflenz) und Bürgermeister Gerhard Klaffner (Weyer)
Foto: eisenstrasse.info

Das Besondere an der Initiative: Über die Bundesländergrenzen von Oberösterreich und Niederösterreich hinweg gelang ein Schulterschluss zwischen Regionen, Gemeinden, Unternehmen, Vereinen und begeisterten Skifans. Die Crowdfunding-Kampagne „Schifoan dahoam. Die Forsteralm braucht dich jetzt“ zählt bundesweit zu den erfolgreichsten Crowdfunding-Projekten im heurigen Jahr. Elf attraktive Pakete im Wert von 20 bis 15.000 Euro standen zur Auswahl bereit. Die Crowdfunding-Kampagne lief von 28. April bis 7. Juli, das ursprüngliche Fundingziel (300.000 Euro) wurde bei weitem übertroffen. Möglich wurde dies durch den Einsatz von über 70 ehrenamtlichen Forsteralm-Botschaftern. Partner war die Crowdfunding-Plattform „gemeinsam.noeregional.at“ der NÖ Regional GmbH. „Für die langfristige Zukunft der Forsteralm ganz entscheidend“ „Wir waren gemeinsam sehr, sehr erfolgreich“, freuten sich die beiden Nationalratsabgeordneten Johann Singer (OÖ) und Andreas Hanger (NÖ), die gemeinsam mit den Standortbürgermeistern Günther Kellnreitner (Gaflenz) und Werner Krammer (Waidhofen/Ybbs) das Ergebnis am vergangenen Freitag im Rahmen eines Pressegesprächs verkündeten. „Die große Zahl an Unterstützern zeigt, dass die Bevölkerung hinter dem Familienskigebiet steht. Das ist nicht nur für das jetzige Bauprojekt, sondern für die langfristige Zukunft der Forsteralm ganz entscheidend“, so Johann Singer. „Auch der Marketingeffekt ist gewaltig, die Forsteralm ist in aller Munde. Das Projekt könnte der Auftakt für eine noch intensivere touristische Zusammenarbeit zwischen Ybbstal und Ennstal, zwischen Niederösterreich und Oberösterreich, werden “, ergänzte Andreas Hanger. Die „Rettung“ der Forsteralm war in mehreren Phasen erfolgt Im Herbst 2016 übernahmen acht Gemeinden gemeinsam mit einer engagierten Betreibergruppe (Sportunion Waidhofen, Wolfgang Resch und Skischule Großberger) das vor dem Aus stehende Skigebiet. Nach einer sehr erfolgreichen ersten Saison folgte eine Klimastudie des Innsbrucker Experten Robert Steiger, die zeigte: Mit einer modernen Beschneiung ist ein langfristiger Betrieb auch trotz geringer Seehöhe (720 bis 1078 m) möglich. Parallel zur Errichtung der Beschneiungsanlage werden nun auch Konzepte für eine Sommernutzung der Forsteralm ausgearbeitet. Für die nächsten Wochen und Monate haben sich die Verantwortlichen einen klaren Zeitplan zurechtgelegt: Bis zum Ende des Sommers werden die behördlichen Genehmigungen für die Baußmaßnahmen erwartet. Investiert wird insbesondere in Kühltürme und Schneileitungen. Die Bauarbeiten sollen im September beginnen und bis November inklusive Probebetrieb abgeschlossen sein. „Die Ausschreibungen für 6 Gewerke gingen bereits hinaus. Wir hoffen, dass die regionale Bauwirtschaft mitzieht“, betonte Planer Wolfgang Voglauer (IKW). Organisatorisch stehen ebenfalls Aufgaben an Die Forsteralm Infrastruktur GmbH kann nun nach der erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne gegründet werden, Gemeinden aus Niederösterreich und Oberösterreich werden je 50 Prozent halten. Sowohl das Land Oberösterreich als auch das Land Niederösterreich stehen hinter dem Projekt. Die Höhepunkte der Crowdfunding-Kampagne ließ Kampagnenleiter Thomas Wagner Revue passieren: „Schon in den ersten 24 Stunden kamen über 90.000 Euro zusammen. Als unser Video dann auch noch 60.000 Personen über Facebook erreichte, wussten wir: Die Forsteralm ist den Menschen wirklich ein Anliegen. Der Schlüssel zum Erfolg waren unsere 70 Botschafter und das zehnköpfige Kernteam, das tolle Arbeit geleistet hat.“ Bis Ende Juli sind Unterstützungen für die Forsteralm über Zahlscheine und Sponsoring noch möglich, das Endergebnis wird sich also noch verbessern. Im Internet wurde die Kampagne mit 7. Juli beendet. „999 Unterstützer heißt auch, 999 Belohnungen zu verteilen. Dafür brauchen wir jetzt etwas Zeit. Wir werden alle Unterstützer im August informieren, wie die Belohnungen einzulösen sind“, gab Thomas Wagner bekannt. Und: „Für alle Helfer wird es ein Danke-Fest geben.“ info | forsteralm.com eisenstrasse.info
Rubrik:: Mostviertel

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