20.12.2017 0 Kommentare

Zukunftszuversicht und Wunsch nach Familie 

Die im Rahmen der „Denkwerkstatt Familie“ präsentierten Ergebnisse des „Jugendmonitor NÖ“ sprechen eine klare Sprache: Junge Menschen wollen mehrheitlich eine eigene Familie gründen.

Student Lukas Joichl, Schülerin Katja Böhm, Familienlandesrätin Barbara Schwarz, Peter Filzmaier vom Institut für Strategieanalysen und Barbara Trettler, Geschäftsführung NÖ Familienland GmbH
Foto: Divid Schreiber

Am 12. Dezember lud die NÖ Familienland GmbH auf Initiative von Familienlandesrätin Barbara Schwarz im Rahmen der „Denkwerkstatt Familie“ erneut zu einer Podiumsdiskussion eines aktuellen Familienthemas. Diesmal stand die Jugend im Zentrum – sowohl am Podium, als auch unter den Gästen und nicht zuletzt in den neuesten von Peter Filzmaier präsentierten Studienergebnisse des „Jugendmonitor NÖ“. Die vom Institut für Strategieanalysen Wien ausgearbeiteten Ergebnisse zeichnen auf Basis von über 1100 Online- bzw. Telefonbefragungen unter 14- bis 24-Jährigen ein aktuelles Bild der heutigen Jugend. 

Ergebnisse: Zukunftszuversicht und Wunsch nach Familie 

Die Ergebnisse belegen der Jugend eine grundsätzliche Zuversicht, was ihre eigene Zukunft betrifft. Etwa 60 Prozent bezeichnen sich als sehr oder eher zuversichtlich, was ihre unmittelbare Zukunft betrifft. Die zwei wichtigsten Lebensbereiche sind Familie und Freunde, gefolgt von der eigenen Freizeit. 80 Prozent der Jugendlichen wünschen sich eine eigene Familie, zehn Prozent haben bereits eine eigene Familie und für lediglich sieben Prozent ist Familie ein uninteressantes Thema. Zwei Drittel jener, die sich eigene Kinder wünschen, wünschen sich zwei Kinder. Eine relative Mehrheit von 34 Prozent möchte bis zum zweiten Lebensjahr der Kinder zu Hause bleiben, ein Viertel sogar bis zum dritten Jahr oder länger, wobei die Bereitschaft dazu auch bei dieser Generation bei Frauen höher liegt als bei Männern. Rund drei Viertel der in Niederösterreich Befragten gaben sogar an, dass die Kinderbetreuung untertags bis zum Alter von drei Jahren hauptsächlich durch die Eltern zu Hause erfolgen sollte. Das Bild einer mehrheitlich klassischen Vorstellung von Familie, Familienleben und Familiengründung widerspricht jedoch nicht dem sich stetig wandelnden Rollenverständnis junger Männer und Frauen. Ein zunehmend modernes Frauenbild ist ebenso verankert wie das abnehmende Interesse an Heirat und Ehe. Über 90 Prozent geben an, dass Männer und Frauen gemeinsam für die Kinderbetreuung verantwortlich sind. Dem gegenüber steht der Wunsch einer relativen Minderheit von etwa einem Viertel, bei dem der Wunsch selbst zu heiraten als sehr wichtig beurteilt wird.

Familienlandesrätin Barbara Schwarz betonte die Notwendigkeit um das Wissen der Bedürfnisse junger Menschen: „Die jungen Menschen von heute sind die Erwachsenen von morgen, die zu entscheiden haben werden, ob sie eine Familie gründen möchten. Um gelungene Rahmenbedingungen für diese Generation zu schaffen, ist es unbedingt notwendig, die Jugend selbst nach ihren Einstellungen und Bedürfnissen zu befragen. In Niederösterreich setzen wir in vielen Belangen darauf, die Beteiligten selbst in Planung, Konzeption und konkrete Projekte zu integrieren. Besonders freut es mich heute Abend, dass sich zwei Jugendliche selbst an der Podiumsdiskussion beteiligen.“

Belebte Diskussion mit grundsätzlicher Einigkeit

Auf der Bühne diskutierten über die Studienergebnisse Beate Großegger vom Institut für Jugendkulturforschung und Martin Trümmel, Geschäftsführer der Jugend:Info NÖ und auch zwei Jugendliche stellten sich der Diskussion: Katja Böhm, Schülerin der HLUYW Yspertal und Lukas Joichl, Student aus Neulengbach. Einigkeit aller herrscht über die Notwendigkeit optimierter Grundvoraussetzungen wie etwa familienfreundliche Arbeitsmodelle und ein breites Netz von Unterstützungsleistungen mit größtmöglicher Wahlfreiheit und Flexibilität für Jungfamilien. 

In der Denkwerkstatt Familie tauschen sich Expertinnen und Experten mit der niederösterreichischen Bevölkerung aus. In einem mehrstufigen Prozess entwickeln sie gemeinsam Visionen und Strategien, um die Rahmenbedingungen für Familien in Niederösterreich noch weiter zu verbessern.

NÖ Familienland GmbH, noe-familienland.at

 

Rubrik:: Panorama

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