25.03.2014 0 Kommentare

17. Kulturpreisverleihung: Christoph Leditznig ist Scheibbser Kulturpreisträger 2013.

Kulturpreis 2014_Bgm_Leditznig

Bürgermeisterin Christine Dünwald überreichte den Kulturpreis der Stadt Scheibbs an DI Dr. Christoph Leditznig. Foto: Stadtgemeinde Scheibbs

Scheibbs | Am Freitag, 21. März, lud Bürgermeisterin Christine Dünwald zur mittlerweile 17. Kulturpreisverleihung in das Scheibbser Rathaus. Zahlreiche Ehrengäste aus Wirtschaft und Kultur, darunter auch ehemalige Kulturpreisträger und die Kulturjury, waren gekommen um den Kulturpreisträger des Jahres 2013 zu würdigen.

Nach der Begrüßung von Vizebürgermeister Franz Aigner verschaffte Laudator Josef Plank, Präsident der Renergie und auch durch seine Zeit als Umweltlandesrat in Niederösterreich mit dem aktuellen Kulturpreisträger stark verbunden, den Zuhörern einen Überblick über Talente und den Werdegang von Dr. Leditznig. Er lobte dabei vor allem seine Begeisterung, Zähigkeit und profunden Kenntnisse als Forsttechniker und Wildbiologe, mit denen er das Wildnisgebiet Dürrenstein mit Unterstützung seines Teams zu dem gemacht hat was es heute ist – ein Juwel der Region, das international höchste Anerkennung genießt und wertvolle Forschungsarbeit leistet.

Bei der Überreichung des Kulturpreises durch Bürgermeisterin Christine Dünwald lobte die Stadtchefin ebenfalls die Talente von Dr. Leditznig und freute sich besonders, das mit der Kulturpreisverleihung des Jahres 2013, ein verdienter Scheibbser Bürger die entsprechende Anerkennung durch die Kulturstadt Scheibbs bekommt, dessen Arbeit für das Wildnisgebiet Dürrenstein vielleicht nicht immer im Focus der Öffentlichkeit steht. „Umso wichtiger, dass durch diese Auszeichnung die hervorragende Arbeit von Christoph Leditznig für dieses einzigartige Projekt und darüber hinaus seine wissenschaftlichen Arbeiten zur Thematik gewürdigt werden,“ so Dünwald weiter.

Begründung der Kulturjury zur Vergabe des Kulturpreises 2013

Der in Scheibbs geborene und hier ansässige Forsttechniker und Wildbiologe Christoph Leditznig ist geschäftsführender Obmann des Wildnisgebietes Dürrenstein. Er trägt als solcher die Verantwortung für dieses Projekt und vertritt dessen Interessen in der Öffentlichkeit. Das Wildnisgebiet liegt um den Urwald Rothwald und befindet sich in einem naturnahen Zustand; der Eingriff des Menschen wird weitgehend reduziert, auf forstliche Nutzung wird daher bewusst verzichtet, vordringliche Aufgaben sind die frei Entfaltung der Natur, die ungestörte Entwicklung der Bergwälder und der Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten. In diesem Zusammenhang ist Christoph Leditznig und seinem Team die Wiederansiedlung des nahezu ausgestorbenen Habichtskauzes, des größten Eulenvogels in Österreich, gelungen.
Leditznig hat zusammen mit seinem Mitarbeiter Reinhard Pekny mehrere Bildbände veröffentlicht, in denen die Arbeit des Projekts einer breiteren Öffentlichkeit näher gebracht wird.

Darüber hinaus hat er zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten zur Thematik verfasst. Informationen hierzu sind auf der Homepage des Wildnisgebietes und auf dem Datenserver der Universität für Bodenkultur zu finden.
Obwohl die Arbeit von Christoph Leditznig zum überwiegenden Teil unbemerkt von einer größeren Öffentlichkeit erfolgt, ist dennoch darauf hinzuweisen, dass er mit seiner Tätigkeit Interesse für unsere Region weckt; so werden im Jahr etwa 1500 Besucher bei Führungen gezählt, die die Bedeutung des Wildnisgebietes für Natur und Naturschutz veranschaulichen; weitere geschätzte 5000 erkunden das Gebiet privat auf markierten Wanderwegen. Im Jahr 2010 erhielt Christoph Leditznig des „Sternengreifer“, einen Preis des Regionalverbandes Mostviertel für herausragende Leistungen in der Regionalentwicklung.

Der Scheibbser Kulturpreis wird seit 1995 an Kulturschaffende in den Bereichen Bildende Kunst, Literatur/Theater, Musik und Wissenschaft vergeben.

Info | www.scheibbs.gv.at

Rubrik:: Kultur

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