07.10.2017 0 Kommentare

25 Jahre „Frau & Arbeit“: Eine Erfolgschronik

Seit 2013 Frauenberufszentrum für das gesamte Mostviertel, blickt der Verein „Frau & Arbeit“ heuer auf eine 25-jährige Erfolgsgeschichte für Frauen zurück.

Die Beraterinnen Claudia Pabst, Martina Asanger, Petra Smetana, Helga Scholler, Karin Seylehner, Monika Gleiß
Foto: Frau&Arbeit

Im Gründungsjahr 1992 gab es bereits den „Frauentreffpunkt“ in Amstetten – heute Frauenberatung Mostviertel. Aus der Beratungsstelle für alle Lebenslagen entwickelte sich ein Projekt mit dem Schwerpunkt Arbeitsmarkt. Das war der Start für eine arbeitsmarktpolitische Beratungsstelle, die seither ausschließlich vom AMS Niederösterreich finanziert wird. Arbeitslose und arbeitsuchende Frauen, etwa nach der Babypause, suchten das Frauenberufszentrum auf Empfehlung des AMS Niederösterreich auf. In Beratungsgesprächen, später auch mittels Kursen, wurden die Frauen für das Berufsleben fit gemacht – ermutigt, informiert und geschult.

1996 fanden von hier aus die Vorbereitungen für das vom AMS finanzierte Beschäftigungsprojekt von „Frau & Arbeit“ (heute unida services) statt. Die Beratungsstelle erhielt den Namen „unida coaching“, die Standorte der beiden Einrichtungen waren getrennt. Später fand die Trennung auch vereinsrechtlich statt: Die Beratungsstelle erhielt wieder ihren ursprünglichen, programmatischen Namen „Frau & Arbeit“ und die bereits bisher mit eigener Geschäftsführung versehenen Projekte erhielten auch einen eigenen Vorstand.

Beratung neu definiert

Nicht immer war der Bestand der Beratungsstelle gesichert. Trotz guter Erfolge in der Jobvermittlung, mussten im Jahr 2002 Mitarbeiterinnen gekündigt werden, und die Schließung der Stelle lag in der Luft. Ein gänzlich neues Konzept brachte die Wende: Beratung wurde umfassend neu definiert. In einem Workshop-System konnten die Frauen Inhalte wie EDV-Training, Konfliktmanagement oder Burn-Out-Prävention buchen. Dies wurde sehr gut angenommen  und diente Jahre später als Grundlage für das Konzept der Frauenberufszentren, die in Niederösterreich flächendeckend eingerichtet wurden.

Die Hälfte findet ins Berufsleben zurück

2013 war es so weit: Das Frauenberufszentrum Amstetten öffnete, nach einmonatigen Umbauarbeiten, in der Wienerstraße 87, seine Pforten. Seither kommen pro Jahr 400 Frauen aus den Bezirken Amstetten, Melk, Waidhofen/Ybbs und Scheibbs, zur Beratung und zum Workshop-Programm – etwa die Hälfte von ihnen findet ins Arbeitsleben zurück. Berufsorientierung, Laufbahnplanung, Jobcoaching, Resilienztraining, Gesundheitsthemen (Bewegung, Ernährung) und vieles mehr stehen auf dem Programm. Frauen jedes Ausbildungsniveaus, unterschiedlichster Herkunft von 18 Jahren bis zum Pensionsalter werden kompetent und einfühlsam beraten, insgesamt erfuhren seit 1992 mehr als 5.800 Frauen Unterstützung auf ihrem Weg ins Arbeitsleben.

Tag der offenen Tür 

Seit 2016 leiten mit Helga Scholler und Monika Gleiß zwei erfahrene Mitarbeiterinnen das FBZ – und ein ambitioniertes Team von Fachfrauen. Der ehrenamtliche Vorstand besteht aus Karin Beate Kraml (Obfrau), Regina Öllinger (Kassierin) und Ilse Rafetseder (Schriftführerin). Rechnungsprüferinnen sind Anita Obergruber und Karin Juchem. Mit einem Tag der offenen Tür in der Wiener Straße 87 in Amstetten wird am 20. Oktober von 10 bis 16 Uhr das Jubiläum gefeiert und ein Einblick in den Alltag von „Frau & Arbeit“ geboten. Kurzreferate, Spotlights auf die Workshops, Getränke und Imbisse sollen Neugierigen das Kommen möglichst schmackhaft machen.

 

Rubrik:: Panorama

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