02.10.2014 0 Kommentare

25 Jahre Wiener Tschuschenkapelle: Das große Jubiläumsfest im Theater Akzent.

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Foto: Michael Winkelmann

Wien | Nach 25  Jahren kehrt die Wiener Tschuschenkapelle an ihren allerersten Auftrittsort zurück um ihren erfolgreichen Weg zu feiern. Am Mittwoch, 8. Oktober,  ab 19:30 Uhr, findet das große Jubiläumsfest im Theater Akzent statt.

25 Jahre ist es her als der damals flotte Dreißiger Slavko Ninic die Tschuschenkapelle gründete. Der Soziologe und Übersetzer begann schon im Jahre 1985 sein Hobby, die Musik, zum Beruf zu machen. Slavko Ninic ist zum Studium nach Wien gekommen. Der wissbegierige Student interessierte sich für Politik und Sprachen. Man ging ins Hellas, ins Kleine Cafe und ins Alt Wien, um zu diskutieren. An der Gitarre klimperte man so nebenbei. In den Diskotheken liefen Platten von den Stones, Jimi Hendrix, the Doors etc. Multikulti oder Balkansound waren damals Fremdwörter. Engagierte Sozialarbeiter und Weltverbesserer trafen sich aber auch gerne bei Zoran im „Makedonija“, einem Balkanbeisl in der Nähe des Naschmarktes. Hier saßen auch die Gründungsmitglieder der Tschuschenkapkapelle gerne zusammen. Slavko Ninic, Haydar Sari und Franz Fellner – Kroatien, die Türkei und Oberösterreich, musikalisch vereint.

Mit Herz und Seele

Vor genau 25 Jahren starteten Slavko Ninic und seine Band im Theater Akzent das Abenteuer Balkan, ohne zu wissen, was sie tatsächlich erwarten wird. In der Folge sang sich Slavko mit sonorem Bariton durch Panonnien, die Länder des ehemaligen Jugoslawien, den südlichen Balkan und die Türkei, Simbabwe und Mozambique, Marokko, Brasilien und von Belgien bis Italien. Die mitreißenden, an Herz und Seele gehenden, Lieder wurden mit so viel Wärme vorgetragen, dass man sich anstatt der Pulsader dann doch noch eine Flasche Raki öffnen musste.

Mit ihrer neuen Besetzung ist die Wiener Folk-Institution „Tschuschenkapelle“ noch weiter in den Süden vorgedrungen, dorthin wo der Balkan am balkanischsten klingt. In Österreich zählt die Wiener Tschuschenkapelle ohne Zweifel zu den Pionieren des Balkan-Folks. Und es sagte mal einer, zu Wien gehöre die Tschuschenkapelle, wie der Schlag auf den Apfelstrudel.

Als Liebhaber gediegener Weltmusik sollte man sich dieses große Fest dieser legendären Truppe nicht entgehen lassen. Die Wiener Tschuschenkapelle, mit ihrem Bandleader Slavko Ninic, lädt am  8. Oktober ins Theater Akzent ein und verspricht ein reichhaltiges Programm und einen festlichen Abend auf höchstem künstlerischem Niveau. Für Kulinarik wie Spanferkel, Lammbraten und hauseigenen Slivowitz, von Slavko selbst gebrannt, ist natürlich gesorgt.

info | www.akzent.at
www.tschuschenkapelle.at

Rubrik:: Kultur

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