27.10.2017 0 Kommentare

Eindrücke aus den renomiertesten Weinkellern des Landes

Dass Niederösterreich, Wien und das Burgenland die Spitzenregionen des österreichischen Weinbaus sind, ist ja schon lange kein Geheimnis mehr. Dass die dortigen Winzer aber bereits weltweit Furore machen, ist die Folge langjähriger hochqualitativer Arbeit. Den angehenden Jungsommeliers der Berufsbildenden Schulen Weyer, das sind die beiden dritten Klassen der Hotelfachschule und der Höheren Lehranstalt für Tourismus, unter der Leitung von Dipl. Sommelier Martin Eibenberger wurden unzählige önologische Eindrücke geboten. 

Fuchsluger Lisa, Martin Eibenberger, Lengauer Benedikt, Reithmayr Adrian, Spießlechner Larissa, Dallner Sebastian, Haubenwaller Verena, Hausberger Matthäus, Kern Elena; vordere Reihe: Daurer Lisa, Teurezbacher Ramona, Friedl Anita, Hönickl Verena, Hönickl Barbara, Bruckner Michelle
Foto: Privat

Am ersten Tag führte die Exkursion durch die Wachau und das Kremstal nach Langenlois zum Starwinzer Fred Loimer. Als nächstes wartete der Stammersdorfer Topwinzer Fritz Wieninger, der in den vergangenen Jahren den Wiener Gemischten Satz wieder stärker ins Rampenlicht rücken konnte. Den Abschluss des ersten Tages bildete noch auf Wiener Gemeindegebiet eine Verkostung bei Schneckenzüchter Andreas Gugumuck. Man staunte nicht schlecht, dass sich aus Weinbergschnecken ganze Menüs zusammenstellen lassen. Schnecke in Knoblauchbutter war ja bekannt, aber dass sich perfekte Menüs rund um dieses tolle Produkt kreieren lassen und man sie als Dessert in weißer oder dunkler Schokolade tunkt, war niemanden bekannt.

Lengauer Benedikt, Dallner Sebastian, Bruckner Michelle, Daurer Lisa, Reithmayr Adrian, Kern Elena, Teurezbacher Ramona, Hausberger Matthäus, Haubenwaller Verena, Friedl Anita, Umathum Josef, Hönickl Barbara, Hönickl Verena, Spießlechner Larissa, Fuchsluger Lisa, Martin Eibenberger
Foto: Privat

Am folgenden Tag war das Weinbaugebiet Burgenland/Neusiedlersee an der Reihe. Josef Umathum – sein Name bürgt schon für höchste Qualität – in Frauenkirchen begeisterte mit einem zweistündigen Vortrag über biodynamischen Weinbau die zukünftigen Weinexperten. Etwas später besuchte man das Weingut des Süßweinherstellers Gerhard Kracher in Illmitz, wo die Herstellung und Ausbaustile des „süßen Goldes“ auf eindrucksvolle Weise erklärt wurden. Seine Prädikate werden auf der ganzen Welt geliebt und geschätzt. Den Abschluss an diesem Tag bildete ein Besuch der Sektkellerei Szigeti in Gols. Originell war das Köpfen von Sektflaschen mittels Sabriersäbel. Am Abend stand ein Besuch im Gasthaus zur Dankbarkeit in Podersdorf mit einem fünfgängigen Degustationsmenü am Programm. Der interessante Abschluss dieser dreitägigen Tour de Vin fand im Weingut Claus Preisinger in Gols statt. Hier ging es um den Ursprung des Weins und die Aufbereitung der modernen „Orange Wines“. Die Philosophie des Weinguts besteht auch darin, die Trauben mit den Schalen in Amphoren (großen Tonkrügen) vergären zu lassen. Diese Produkte finden Liebhaber ebenfalls rund um den Globus. Durch diese praxisorientierte Ausbildung sind die Absolventen der Tourismusschulen Weyer nicht nur in der gehobenen Gastronomie sehr gefragt, sondern auch mittlerweile im Verkauf und Marketing bei Topwinzern beschäftigt.

 

Berufsbildende Schulen Weyer, bbs-weyer.at 

Rubrik:: Panorama

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