05.06.2014 0 Kommentare

6,7 Mio. Euro für naturnahe Ufer- und Aubereiche an Ybbs, Pielach und Donau.

Life-Projekt Mostviertel-Wachau

Im Bild (v.l.): NÖ Landesfischermeister Karl Gravogl, Bgm. Ursula Puchebner und Umweltlandesrat Dr. Stephan Pernkopf. Foto: Stadtgemeinde Amstetten

St. Pölten / Amstetten | Das LIFE+ Projekt „Mostviertel-Wachau“ setzte innerhalb von fünf Jahren insgesamt neun verschiedene Maßnahmen zur ökologische Verbesserungen unserer Flüsse um. In den beiden Schwerpunktregionen „Mostviertel“ und „Wachau“ sind um insgesamt 6,7 Mio. Euro verschiedene Revitalisierungsarbeiten an den Flüssen Ybbs, Pielach und Donau durchgeführt worden. Die erfolgreiche Umsetzung wurde nun in Amstetten gefeiert.

Für Niederösterreichs Umweltlandesrat Stephan Pernkopf ist das LIFE-Projekt ein Meilenstein des niederösterreichischen Natur- und Gewässerschutzes: „Öko-Projekte wie dieses haben einen mehrfachen Nutzen. Sie sind ein ganz wesentlicher Beitrag, um die Lebensräume zahlreicher Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und wieder herzustellen. Durch die Renaturierung der Flüsse entstehen auch für uns Menschen attraktive Naherholungsbereiche. Besonders wichtig sind die positiven Auswirkungen auf die Hochwassersituation, können doch natürliche Auwälder Wasser gezielt zurückhalten und Hochwasserspitzen reduzieren.“

Schritt in Richtung naturnaher Flusslandschaften

Bei Amstetten-Allersdorf wurde ein großzügiger Nebenarm im Auwald wieder hergestellt, der schon Mitte des vorigen Jahrhunderts bestanden hat. Die Ybbs besitzt dort nun wieder vielfältige Uferbereiche, Totholz-Strukturen und Schotterinseln. Auch in Hausmening und Winklarn sind ähnliche Maßnahmen umgesetzt worden. Damit ist ein weiterer bedeutsamer Schritt in Richtung naturnaher Flusslandschaften und hochwertiger Aubereiche gelungen. Die Verbesserungen sollen einer Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, darunter Gelbbauchunke und Huchen, zu Gute kommen. Aber auch die Bevölkerung profitiert. Am linken Ufer wurde die Zugänglichkeit zum Fluss stark verbessert und so die Möglichkeiten zur Naherholung direkt in der Stadt Amstetten gefördert.

Im umgebenden Landschaftsschutz- und Erholungsgebiet Forstheide konnten über ein ebenfalls EU-kofinanziertes Projekt weitere ökologische Verbesserungsmaßnahmen wie die Anlage von Uferschwalben-Brutwänden und Amphibien-Laichgewässern sowie zur Erhaltung von Magerwiesen gesetzt werden. „Mit den beiden aufeinander abgestimmten Projekten ist es uns gelungen, Naturreichtum und Lebensqualität im gesamten Großraum von Amstetten zu erhöhen“, bilanziert Landesrat Pernkopf.

Rubrik:: Panorama

Kommentar verfassen

Zur Gewährleistung eines respektvollen Umgangs behält sich das Redaktionsteam vor, Kommentare gegebenenfalls zu entfernen.