11.09.2015 0 Kommentare

Ätzen: Mark Tremonti von Creed und Alter Bridge über sein neues Album “Cauterize”.

Mit Creed und Alter Bridge wurde er weltbekannt. Er zählt zu den besten Gitarristen der Welt. Mit seiner aktuellen Band Tremonti veröffentlichte er nun das großartige Album „Cauterize“ und zeigt damit, dass er auch als Sänger und Frontmann zu den ganz Großen gehört.

Foto: wikimedia

Foto: wikimedia

Gitarre spielen hast du dir selbst beigebracht.

Meine erste Gitarre bekam ich mit zirka elf Jahren. Als Kind habe ich immer versucht, damit die Songs aus dem Radio nachzuspielen. Und mit der Zeit wurde ich immer besser. Meine Familie stand voll hinter mir und unterstützte mich dabei. Meine ersten Banderfahrungen machte ich, da war ich in der siebenten Klasse.

Wer war damals dein Lieblingsgitarrist?

Da muss ich jetzt mal überlegen… Ich denke, ich hatte keinen Lieblingsgitarristen. Aber eine Lieblingsband: Metallica.

2011 hast du dein Soloprojekt gestartet. Wie kam es dazu?

Schon 2010 kam bei mir der Wunsch auf, ein Soloalbum zu machen, da ich so viele Songs schrieb, die nicht wirklich für Creed oder Alter Bridge passten. Ich rief Eric Friedman, einen langjährigen Freund von mir, an und fragte ihn, ob er bei meinem Projekt dabei sein möchte. Er sagte sofort zu. Und dann kam noch Garrett Whitlock mit ins Boot. Die beiden spielten ja schon gemeinsam in der Band Submersed und tourten unter anderem auch mit Alter Bridge. Wir drei nahmen mein erstes Album gemeinsam auf, für das neue Album kamen noch Brian Marshall und Wolfgang Van Halen dazu.

Wie kam‘s zum Albumtitel „Cauterize“ (=„ätzen“ Anm. d. Red.)?

Eigentlich hätte ich es ganz anders benannt. Doch meine erste Idee gefiel niemandem so wirklich. Als ich dann die Songtitel und Texte durchgegangen bin und nach etwas Einzigartigem suchte, fand ich schließlich „Cauterize“. Ein Titel, der hervorsticht.

Wie lange habt ihr am Album gearbeitet?

Wir haben viele Songs schon einige Monate bevor wir ins Studio gingen so gut wie möglich fertiggemacht. Als wir dann im Studio waren dauerte es noch ein paar Monate, bis alles aufgenommen, gemixt und gemastert war. Ich schreibe alle meine Ideen auf und die Band hilft mir, die Songs zu arrangieren und fertigzustellen. Ich beginne mit den Songs, mit der Musik, und dann wird gemeinsam an den Sachen gearbeitet und gefeilt. Die Texte kommen aber alle von mir.

Bei „Tremonti“ bist du Frontmann und Sänger. Wie war das für dich zu Beginn?

Ich war noch bei keiner Band der Frontmann, aber ich fand es sofort wunderbar. Songs habe ich schon geschrieben, als ich sehr jung war. Ich bekam auch einmal angeboten, in der Kirche zu singen, was ich aber nie gemacht habe. Doch jetzt macht es mir richtig Spaß, vor Leuten zu singen.

Foto: Chuck Bruekmann

Foto: Chuck Bruekmann

Was war bei diesem Album die größte Herausforderung?

Das Songschreiben war eine große Herausforderung. Es ist wirklich eine Menge Arbeit, zwanzig Songs zu machen, dafür die Texte zu schreiben und für achtzehn Songs Gitarrensolis zu erarbeiten. Es ist anstrengender, als man vielleicht meint. Aber wir haben ein großartiges Album hinbekommen.

Stimmt es, dass es schon ein drittes Album gibt, das ihr 2016 veröffentlichen werdet?

Es wird vielleicht im nächsten Jahr ein Album geben, aber wir sind wirklich nur mit zwanzig Songs ins Studio gegangen. Mehr gibt es im Moment noch nicht. Aber natürlich arbeite ich schon an neuen Songs, mehr kann ich dazu noch nicht sagen.

Und jetzt wird getourt?

Ja, nach unserer Europatournee steht nun wieder eine Tour bis Ende Oktober durch die USA und Kanada auf dem Plan.

Auch Wien war dabei. Wie oft warst du schon in Österreich?

Oh, schon oft. Österreich gehört immer zu den Highlights unserer Tourneen. Wien ist eine schöne Stadt und ich freue mich immer wieder, auch hier zu spielen.

Was ist das Schlimmste, was das Schönste für dich, wenn du auf Tour bist?

Schlimm ist es, von der Familie und den Kindern getrennt zu sein. Manchmal auch für eine längere Zeit. Das Schönste ist selbstverständlich, auf der Bühne stehen zu können und für die Fans zu spielen, alles zu geben.

 

 

interview | petra ortner

web | marktremonti.com

Rubrik:: Kultur

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