28.01.2016 0 Kommentare

AK NÖ-Präsident Markus Wieser: Konsumentenschützer holten 2015 rund 1,3 Millionen Euro.

Rund 1,3 Millionen Euro hat der AK Niederösterreich-Konsumentenschutz im Vorjahr für die Niederösterreicher erkämpft. „Rund 36.000 Konsumenten ließen sich zu Problemen rund um Finanzdienstleistungen, Wohnen, Handy und Internet beraten“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB-NÖ Vorsitzender Markus Wieser. Besondere Anstiege gab es bei Inkasso-Büros und Finanzdienstleistern. Ein großer Erfolg war die Schaffung eines flächendeckenden Netzes an Schlichtungsstellen für Konsumenten.

AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser und Direktor Helmut Guth präsentieren die Konsumentenschutzbilanz für das Jahr 2015. Foto: Mario Scheichel/AK Niederösterreich.

AK NÖ-Präsident Markus Wieser und Direktor Helmut Guth präsentieren die Konsumentenschutzbilanz des letzten Jahres.
Foto: Mario Scheichel/AK Niederösterreich.

Insgesamt 1.260.653 Euro hat die AK Niederösterreich-Konsumentenberatung für Niederösterreichs Konsumentn im Vorjahr gesichert. „Die Bilanz unterstreicht den erfolgreichen Einsatz der AK Niederösterreich-Konsumentenschützer. Für uns ist klar: Geschädigte sollen rasch zu ihrem Recht kommen“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. 28.265 Konsumenten aus Niederösterreich haben sich über die Hotline der Konsumentenberater telefonisch beraten lassen. In 7.316 Fällen war ein persönliches Beratungsgespräch nötig, um eine Lösung zu finden. Für 2.061 Niederösterreicher mussten die AK Niederösterreich-ExpertInnen bei Firmen intervenieren, weil diese nicht bereit waren, auf berechtigte Anliegen der KonsumentInnen zu reagieren. In 4 Fällen unterstützte die AK Niederösterreich ihre Mitglieder vor Gericht. „Bei einem Großteil der Fälle kommen wir mit außergerichtlichen Verhandlungen zu einer Lösung und das Mitglied schnell zu seinem Recht“, sagt AK Niederösterreich-Direktor  Helmut Guth.

Inkasso-Büros und erhöhte Spesensätze

Stark  gestiegen  sind  die Fälle rund um Inkasso-Büros, hier gab es 2015 (1157  Fälle) im Vergleich zum Jahr davor (2014: 880 Fälle) einen Anstieg um 31 Prozent. Die AK Niederösterreich fordert eine Reform der Spielregeln für Inkassobüros,  das  betrifft  die  Entrümpelung  der Tarifverordnungen. „Es braucht  zudem  eine  gesetzliche  Regelung,  dass  die Inkasso-Spesen die Grundforderung nicht übersteigen dürfen“, so Wieser. Viele Banken haben letztes Jahr an der Spesenschraube gedreht. Der aktuelle AK  Bankenmonitor  zeigt: Drei von vier Banken haben innerhalb eines Jahres ihre   Spesen   angehoben  –  zum  Teil  sehr  kräftig.  Die  Banken  haben
durchschnittlich rund neun Spesensätze verteuert.

Flächendeckendes Netz an Schlichtungsstellen

Einen  großen  Erfolg  gab es 2015 für KonsumentInnen, um deren Rechte noch besser  durchzusetzen:  Seit  Jahresbeginn  gibt es eine Schlichtungsstelle eigens    für   Verbrauchergeschäfte,   neben   den   bereits   bestehenden Einrichtungen  (Energie-Control,  Rundfunk  und  Telekom  Regulierungs-GmbH sowie  Agentur  für Passagier- und Fahrgastrechte). „Eine win-win Situation für  Konsumenten  und Unternehmen“, so Wieser. Durch Schlichtungsstellen können  kostspielige  und  komplizierte Gerichtsverfahren vermieden werden. Dazu  gibt  es  in Niederösterreich eigene Schlichtungsstellen, die von der Arbeiterkammer  gemeinsam mit der Wirtschaftskammer realisiert wurden. Dort werden  die Fälle gemeinsam begutachtet und sozialpartnerschaftlich gelöst. Derzeit  gibt  es  eine  Rauchfangkehrer-,  eine  Installateurs-  und  eine KFZ-Schlichtungsstelle.

info | noe.arbeiterkammer.at

Rubrik:: Panorama

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