28.08.2014 0 Kommentare

Amstetten „belebt“ ehemaliges Internat mit Beschäftigungsprojekt Transjob neu.

Transjob - Halle innen

Vizebgm. Michael Wiesner, Kammeramtsdirektor Josef Bichler, Bgm. Ursula Puchebner, Transjob Geschäftsführer –StV. Marion Pitzl, Stefanie Hudler, Transjob Geschäftsführer Werner Pitzl. Foto: privat

Amstetten | Nach der Übersiedlung der Landesberufsschule samt Internatsbetrieb in das neue Gebäude an der Umfahrungsstraße hat die Stadtgemeinde Amstetten vergangenes Jahr das Areal des ehemaligen Schülerheimes in der Anzengruberstraße von der Landesinnung der NÖ Metalltechniker erworben und dem leer gewordenen Objekt wieder neues Leben eingehaucht.

Die Stadtgemeinde Amstetten hat vergangenes Jahr das Areal des ehemaligen Schülerheimes in der Anzengruberstraße von der Landesinnung der NÖ Metalltechniker erworben. Dem leer stehenden Objekt wurde mit dem unter anderem mit dem Beschäftigungsprojekt Transjob wieder neues Leben eingehaucht. Transjob hat inzwischen bereits mehr als die Hälfte der Flächen angemietet, um ein in Österreich einmaliges Pilotprojekt eines „Stufenmodells der Integration“ umzusetzen. Das Modell wird vom AMS finanziert und ist vorerst bis 2016 befristet. Aufgabe dieses Pilotprojektes ist es, arbeitsmarktfernen Personen individuelle Einstiegsmöglichkeiten ins Berufsleben anzubieten und diese durch Beratung, stundenweise Beschäftigung und Arbeitstraining wieder an den Arbeitsprozess heranzuführen bzw. einzugliedern. Das Ziel ist die nachhaltige Vermittlung der Transitarbeitskräfte  an den ersten Arbeitsmarkt.

Darüber hinaus wurde über Transjob das Jugendprojekt „Ausbildungsfit“ am Standort Anzengruberstraße etabliert.  Jugendliche, welche nach der Schule Probleme beim Einstieg ins Berufsleben haben, soll dieses Projekt bei der Berufsfindung und der Integration in das Arbeitsleben unterstützen.  In der angeschlossenen Betriebsküche wird zusätzlich vier Lehrlingen ein Ausbildungsplatz in Form einer überbetrieblichen Lehrwerkstätte angeboten.

Ärztecenter zieht um

2015 wird das derzeit im Ärztecenter untergebrachte Krisenzentrum der Kidsnest Gmbh ebenfalls in das Gebäude des ehemaligen Berufsschulinternats übersiedeln. In den neuen Räumlichkeiten in der Anzengruberstraße wird durch das umfangreichere Raumangebot eine noch bessere Betreuung der Jugendlichen gegeben sein, ist Bürgermeisterin  Ursula Puchebner überzeugt. Geplant ist, so Puchebner, auch die restlichen Flächen einer ähnlichen Zweckwidmung zuzuführen, sodass hier künftig eine Art „ Jugendkompetenzzentrum“ entstehen könnte, in dem verschiedene Einrichtungen synergetisch zusammenarbeiten können. So konnten über Vermittlung von Ulrike Königsberger-Ludwig dem Verein „Sonic Vibe“ im Keller zwei Räume zur Verfügung gestellt werden für Jugendliche, welche Bandprobenlokale suchen. Auch das Jugendzentrum wird vorübergehend Ihr Quartier in der Anzengruberstraße aufschlagen, da 2015 der Neubau des A-Tolls geplant ist.

Vzbgm. Wiesner zeigt sich erfreut, dass das Objekt so rasch einer zielorientierten Nutzung zugeführt werden konnte, zumal es ursprünglich prophylaktisch im Hinblick auf städtebaulicher Entwicklung erworben wurde. Zwar müssen jetzt noch einige Investitionen vor allem in der barrierefreien Erschließung des Objektes vorgenommen werden, doch mittelfristig sollte es der Stadt gemeinsam mit den Mietern gelingen, das Gebäude kostendeckend zu betreiben, betont Vzbgm. Wiesner.

Info | www.transjob.at

Rubrik:: Mostviertel

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