15.12.2014 0 Kommentare

Antrag an Bildungsministerin: NÖ Landtag für Politische Bildung als eigenes Unterrichtsfach.

Antrag Politische Bildung

Die langjährige Forderung der Schülerunion nach politischer Bildung wird auf Landesebene von allen Parteien unterstützt. Im Bild (v.l.): LAbg. Lukas Mandl, Landesobmann Felix Wagner und AHS-Landesschulsprecher Sebastian Lembacher. Foto: privat

| Bereits seit vielen Jahren – genauer gesagt seit der Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre – wird der Ruf nach einem eigenen Unterrichtsfach „Politische Bildung“ immer lauter. Am 11. Dezember wurden diese Rufe vom Niederösterreichischen Landtag erhört. Landesabgeordnete Lukas Mandl (VP) stellte in Vertretung von Bettina Rausch (Bildungssprecherin VP im Landtag) den Initiativantrag zur „Einführung eines Pflichtgegenstandes ‚Politische Bildung‘ ab der 7. Schulstufe in allen Schultypen“. Dieser wurde einstimmig beschlossen und an die Bundesregierung, insbesondere die Bildungsministerin, weitergegeben.

In unserem Schulsystem gibt es aktuell nur in Berufsschulen ein eigenes Unterrichtsfach. Meistens wird Politische Bildung in Kombination mit Geschichteunterricht und fächerübergreifend als Unterrichtsprinzip angeboten. Viele Schülerinnen und Schüler fühlen sich dennoch zu wenig informiert. Diese Unsicherheit hat zur Folge, dass viele Erstwähler ihr Wahlrecht nicht in Anspruch nehmen. Ein eigenes Unterrichtsfach soll das Interesse von Schülerinnen und Schülern an Politik steigern und sie auf ihr späteres Leben vorbereiten. Was derzeit im Unterricht zu kurz kommt, soll einen geeigneten Rahmen erhalten. Politische Bildung soll, wie in dem Antrag formuliert, „junge Menschen befähigen, gesellschaftliche und politische Zusammenhänge zu erkennen, Medienkompetenz zu erlangen und ihre Entwicklung zu selbstständigen, freien und kritischen Menschen fördern.“

Landesobmann der Schülerunion Felix Ofner zeigt sich erfreut: „Wir Schülerinnen und Schüler fordern selbst mehr Politische Bildung. Das Interesse ist da, jedoch die Rahmenbedingungen fehlen. Dass dieser Initiativantrag einstimmig beschlossen wurde, ist ein starkes Zeichen für unser Anliegen.“ Die Schülerunion fordert seit vielen Jahren – und vielen Schülergenerationen – ein eigenständiges Unterrichtsfach. Um Politische Bildung auch aktiv zu leben und an die Schulen zu bringen, veranstaltete sie in den letzten Jahren viele Podiumsdiskussionen an Schulen und eine Kampagne zur EU-Wahl.

Die Schülerunion Niederösterreich ist die größte Schülerorganisation des Landes. Getreu den drei Grundpfeilern  „Aktion- Service- Vertretung“ vernetzen sich die Mitglieder auf Landes- und Bezirksebene, um die  Anliegen aller Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu vertreten und zu schulpolitisch relevanten Themen Stellung zu beziehen. Die Schülerunion stellt in diesem Jahr 24 von 24 Mandaten in der Landesschülervertretung.

info | www.noe.schuelerunion.at

Rubrik:: Panorama

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