03.03.2014 0 Kommentare

ARGE Österreichische Eisenstraße: “Unsere Eisenstraße ist seit vier Jahren praktisch tot”.

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Eisenstraße | Die ARGE Österreichische Eisenstraße liegt arg darnieder. 2014 ist so gut wie keines der  ARGE-Ziele erreicht worden.

Im September 2001 haben die drei Landeshauptleute Erwin Pröll aus Niederösterreich, Josef Pühringer aus Oberösterreich und Waltraud Klasnic aus der Steiermark mit einem Festakt am Steirischen Erzberg die Arbeitsgemeinschaft “Österreichische Eisenstraße” aus der Taufe gehoben. In den 76 Gemeinden, die entlang der Eisenstraße liegen, “sollen gemeinsam über die Grenzen der Bundesländer hinweg Kooperationen aufgebaut, Angebote zusammengeführt und Projekte zum Wohle der Region durchgeführt werden”, liest man in den Satzungen der ARGE. Deren Träger sind die drei Vereine “Kulturpark Eisenstraße-Ötscherland”, “Eisenstraße Oberösterreich” und “Steirische Eisenstraße”.

Existenz nur noch auf Papier

2014 ist so gut wie keines dieser Ziele erreicht worden. Die ARGE existiere laut Beteiligten nur noch auf dem Papier. “Unsere Eisenstraße ist schon seit vier Jahren praktisch tot”, sagt August Pfaffenhuemer, Obmann-Stellvertreter der “Eisenstraße Oberösterreich”, im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Die Konzentration auf die Vermarktung des jungen Nationalparks Kalkalpen sowie interne Umstrukturierungen in der oberösterreichischen Tourismuswirtschaft hätten dazu geführt, dass viele Gemeinden in der Region Pyhrn-Eisenwurzen ihr Engagement am Projekt Eisenstraße eingestellt haben. “Da zahlen wir nicht mit, weil uns das nix bringt”, zitiert Pfaffenhuemer einen desinteressierten Bürgermeister.

Seit geraumer Zeit Funkstille

“Offiziell gibt es die ARGE zwar noch, gemeinsame Projekte finden aber schon seit Jahren nicht mehr statt”, bestätigt auch Peter Cmager, Geschäftsführer des Vereins “Steirische Eisenstraße”. Hatte man sich zu Beginn noch vereint um die Aufnahme der Eisenstraße in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten bemüht, herrscht auch zwischen der Steiermark und Niederösterreich schon seit geraumer Zeit Funkstille. Tatsächlich war die “Steirische Eisenstraße” bei der letzten NÖ Landesausstellung im Mostviertel, die 2007 unter dem Titel “Feuer & Erde” u.a. in Waidhofen/Ybbs und damit in der Region sowie thematisch nahestehend stattgefunden hatte, in keiner erkennbaren Weise eingebunden.
Eine Breitseite schießt Cmager in diesem Zusammenhang gegen das Management des “Kulturpark Eisenstraße-Ötscherland” ab. “Mit dem damaligen Geschäftsführer in Niederösterreich war vereinbart, 50.000 Stück einer aufwändigen Abenteuer-Karte produzieren zu lassen und die Herstellungskosten zu teilen. Dieser hat dann aber den Arbeitsplatz gewechselt, und seine Nachfolgerin hat sich nicht an die Abmachung gehalten. Deshalb sind wir auf den gesamten Produktionskosten der Abenteuer-Karte sitzen geblieben und kiefeln noch heute daran”, ärgert sich der “Steirische Eisenstraße”-Chef.

Bezeichnend: Auf die Frage, ob er mit Andreas Hanger – amtierender Obmann des “Kulturpark Eisenstraße-Ötscherland” – Kontakt aufgenommen habe, um die Irritationen auszuräumen, sagt Cmager: “Diesen Namen habe ich noch nie gehört.” Nichtsdestotrotz stehe die “Steirische Eisenstraße” Modellen der Zusammenarbeit mit dem “Kulturpark Eisenstraße-Ötscherland” offen gegenüber. (mm)

Info | www.eisenstrasse.info
www.eisenstrasse.co.at

www.wirtschaftspressedienst.at

Rubrik:: Panorama

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