23.11.2018 0 Kommentare

„Bransch“ – Das Duo-Album

Was wie der sonntägliche Handshake zwischen Frühstück und Mittagessen heißt, gibt es jetzt von Georg Breinschmid und Thomas Gansch, serviert als hochvirtuose und urkomische Melange aus dem Besten, was die beiden legendären österreichischen Musikabenteurer in letzter Zeit zusammen unternommen haben.

Die zwölf vorliegenden Tracks sind für die meisten wahrscheinlich unspielbar – dafür macht das Zuhören umso mehr Freude. Mit „Bransch“ umarmen Breinschmid und Gansch den Teil des Musikuniversums, in dem sich musikalische Fantasie und sprachverliebte Fantastereien in trauter Zweisamkeit umkreisen. Knackige Titel wie „Schönberg Stomp“, „Störsender“ und „Pharmatanz“ kommen mit Kanten und Knoten daher, aber auch die Klassik in Form eines Konzerts für Trompete und Kontrabass und der gute, alte Rossini schauen vorbei. Da kann es auch schon einmal vorkommen, dass die Herren Breinschmid und Gansch auf der Bühne des Mozartsaals im Wiener Konzerthaus vor dem Publikum ins Diskutieren kommen, über Takte, Tonarten und den Niedergang der Songwriterkunst… dazu kommen balladeske Inseln der Ruhe und kompositorische Tiefgänge in das Innere der Seele.

Wie fast immer bei Breinschmid & Gansch kommen die Fans von schrägem Sprachwitz, Slapsticksounds und improvisierter Unterhaltungskunst voll auf ihre Kosten. „Bransch“ umfasst fast 90 Minuten Musik, wirbelt einen dabei ordentlich herum und setzt die ZuhörerInnen nach der Frischzellenkur zärtlich wieder da ab, wo alles begonnen hat – nur hat man wieder einmal erlebt, wozu der singende, Gitarre spielende, komponierende und flügelhornende Trompeter Thomas Gansch und der ebenso singende, perkussiv pochende, komponierende und alle Bässe dieser Welt spielende Georg Breinschmid fähig sind.

„BRANSCH“ – TRACK BY TRACK

– „Schönberg Stomp“ (G. Breinschmid) – der Versuch einer Verbindung von Zwölftonmusik und Dixieland

– „Schnabulescu Bandini“ (G. Breinschmid) – eine ausladende barocke Form im 7/4 Takt und mit dadaistischem Titel

– „Text und Musik müssen eine Einheit bilden“ (G. Breinschmid/Th. Gansch) – ein Reggae im 7/4 Takt, und ein Protestsong gegen den Niedergang der Songwritingkultur

– „Konzert für Trompete und Kontrabaß“ (G. Breinschmid) – ein Versuch, mit der genossenen klassischen Musikerziehung fertigzuwerden

–  „Tirana“ (G. Breinschmid/Th. Gansch) – eine Insel der Ruhe und des Tiefgangs

– „Flying“ (G. Breinschmid) – Jazz with a capital J

– „Edeltraud“ (G. Breinschmid/Th. Gansch) – ein weiterer Protestsong, diesmal gegen phantasielose Frauennamen

– „Ouvertüre zu ‚Die diebische Elster‘ „(G. Rossini // Arr. G. Breinschmid & Th. Gansch) – wieder viel aus unserer „klassischen“ Vergangenheit, durchsetzt mit Zitaten, ungeraden Rhythmen u.v.m.

– „Pharmatanz“ (G. Breinschmid/Th. Gansch) – Protestsong Nr. 3, er wendet sich gegen die Nachwirkungen von Alkoholkonsum

– „Andi“ (G. Breinschmid/Th. Gansch) – zwei viel zu früh verstorbenen Freunden von uns gewidmet, die beide Andi hiessen

– „Störsender“ (G. Breinschmid) – irgendwie volksmusikalisch, aber eher unbeschreibbar.. hören Sie selbst..

web | www.georgbreinschmid.com

Rubrik:: Musiktipps

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