20.05.2015 0 Kommentare

Das momag im Song Contest-Fieber: Der belgische Kandidat Loic Nottet im Gespräch.

Wien | Der Botschafter des Königreichs Belgien, Willem Van de Voorde, und seine Frau luden am 14. Mai zu einem Meet and Greet-Empfang mit Loic Nottet, dem belgischen Kandidaten zum 60. Eurovision Song Contest, in ihre Residenz in Wien. Das momag nützte diese Chance, um mit Loic ein kurzes Gespräch zu führen und ihm für den Song Contest viel Glück zu wünschen.

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Foto: Wolfgang M. Bauer

Wie kam es zu deiner Song Contest-Teilnahme?

Der nationale TV-Sender RTBF kontaktierte mich und fragte, ob ich daran interessiert sei, beim Eurovision Song Contest mitzumachen. Zuerst wusste ich nicht ob ich zusagen sollte, denn ich hatte gerade erst bei „The Voice“ teilgenommen. Außerdem hatte ich noch keine fertigen Songs. Es gab keine Pressefotos von mir. Es gab da noch sehr viel Arbeit zu machen. Fotos, Songs, Show und so weiter und wir mussten alles in einer sehr kurzen Zeit – sieben Monate – auf die Reihe bringen. Zuerst war ich nicht sicher, ob ich das Risiko eingehen will. Schließlich stimmte ich zu, wenn ich mit meinem eigenen Konzept, meinem Song und meiner Performance mitmachen kann. Ich dachte viel über diese Entscheidung nach und kam zu dem Schluss, dass man als Künstler einfach Risiken eingehen muss um weiterzukommen. Wer das nicht tut, der entwickelt sich nicht weiter. Und jetzt bin ich bereit für den Eurovision Song Contest.

„Rhythm Inside“ ist dein Song. Wie lange hast du daran gearbeitet?

Den Song habe ich in nur einer Nacht geschrieben (lacht). Ich war alleine, in meinem Zimmer. Es war gegen Mitternacht und ich klimperte auf meinem Piano herum und da spielte ich diese Melodie. Ich dachte „Jetzt hab ich was.“ Als ich den Song fertig hatte rief ich sofort Beverly Jo Scott an, schickte ihr mein Demo. Sie rief mich schon bald zurück und meinte: „Ja, das ist es! Daran werden wir arbeiten.“ Sie fragte mich worum es in dem Song gehen soll. Ich erklärte ihr dass es um das „Anders-sein“ gehen soll. Es ist gut und wichtig sich selbst zu Verwirklichen. Und so hat Beverly schließlich den Text geschrieben. Dann traf ich mich mit Luuk Cox, meinem Produzenten. Er arbeitete auch schon mit Stromae. Ihm gefiel der Song sofort, was mich natürlich sehr freute. Auch die Choreografie zum Song hatten wir in einem Tag ausgearbeitet. Nur für die Visuals haben wir rund eine Woche gebraucht. Insgesamt aber waren wir schnell, da wir alle genau wussten, was wir machen wollten. Wenn jeder weiß was er zu machen hat und wie alles sein soll, kann man flott arbeiten.

Es werden Millionen Menschen zusehen. Macht dich dieser Gedanke nervös?

Nein, ich bin überhaupt nicht nervös. Ich bin sehr aufgeregt. Es ist eine wirklich große Ehre vor so vielen Menschen singen zu dürfen. Es ist fantastisch und es macht mich wirklich stolz.

Wie war deine Zeit in Wien bisher?

Ich kam am 10. Mai in Wien an und dann gab es gleich die ersten Proben und eine Menge Interviews. Ich habe Schloss Schönbrunn besucht und das war wunderschön. Und ich habe schon viel geshoppt hier.

Wie viele Proben hattest du und wie viele wird es noch geben?

Wir haben gleich nach der Ankunft begonnen im Hotel zu proben. Ich bin ein Perfektionist und es ist mir wichtig so oft wie möglich alles durchzuarbeiten. Wir hatten im Studio Proben und natürlich auch auf der Bühne. Vor dem Finale gibt es dann noch einmal eine Probe und dann wird es ernst.

interview | petra ortner

web | Loic Nottet auf facebook

Rubrik:: Kultur

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