01.05.2018 0 Kommentare

Demenz – Das Leben mit der fehlenden Erinnerung

Die Anzahl an Demenzerkrankten nimmt stetig zu. Derzeit leiden in etwa 130.000 Personen in Österreich an der unheilbaren Krankheit. Eine Zahl die sich in den nächsten 30 Jahren verdoppeln wird.

Foto: Hilfswerk Niederösterreich

Das Hilfswerk Niederösterreich betreut monatlich rund 9.000 Kundinnen im Bereich der mobilen Pflege. Rund ein Drittel davon leidet an einer der verschiedenen Formen von Demenz. Der Bereich Hilfe und Pflege daheim setzt deshalb einen seiner Schwerpunkte auf die effektive Unterstützung von Betroffenen und deren Angehörigen um deren Lebensqualität zu stärken. Aus diesem Grund festigen und aktualisieren die Mitarbeiterinnen im Bereich der mobilen Pflege das praxisrelevante Fachwissen für den Schwerpunkt der Demenz in regelmäßigen Aus- und Weiterbildungen.

„Die stetige Zunahme an Patientinnen die an Demenz leiden, stellt uns vor völlig neue Herausforderungen im Gesundheitssektor. Unsere Fachexpertinnen leisten in ihrer täglichen Arbeit einen wertvollen Beitrag um Betroffenen und deren Familien das Leben zu erleichtern,“ so Michaela Hinterholzer, Präsidentin des Hilfswerks Niederösterreich in ihrer Begrüßungsrede bei der Fachtagung „Leben mit Demenz“.

Wenn das Gedächtnis nachlässt und das Verrichten vertrauter Dinge immer schwieriger wird, muss eine optimale Betreuung sichergestellt werden. Einfache Beschäftigungen und Spiele wie Puzzlebauen, zeichnen, oder Knöpfe schließen, helfen den Kundinnen alltägliche Abläufe nicht zu verlernen.

„Es ist wichtig, Familien, mit an Demenz erkrankten Personen, professionell zu begleiten. Fähigkeiten der Betroffenen sollen trainiert und möglichst lange erhalten bleiben. Im Beratungsgespräch unterstützen wir beim Adaptieren des Wohnumfeldes. Oft sind einfache Dinge, wie das Kennzeichnen von Laden oder das Anbringen eines Nachtlichtes, die den Alltag erleichtern. Verhaltensauffälligkeiten, welche bei der Demenzerkrankung auftreten können, verstehen und richtig darauf zu reagieren, kann Stress reduzieren und dadurch eine frühzeitige Heimeinweisung vermieden werden“, erklärt Heide-Maria Ley, leitende Pflegefachkraft und Demenzbeauftragte des Hilfswerks Niederösterreich.

Das Hilfswerk Niederösterreich organisiert auch regelmäßige Gedächtnisberatungen in den Gemeinden, wo Betroffenen und deren Familien Austausch finden. Die genauen Termine finden sind auf der Website zu finden.

Das Hilfswerk Niederösterreich verbindet in seinem Angebot Generationen, tritt als mutiger Weichensteller auf und begleitet professionell getreu dem Motto „Gemeinsam finden wir die richtige Lösung für Sie und Ihre Familie“. Alle Details zu den Angeboten – sei es der Bereich Hilfe und Pflege daheim oder das Leistungsangebot der Familien- und Beratungszentren – finden Sie auf unserer Website.

web | www.hilfswerk.at/niederoesterreich

Rubrik:: Panorama

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