01.09.2014 0 Kommentare

„Der Schulweg ist eine gute Gelegenheit, motorische Fähigkeiten zu trainieren.”

Umweltfreundlich unterwegs in die Schule

Foto: privat

| Viele Eltern wollen auf Nummer sicher gehen und bringen ihre Kinder deshalb mit dem Auto zur Schule. Dabei lohnt es sich, das Auto stehen zu lassen und den zukünftigen Weg gemeinsam zu üben.

Zufußgehen und Radfahren sind wichtig für die Entwicklung von Kindern und zudem eine klimafreundliche Art der Fortbewegung. „Der Schulweg ist eine gute Gelegenheit, die motorischen Fähigkeiten von Kindern zu trainieren. Wer den täglichen Weg gemeinsam mit den Kindern übt und gehen, laufen, balancieren und hüpfen spielerisch integriert, sorgt auch für jede Menge Spaß beim Nachwuchs“, weiß Christa Ruspeckhofer, Leiterin des Bereichs „Umwelt & Leben“ bei der Energie- und Umweltagentur NÖ. Zudem bleiben Gesundheit und Umwelt nicht auf der Strecke: Regelmäßige Bewegung stärkt die Abwehrkräfte, beugt Haltungsschäden und Übergewicht vor und hat eine positive Auswirkung auf die Persönlichkeitsentwicklung und Lernfähigkeit der Kinder. Je öfter Kinder kurze Strecken zu Fuß gehen oder in die Pedale treten, desto öfter bleibt außerdem im Erwachsenenalter das Auto stehen.

Ein sicherer Schulweg will gelernt sein

Aufgrund ihrer geringeren Körpergröße haben Kinder einerseits einen eingeschränkten Blickwinkel. Andererseits können sie deshalb auch von anderen VerkehrsteilnehmerInnen leicht übersehen werden. „Deswegen ist es wichtig, mit den Kindern alle Wege zu Fuß zu gehen und schwierige Passagen gemeinsam zu üben. Verwenden Sie kurze Merksätze wie ‚Rot heißt Halt‘ bei Sicherheitsregeln, denn Kinder verstehen das viel besser als ausführliche Erklärungen. Und seien Sie steht’s ein Vorbild und halten Sie alle Verkehrsregeln ein.“

Kindergartenprojekt „gehen geht“

Um bereits Kindergartenkinder auf den Schulweg zu Fuß vorbereiten und sensibilisieren, hat die Energie- und Umweltagentur NÖ das Projekt „gehen geht” ins Leben gerufen. Im Rahmen des Projekts werden Bewegungsworkshops, Verkehrserziehung und kindgerechte Informationen rund um die Themen Mobilität und Klimaschutz angeboten. Potenzielle Gefahren werden bei Elternabenden von Angehörigen, Kindergartenpädagoginnen und Kindergartenpädagogen sowie GemeindevertreterInnen besprochen und gemeinsam an Lösungen gearbeitet. „Das Projekt erreicht deshalb nicht nur, dass Kinder für das zu Fuß gehen motiviert werden, sondern es trägt auch zu mehr Sicherheit innerhalb der Gemeinde bei“, so Ruspeckhofer abschließend.

Info | www.umweltbildung.enu.at

Rubrik:: Panorama

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