28.07.2015 0 Kommentare

Was viele nicht wissen: Die allseits ungeliebten Wespen sind ziemlich nützlich.

Wespen haben zu Unrecht einen schlechten Ruf. Sie gehören zu den Nützlingen unter den Insekten und stechen nur dann, wenn sie sich bedroht fühlen. Richtiges Verhalten schützt vor schmerzhaften Begegnungen.

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Foto: R. Gottwald-Hofer, eNu

„Wespen sind nützliche und friedliche Tiere. Sie fressen andere Insekten oder füttern damit ihre Larven und werden selbst gefressen. Für die Pflanzenbestäubung sind sie auch wichtig. Wildes Um-sich-schlagen führt leider nur dazu, dass die Tiere nervös werden und sich im Extremfall mit dem Stachel verteidigen“, erklärt Christa Ruspeckhofer, Mitglied der Geschäftsleitung der Energie- und Umweltagentur NÖ. Um schmerzhafte Begegnungen mit Wespen zu vermeiden, reicht es aus, ein paar einfache Tipps zu beachten.

Abstand halten

Wichtig ist, die Grenzen der Tiere zu respektieren und Abstand zu halten. Als Faustregel gilt: nicht näher als fünf Meter an ein Wespennest herangehen. Wespen werden aggressiv, wenn sie glauben, dass ihre Brut in Gefahr ist und beginnen sie zu verteidigen. Auch Kinder sollten auf die mögliche Gefahr hingewiesen werden. Bei Kleinkindern hilft eine Absperrung in der Nähe des Nestes.

Ein freihängendes und gut sichtbares Nest gehört einer der vielen friedlichen Wespenarten und kann getrost hängen bleiben. Die zwei in Österreich vorkommenden Arten, die den Menschen am ehesten lästig werden, sind die Deutsche und die Gemeine Wespe. Sie bauen ihre Nester an höhlenartigen Plätzen wie Mauslöchern und an versteckten Plätzen wie Rollladenkästen und Dachbodenverkleidungen. Hier ist Vorsicht geboten. Solche Nester sollten keinesfalls selbst entfernt werden. Besser ist, sich Rat und Unterstützung von einem Profi zu holen. In Ausnahmefällen rückt die Feuerwehr an, um ein Nest zu entfernen – etwa wenn es sich in Einrichtungen wie Kindergärten, auf Kinderspielplätzen oder in Altenheimen befindet, wo nicht mit der vorrausschauenden Einsicht der BewohnerInnen oder BenutzerInnen gerechnet werden kann.

Speisen und Getränke im Freien abdecken

Damit Wespen nicht zu ungebetenen Gästen am Tisch werden, sollten Speisen im Freien nicht offen stehengelassen und Speisereste sofort vom Tisch abgeräumt werden. Das gilt auch für Futterreste von Haustieren. Kleinkindern nach dem Essen Mund und Hände abwischen. Getränke im Freien abdecken und nicht direkt aus der Flasche trinken, sondern mit einem Strohhalm. Abfalleimer gut verschlossen halten.

Bewährt hat sich auch die sogenannte Ablenkfütterung, die zu den vorbeugenden Maßnahmen gehört. Schon vor Beginn der „Wespenhochsaison“ Ende August wird im Garten eine kleine Futterstation eingerichtet. Empfehlenswert ist ein schattiger Platz im Abstand von bis zu 10 Metern zum Gartentisch oder der Terrasse. Die Tiere lernen, sich dort ausreichend Futter zu holen. Am besten funktioniert überreifes Obst. Zuckerwasser oder Marmelade sind auch möglich, der darin enthaltene raffinierte Zucker macht Wespen allerdings nervös.

Was Wespen sonst noch fern hält

Wespen haben eine Vorliebe für bunt gemusterte Kleidung, süßlich riechende Parfums und Haarsprays. Vertreiben kann man sie dafür mit Zitronenduft, Gewürznelken, Teebaumöl aus Duftlampen und Räucherstäbchen. Sollte eine Wespe auf der Haut sitzen, dann nicht nach ihr schlagen oder sie anblasen, sondern das Tier einfach abstreifen oder abschütteln.

info | wir-leben-nachhaltig.at

Rubrik:: Panorama

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