03.03.2014 0 Kommentare

Eigenbindungsquote von 89 Prozent: Amstettner kaufen gerne in ihrer Stadt ein.

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Amstetten | Die aktuelle Untersuchung der Kaufkraftstromanalyse der Wirtschaftskammer Niederösterreich und des Beratungsinstituts CIMA stellt der Stadt Amstetten ein gutes Zeugnis aus.

Mit einer Eigenbindungsquote von 89 Prozent erreicht Amstetten den landesweit viertbesten Wert. Von knapp 122 Millionen Euro, die hier als gesamtes Kaufkraft-Volumen zur Verfügung stehen, werden mehr als 108 Millionen vor Ort gebunden. Rudolf Decker vom City Club Amstetten führt das auf das Engagement der Kaufleute und einzelner regionaler Händler sowie auf die Gastronomie zurück, die in der Innenstadt ihre Schlagzahl erhöht haben. Auch Leistungen des Stadtmarketings, wie etwa die schon seit mehr als 15 Jahren betriebenen Einkaufsnächte, würden zu dieser positiven Entwicklung beitragen.

90 Prozent des Geldes bleiben in der Stadt

Nicht nur ihre Lebensmittel kaufen die Amstettner in der eigenen Stadt, sondern auch Drogerieprodukte, Blumen, Wohnaccessoires oder Schmuckwaren, wie noch vieles andere mehr. In all diesen Segmenten bleiben mehr als 90 Prozent des ausgegeben Geldes in der Stadt. Ausreisser ist nur die Bekleidung, die hier lediglich 77 Prozent der Kaufkraft bindet. Elf Prozent der Amstettner fahren da lieber nach Linz. In der Kategorie Schreibwaren und Bücher sind es gar nur 60 Prozent, denn hier bevorzugen 35 Prozent den Einkauf per Internet.

Von den 301 Betrieben, die Amstetten hat, liegen 135 in der Innenstadt. Dabei entfällt auf Wohnungseinrichtung und Heimtextilien mit über 31.000 qm Verkaufsfläche der größte Anteil. Viel Fläche brauchen auch der Lebensmittelhandel und der Heimwerkerbedarf mit jeweils rund 16.000 qm Verkaufsfläche. Auffallend ist, dass im Vergleich der Jahre der Filialisierungsgrad gestiegen ist. Demnach geht in der Innenstadt die Zahl der Geschäfte zurück, wo noch der Eigentümer tätig ist. 2006 machte der Filialisierungsgrad in der Amstettner Innenstadt noch 47 Prozent aus, heute liegt er bei 60 Prozent.

Stadt ab sofort selbst federführend

Sowohl der Stadt, als auch ihrem Erscheinungbild bescheinigt die Studie Potenzial. Es heißt: „Sehr schöne historische Gebäudestrukturen sowie unschöne Neubauten prägen das Erscheinungsbild zusätzlich. Verbesserungsbedarf besteht zum Teil bei der Fassadengestaltung. Der Branchenmix wird aufgrund von Lücken im Geschäftsbesatz (einige unschöne Leerstände), fehlender Magnetbetriebe und einiger Discounter nur als „mittig² eingestuft.²

Im Jahr 2014 wird sich in der Amstettner Innenstadt einiges ändern, meint Decker. Nachdem nunmehr die Stadt das Stadtmarketing selbst übernommen habe, werde etwa die Tourismusabgabe direkt an die Gemeinde fließen. „Wenn die Stadt ab sofort federführend verantwortlich ist, erwarte ich mir mehr Potenzial, weil mehr Mittel da sind, die auch effizienter eingesetzt werden können², so der City Club-Obmann. (jm)

Info | http://wko.at/noe/handel
http://www.cityclub-amstetten.at

Rubrik:: Mostviertel

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