13.10.2014 0 Kommentare

Ein Film über Obsessionen: Verein Kunstbank Ferrum zeigt „Im Keller“.

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Der neue Film von Ulrich Seidl dreht sich um Abgründe, die sich in österreichischen Kellern hervortun. Foto: Stadtkino

Waidhofen | Der Verein Kunstbank Ferrum zeigt am Mittwoch, 15. Oktober, und am Donnerstag 16. Oktober, „Im Keller“ von Ulrich Seidl in der Filmbühne Waidhofen.

Mit den für ihn typischen Tableaus ist „Im Keller“ ein Filmessay, tragisch und komisch: eine Nachtmeerfahrt durch das Souterrain österreichischer Seelen. Der Film handelt von Menschen und Kellern und was Menschen in ihren Kellern in der Freizeit tun. Der Film handelt von Obsessionen. Der Film handelt von Blasmusik und Opernarien, von teuren Möbeln und billigen Herrenwitzen. Von Sexualität und Schussbereitschaft, Fitness und Faschismus, Peitschenschlägen und Puppen. „Im Keller“ will die Beziehung der Österreicher zu ihren Kellern skizzieren, will versuchen, Antworten zu finden auf die Fragen, was das Eigentümliche an österreichischen Kellern ist bzw. ob es das Eigentümliche überhaupt gibt. Dieser filmische Streifzug durch den Alltag österreichischer Keller könnte Antworten finden und auch neue Fragen aufwerfen und damit ein wenig Licht in die unterirdische Verborgenheit bringen.

Regisseur Ulrich Seidl sagt über „Im Keller“: „Der Keller ist in Österreich ein Ort der Freizeit und der Privatsphäre. Viele Österreicher verbringen mehr Zeit im Keller ihres Einfamilienhauses als im Wohnzimmer, das oftmals nur zu Repräsentationszecken dient. Im Keller gehen sie ihren eigentlichen Bedürfnissen nach, ihren Hobbys, Leidenschaften und Obsessionen. In unser aller Unterbewusstsein ist der Keller aber auch ein Ort der Dunkelheit, ein Ort der Angst, ein Ort der menschlichen Abgründe.“

termine | Mittwoch, 15. Oktober, 20.30 Uhr
Donnerstag, 16. Oktober, 18.15 Uhr
Filmbühne Waidhofen

info | filmzuckerl.filmbuehne.at

Rubrik:: Kultur

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