13.11.2014 0 Kommentare

Eine Ausstellung schreibt Geschichte: „Jubel & Elend“ auf der Schallaburg zieht Bilanz.

21_Raum 14_Welt im Krieg

Ein Alleinstellungsmerkmal im internationalen Vergleich war der Schwerpunkt auf Einzelschicksale. Foto: Klaus Pichler, www.kpic.at

Schallaburg | Die bisher umfangreichste Ausstellung zum Ersten Weltkrieg schloss am Sonntag auf der Schallaburg endgültig ihre Pforten. Fast 169.000 Besucher wurden bei der Ausstellung mit dem Titel „Jubel & Elend“ gezählt. Die Schau „knackte“ die Marke von fünf Millionen Besuchern seit 1974 auf dem Ausstellungszentrum. 

Die Dimension dieser Austellung mag manchen nicht bewusst gewesen sein. Doch auf der Schallaburg fand seit dem Frühjahr eine der umfangreichsten Ausstellungen zum Ersten Weltkrieg überhaupt  statt. Insgesamt 168.836 Menschen wurden an 230 Ausstellungstagen während 1.915 Stunden von der Schau mit dem Titel „Jubel & Elend. Leben mit dem Großen Krieg 1914-1918“ dank der einmaligen Dramaturgie bewegt und berührt. Damit knackt das internationale Ausstellungszentrum im 40. Jahr seines Bestehens auch die magische Grenze von fünf Millionen Besucher seit 1974. „4.442 gebuchte Führungen, 193 Workshops im Konfliktlabor, 3.500 verkaufte Ausstellungskataloge sowie 42.000 ausgegebene Sammelbände oder 9.000 ‚kleine starke Bücher‘ als Anleitung zur Konfliktlösung beweisen, dass es uns gelungen ist, die Aktualität dieses historischen Themas zu zeigen“, ergänzt Kurt Farasin, Geschäftsführer der Schallaburg. „Rund 7.000 Downloads unserer kostenlosen App über den free WLAN sowie ein Plus von 15 Prozent bei der Vermietung von Audioguides zeigen, dass unser Informationsangebot sehr gut angenommen wurde“, so der Leiter des Ausstellungszentrums.

Alleinstellungsmerkmal: Einzelschicksale in Beziehung zur Globalgeschichte

„Die Herausforderung war, aus den vielen möglichen Themen zum Ersten Weltkrieg jene auszuwählen, die uns heute noch betreffen und diese mit aussagekräftigen Objekten dokumentieren zu können“, resümiert Christian Rapp, Koordinator des wissenschaftlichen Teams. „Dafür war die Sammelaktion ganz wichtig und das interdisziplinäre Team, das die aktuellsten Forschungsergebnisse eingebracht hat. Wir haben versucht, Einzelschicksale in Beziehung zur Globalgeschichte zu stellen. Das hat uns in der Vielzahl von Weltkriegs-Ausstellungen ein Alleinstellungsmerkmal gesichert, und in der internationalen Presse ein sehr positives Echo eingebracht“, freut sich der Kulturwissenschaftler.

Denn auch medial war die Ausstellung zum Großen Krieg auf der Schallaburg die bisher erfolgreichste: Exakt 580 Journalisten aus ganz Europa sorgten in über 3.000 Print-, Online-, Fernseh- und Radiobeiträgen für sehr positives internationales Echo. 116 Akkreditierungen alleine bei der Eröffnung und 21 Dreharbeiten von deutschen, slowenischen oder serbischen TV-Teams sind ebenfalls neuer Rekord. 160.952 Zugriffe verzeichnete die Website der Schallaburg von 1. Jänner 2014 bis heute unter anderem aus den USA, Brasilien, Russland, China, Japan oder Australien.

2015 kommen die Wikinger

Die Saison auf der Schallaburg ist mit dem Ende der Ausstellung allerdings noch nicht vorbei. Am 29. und 30. November wird die Schallaburg mit dem Großen Niederösterreichischen Spielefest sprichwörtlich bespielt und von 12. bis 14. Dezember sorgt der Christkindlmarkt auf der Schallaburg mit über 120 Ausstellern und Musik, Kunsthandwerk und Kulinarik aus der Region für weihnachtliche Stimmung im Mostviertel. Von 28. März bis 8. November 2015 blickt die Schallaburg dann mit der Ausstellung „Wikinger!“ hinter die Legenden des berühmten nordischen Volkes.

info | www.schallaburg.at

Rubrik:: Kultur

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