momag 307 | winter 2012/13
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leserbriefe
Zur Kolumne „Lichtspiele“ von Jochen
Weissensteiner |
November-momag, Basar-Teil, S. 10
Autolicht kann auch
Sicherheitsrisiko sein
I
mmer öfter liest man, dass wie-
der ein Mensch seinem Leben ein
Ende setzte. Man fragt sich, wie ver-
zweifelt dieser gewesen sein muss-
te, dass es für ihn keinen anderen
Ausweg mehr gab. Ist es die heu-
tige Zeit, die immer schnell­lebiger
wird, wo man noch mehr leisten
muss? Oder wo man vergisst, et-
was für sich zu tun und auch einmal
nein zu sagen? Abschalten – in sich
horchen, das Schöne zu sehen, Zeit
dafür haben zu dürfen. Um Körper,
Geist und Seele aufzutanken. Ha-
ben wir das verlernt?
Wie oft reagiert und äußert sich
ein anderer mit Entsetzen, wenn
man zum Beispiel an einem schö-
nen Wochentag eine Runde wal-
ken geht. Leben wir wie es den an-
deren gefällt oder horchen wir in
uns rein, das zu tun was uns gut tut
und Freude macht – egal was an-
dere denken?
Ich wünsche den Lesern, dass
sie viele schöne Augenblicke ha-
ben, wo sie das tun können, was
ihnen gefällt. Mit dem Sprichwort:
Mach ab und zu verrückte Sachen
auch wenn andere darüber la-
chen!“ Es gibt auf unserem Lebens-
weg viele Wege, viele Kreuzungen
und wir wissen nicht, wo uns unser
Weg hinführt. Oft stecken wir in ei-
ner Sackgasse fest. So müssen wir
einen anderen Weg wählen. Aber
egal, wie schön oder schwer unse-
re Wege sind, mögen diese immer
voller Liebe sein. Alles Liebe!
£
brigitte veronika zarl
A
ls momag-Leser habe ich Ihren Artikel mit
Interesse gelesen. Dieser ist sicher gut ge-
meint und fachlich korrekt. Ich fahre gerne
nachts oder in Tunnels. Keine Frage – Licht
ist ein besonderer Sicherheitsfaktor. Trotz-
dem wundert mich, dass Sie wichtige Dinge
in diesem Zusammenhang nicht mit einem
Wort erwähnen.
Die Praxis zeigt, die Gleichung mehr Licht
ist mehr Sicherheit lässt sich nicht beliebig
steigern, bzw. ist nur bedingt richtig. Wie oft
ergeben sich Situationen im Verkehrsgesche-
hen – bedingt durch Kuppen oder ähnliche
gefahrene Winkelpositionen –, wo irritierende
Blendungen, noch verstärkt durch Xenonlicht,
auftreten, oder bei nächtlicher, nasser Fahrbahn
dieses starke Licht, verteilt und reflektiert von
der Fahrbahn mitunter intensiver wirkt als der
eigentliche Scheinwerfer und entsprechend
blendet. Auch die von Ihnen angeführte Ver-
ringerung der Eigenblendung bei Xenonlicht-
Verwendung geht zwangsläufig auf Kosten des
Gegenverkehrs mit herkömmlicher Beleuchtung.
Eine nur einseitige Sicherheit.
£
alois lindenbauer, weyer, email
Auf sich horchen
I
ch bin sehr enttäuscht über den Beitrag „Kin-
derlos, na und?“, den der Leiter der Kulturre-
daktion Robert Voglhuber, aus Biberbach ver-
öffentlicht hat. Ich frage mich ernsthaft: Was
ist wirklich/eigentlich Kultur?
Kultur ist für mich ein Vorbild sein und nicht
unschuldige Kinder“ anklagen! Kultur ist für
mich gutes Benehmen allgemein – essen, grü-
ßen, bitten, danken. Wird heute leider immer
seltener. Kultur ist für mich Ehrfurcht vor und
Rücksicht auf Mitmenschen, Geschöpfe, Um-
welt. Kultur ist für mich, in diesen Dingen Vor-
bild sein!
Ich frage mich: Müssen die „lieben Kleinen“
wirklich überall „hingeführt“ werden (Kinder-
garten usw.), wenn vielleicht ein zumutbarer
Fußweg vorhanden ist? Gehen ist doch für Kin-
der und Eltern (und Großeltern – soweit nicht
zu beschwerlich) gut für Gesundheit, Kondi-
tion, Fitness. Ist doch ein billiger Ausgleich,
einem Fitnessstudio gegenüber gestellt. Muss
Papa allein“ ausgehen? Wo bleibt die Solida-
rität der Frau/Mutter gegenüber?
Bilanz: Gescheiterte Beziehungen und arme,
verstörte Kinder/Jugendliche. Anstatt zu be-
denken, dass all diese „lieben Kleinen“ – Kinder
wie Enkerl, doch heute, wie auch in Zukunft
unsere Pension – auch für so manche „unzu-
friedene Zeitgenossen“ zahlen – wird mit Ge-
jammer, Klagen und Schuldzuweisungen he-
rumgeworfen. Ist das Förderung der Wertschät-
zung?! Ich – wie sicher viele andere Menschen
auch – kann diese unbedachten Äußerungen
Zur Kolumne „Kinderlos, na und?“ von Robert
Voglhuber |
November-momag, S. 16
Wo bleibt die Solidarität
des Vaters mit der Mutter
E
inen solchen Schwachsinn habe ich auch
noch nicht gelesen. Dass Sie Menschen
angreifen, die Heimatliebe in ihrem Herzen
haben ist schon schlimm genug, aber noch
nicht einmal politische Kenntnisse zu besit-
zen und Menschen anzugreifen ist der Gipfel
der Frechheit.
Wir könnten froh sein, wenn wir nicht so viele
Österreich-Verräterparteien wie Rot/Schwarz/
Grün hätten, die uns mit dem ESM Vertrag völ-
lig den EU-Bilderbergern ausgeliefert haben.
Aber dieses Thema scheint zu kompliziert zu
sein, um es zu erwähnen. Sie scheinen ja die
Nimm dein Sackerl für dein Gackerl-Partei“
zu hofieren, die laufend gegen die österrei-
chische Bevölkerung arbeitet und sich für Dro-
gendealer, Kinderschänder und Asylbetrüger
einsetzt.
£
martin hofer, email
Zur Kolumne „Der Kampf ist eröffnet“ von Mario
Hirner |
November-momag, S. 40
Heimatliebe statt EU-Vertrag
nicht verstehen! Diese finde ich traurig und
beschämend für unsere ach „so fortschritt-
liche und zivilisierte“ Menschheit!
PS: Ich habe zwei Kinder, drei Enkel und eine
große Schar Nichten und Neffen. Das momag
ist übrigens eine gute Zeitschrift, die ich ger-
ne lese.
£
windriede mühlbacher, kirchberg/pielach