momag 307 | winter 2012/13
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| mostviertel magazin
panoptikum
Abschied nehmen
simon roth |
Purgstall
momag Panorama-Ressort
D
as soll kein weiterer Beitrag zumWelt-
untergang werden. Dennoch möch-
te ich den Anlass nutzen, um von einigen
Dingen Abschied zu nehmen – Dinge, die
mit 2012 getrost untergehen können. Es
geht mehr um Haltungen und Einstel-
lungen, denn um konkrete Dinge. Wenn
2013
das Jahr wird, in dem sich politische
Parteien nicht mehr aufgrund ihres Cou-
leurs in die Haare kriegen, sondern auf-
grund handfester Argumente – dann wäre
schon ein Riesenschritt getan. Es geht da-
bei um den – Achtung Wortschöpfung! –
Verhaftungszwang“, der dem Menschen
scheinbar allgemein „anhaftet“. Weil es
auch so bequem ist: ohne eigenverant-
wortliches Denken kann sofort Position
bezogen werden. Genau wie im Fuß-
ballstadion. Dabei hat es schon seinen
Grund, warum es für diese Art von Kräf-
temessen den Sportplatz gibt.
Das war auch die Kernaussage von
Roland Düringer in seiner Rede vorm
Parlament anlässlich der „Waldviertler
Demo“ – mehr Eigenverantwortung! Es
wird einem heute von allen Seiten ver-
sucht, weiß zu machen, dass es zum Glück
nicht mehr bedarf als einem watte-wei-
chen Lächeln und der nötigen finanzi-
ellen Absicherung. Längst haben sich
Realität in Werbung und Lebensumfeld
krass verschoben – ein gutes Beispiel da-
für ist wieder im Bankensektor zu finden.
Zumindest ich hatte noch nie das (zwei-
felhafte) Vergnügen, mit meiner Bank-
beraterin zum Fußballplatz zu fahren.
Abschied also von falschen Realitäten,
genauer von aufgezwängten, korsett-
haften Realitäten.
Ich wünsche 2013 allen den Mut, aus
jeder Situation etwas vollkommen Eigen-
ständiges, Unverwechselbares und Neues
zu beginnen (und zu beenden). Ichmöchte,
dass Menschen sich so verhalten wie sie
es für richtig halten und nicht wie es von
irgendjemandem vorgegeben wird oder
als „normal“ angesehen wird. Eigenverant-
wortlich eben. Ich bin davon überzeugt,
dass wir so weit sind. Darunter fällt auch
ein besonders lästig gewordenes Verhal-
ten im Straßenverkehr – schnelles Fahren
und Drängeln. Anscheinend gibt es wirk-
lich sehr viele – vorsichtig formuliert –
Vollidioten, die glauben durch ein paar
km/h schneller irgendetwas zu erreichen.
Jeden, der mir wiederholt dicht auffährt
möge ab nun die FMA bis ans Lebensende
verfolgen.
£
I
m direkten Haptik-Vergleich fällt auf, dass das
iPad zwar einen etwas kleineren Bildschirm hat,
mit ca. 650 g aber schwerer in der Hand liegt als
das Note (600 g). Am Gewicht des dritten iPads –
schwerer als das zweite – stießen sich schon eini-
ge. Argumentiert wird dieser Umstand mit dem
höher auflösenden Touchscreen, dem Retina-Dis-
play. Das ist wirklich gestochen scharf und macht
Spaß – nur im Vergleich mit dem Samsung-Gerät
weist es keine großen Unterschiede auf. In der
Verarbeitung lassen sich jedoch schon Kontraste
erkennen. Das Apple-Gerät in einheitlichem Alu-
minium-Körper wirkt stabiler und hochwertiger,
als das aus Plastik gefertigte Samsung Tablet.
Samsungs dritter Streich
Die noch ohne Windows 8 laufende dritte Tablet-
Generation von Samsung zeichnet sich vor allem
durch den mitgelieferten Eingabestift aus. Dank
Handschrifterkennung können geschriebene
Texte einfach und schnell digital verarbeitet wer-
den. Selbst mathematische Ausdrücke werden er-
staunlich fehlerfrei erkannt und dank Verknüp-
fung mit der wissenschaftliche Suchmaschine
Wolfram Alpha“ auch sofort gelöst.
Eine weitere Novität: Die „Multiscreen-Option“
teilt den Bildschirm auf, so lässt sich beispielswei-
se auf der linken Seite ein Textdokument und auf
der rechten Seite der Musik-Player öffnen. Dank
des starken Prozessors (Quadcore-CPU auf Cor-
tex-A9-Basis) wird flüssiges Multitasking Reali-
tät – so unterstützt das Tablet eine Bild-in-Bild-
Funktion. Während man Videos schaut, lässt sich
im Internet surfen.
Wie bei den meisten Tablets spiegelt das Dis-
play, beim Note 10.1 jedoch minimal. Auch ist es
absolut konkurrenzfähig zu dem vielgerühmten
Retina Display von Apple. An der Vorderseite be-
Tablet-Test.
Ein Tablet zu Weihnachten?
Zweifellos gibt es schlechtere
Geschenke. Nur welches soll
dann wirklich unterm Baum
liegen? Mittlerweile gibt es ja
eine ganze Reihe davon. Aus
praktischen Gründen haben
wir uns der aktuelleren Geräte
der zwei größten Player dieses
rasant wachsenden Marktes
habhaft gemacht und somit
heißt es: Feuer frei für den
ultimativen Test. In der Manege:
das Apple iPad 3 und das
Samsung Galaxy Note 10.1.
Spezifikationen
Zur Verfügung gestellt von:
Samsung Note 10.1
Apple iPad
£
Betriebssystem:
Android 4.0.4
iOS 5.1
£
Arbeitsspeicher:
2
GB
1.024
MB
£
Speicher:
16 / 32 / 64
GB
16 / 32 / 64
GB
£
Speicherkartenleser:
microSD
SD
(
via Adapter)
£
Display:
10,1
Zoll
9,7
Zoll
£
Auflösung:
1.280
x 800 (16:10)
2.048
x1.536 (4:3)
£
Akkulaufzeit
(
Surfen)
: 6
Stunden
8
Stunden
panorama
test
Battle
der
Betriebssysteme