momag 307 | winter 2012/13
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| mostviertel magazin
Zwei nachhaltige
Wahrzeichen
Rabenstein/Pielach.
Perle des Pielachtals“ wird
Rabenstein genannt. Zu Recht:
Tradition und Geschichte
sind in der 2.400 Einwohner-
Gemeinde ebenso manifestiert
wie modernes Denken und
Nachhaltigkeit. Mit der Burgruine
und dem kürzlich erweiterten
Gemeinde- und Kulturzentrum
erstrahlen sowohl das alte als
auch das neue „Wahrzeichen“
der Pielachtal-Gemeinde
mostviertel
regionalaugenschein
mostviertorial
Durcheinander-
gewürfelt
markus teufel |
Euratsfeld
Chefredakteur,
D
ie Würfel werden fallen“ stand in
großen Lettern am Cover unserer
letzten Ausgabe. Gemeint war damit in
erster Linie zwar das große Spielefest auf
der Schallaburg, das übrigens wieder ein
toller Erfolg wurde. Doch in Hinblick auf
Kalender, die nichts mit dem Advent zu
tun haben und Szenarien, die ganz ernst-
haft von einem Ende der Welt oder zu-
mindest einem großen Bewusstseins-
sprung sprechen, scheint der Schriftzug
eindeutig zweideutig gewesen zu sein.
Es ist also soweit: Der bis zum gedank-
lichen Brechreiz zitierte 21. Dezember
2012
nähert sich in großen und vor allem
unaufhaltsamen Schritten. Oder besser
gesagt, wir nähern sich ihm – denn er
stand ja schon seit tausenden von Jah-
ren fest. Vor einem halben Jahr war es
ja noch einfach, sich über längst unter-
gegangene südamerikanische Kultkul-
turen und deren kühne Prophezeiungen
lächerlich zu machen. Satirezeitschrif-
ten waren voll von Karikaturen und ver-
schiedensten Beiträgen, auch die Main-
stream-Medien setzten auf das „Massen-
thema Apokalypse.“ Doch jetzt, wo der
Tag der Tage“ so kurz bevorsteht, bleibt
da dem einen oder anderen nicht doch
das Lachen im Halse stecken?
Spürt man es nicht? Irgendetwas ist
doch da im Gange? Allein, wenn ich mich
in meinem Freundes- und Bekannten-
kreis umsehe, merke ich, dass wir gerade
eine Zeit erleben, in der alles möglich zu
werden scheint, was als unmöglich galt.
Lang dauernde und nach außen hin gut
geführte Beziehungen und Ehen gehen
in die Brüche, Jobs werden gekündigt
und neue Herausforderungen gesucht.
Es scheint, als würden wir alle etwas
durcheinandergewürfelt. Und dies sind
nur die kleinen Dinge, von einem mög-
lichen Euro-Kollaps oder der Eskalation
des Nahostkonflikts gar nicht zu spre-
chen. Inwieweit das alles mit diesem ei-
nen ominösen schönzahligen Datum zu
tun hat, ist natürlich fraglich und kann
nicht beantwortet werden. Verdutzend
ist es jedoch schon, was da gerade alles
passiert. ImMostviertel jedenfalls passiert
auch immer noch sehr viel – das vorlie-
gende Dezember-momag ist bunter und
hoffentlich lesenswerter Zeuge davon.
Egal, was am 21.12. auch passieren
möge, ich wünsche allen unseren Freun-
den, Partnern und vor allem unseren Lese-
rInnen ein stilles und besinnliches Weih-
nachtsfest und einen guten und glimpf-
lichen Rutsch – diesmal vielleicht schon
10
Tage früher als gewohnt und in etwas
viel Größeres, als nur ein neues Jahr.
£
von robert voglhuber & markus teufel
guk rabenstein |
02723 2250