momag 342 | JUNI 2016

impressum: seite 10 mostviertel panorama ab Seite 4 ab Seite 32 gepa pictures peter faschingleitner Zusammenhalt. Die Grestner Wirtschafts- gemeinschaft setzt sich für die Betriebe in der Gemeinde und deren Lehrlinge ein – ein neues Projekt: die Lehrlingscard Wieselburger Messe. Die INTER-AGRAR bietet wieder ein umfassendes Spektrum, mit rund 560 Ausstellern und dem traditionellen Volksfest Familienerlebnis. Die diesjährige OÖ Landes- ausstellung zeigt Einblicke in die 4.000-jährige Beziehung zwischen Mensch und Pferd Vollgas-Action. An vier Tagen pro Jahr stehen der Erzberg und die steirische Bergbaustadt Eisenerz weltweit im Mittelpunkt der härtesten Of froad-Sportler 5 Idealer Aussichtspunkt. Betrachtet man die Geschichte rund um den Kollmitzberg, so blickt man seit der Jungsteinzeit um 3.000 v.Chr. auf rund 140 Generationen zurück 8 Menschlichkeit verbindet. Eine thailändische Klein- bauerngenossenschaft unterstützt die Flüchtlinge in Österreich, auch im Mostviertel, mit sechs Tonnen Bio-Reis 10 Innovatives Projekt. Der Amstettner Benjamin Kromoser wurde für die Entwicklung einer neuen Betonkuppel-Baumethode ausgezeichnet 32 Vielseitiges Schreibtalent. Die Mostviertlerin Marie Bernard verfasste mit einem humorvollen Roman zum Thema Schönheitswahn ihr bereits siebentes Buch 40 Bank für Gemeinwohl. Im Gespräch mit dem momag verrät die Vorständin, wie Bank und Ethik zu einer Gemeinwohlökonomie verschmelzen können 42 Kassen-Kampf. Die 1879 erfundene Registrierkassa diente zum Diebstahlschutz und zur Personalüberwachung – und heute? messe wieselburg sonja raab 38 14 16 34 covergestaltung | helmut hirner foto | sandra zahnt editorial Flow-Erleben sandra zahnt | Redaktionsleitung sandra@momag.at W enn wir die Wörter „Sucht“ oder „Genuss“ lesen oder hören, denken wir zuerst an Essen, trinken und Drogen. Doch eigentlich gibt es davon eine breite Palette. Sport, Wellness und Urlaub, aber auch Se- xualität, lesen, digitale Medien, ein- kaufen, Sammelleidenschaften und vieles mehr kann uns dazu bringen, zu entspannen und zu genießen. Man schweift ab in eine „eigene“ Welt und kann zur Ruhe kommen. In der Psy- chologie nennt man dieses Erleben auch „Flow“ – was soviel bedeutet wie fließen, rinnen oder strömen; und das Gefühl des Glücks während eines mentalen Zustandes völliger Vertiefung und restlosen Aufgehens in einer bestimmten Tätigkeit bezeich- net. Und es scheint, als würde dieser Zustand ganz von selbst kommen. Das Gefühl des Entspannens und des Genusses kann aber – wenn man es übertreibt und sich zu sehr „hinein- fallen“ lässt – auch zu einer Art Sucht werden. Das kommt schleichend und meistens bemerkt man es erst, wenn es schon „zu spät“ ist. Oft erkennen das Angehörige oder Arbeitskollegen schon vorher, aber der Süchtige ist oft nicht der Meinung, dass das „zu viel“ oder „falsch“ ist, was er macht – egal, um welche Sucht es geht. Ab wann der Genuss zur Sucht wird, ist oft sehr schwer zu definie- ren. Süchtig ist man vor allem dann, wenn man andere eigene Bedürfnisse vernachlässigt, wie zum Beispiel zu duschen oder zu essen. Außerdem kümmert man sich dann auch oft nicht mehr um die Menschen, die einem wichtig sind – Lebensgefähr- ten, Freunde und Familie. Wenn jemand diese „Grenze“ über- schritten hat, sollte sich derjenige schnell Hilfe suchen. Viele Süchte, wie zum Beispiel Kauf- und Sexsucht, sind im österreichischen Gesundheitssy- stem leider noch nicht als Krankheit anerkannt, aber mittlerweile gibt es einige Institutionen, die sich auch auf diese Suchttypen spezialisiert haben. Wichtig ist auch, wie wir auf einen Süchtigen reagieren und ihn in der Gesellschaft aufnehmen – auf keinen Fall sollte dieser belächelt, sondern ernst genommen werden. Denn es ist eine Art Krankheit, die oft auch gefährlich werden kann. £

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