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würde sofort abstürzen.

Doch weit gefehlt. Die Ma-

schine flog ohne Pilot wei-

ter und steuerte Richtung

Tirol. Das österreichische

Bundesheer wurde sofort

verständigt, ein Starfighter

der Bundeswehr nahm die

Verfolgung des Flugzeugs

auf, musste allerdings vor

der damaligen Tschechoslo-

wakei wieder kehrtmachen.

Wie von Geisterhand ge-

lenkt, schwenkte das Flug-

zeug plötzlich um und flog

rechts nach oben, passierte

Augsburg, Regensburg, Pas-

sau und Linz.

Flugzeug begrub

sich selbst

„Ich habe gerade das Bett

überzogen“, erinnert sich

Juliana Radl an den Moment,

als sie plötzlich ein lautes

Geräusch hörte. Die 89-jäh-

rige Biberbacherin dachte,

ein Flugzeug habe das Dach

mitgenommen und ist sofort

nach draußen gelaufen. Den

Nachbarn ging es ähnlich –

sofort liefen alle hinunter

in die Richtung, von der der

Rauch kam. Mit dem jüngsten

Sohn unterm Arm erreichte

Juliana Radl die Wiese – und

sah nur mehr einen sechs

Meter tiefen Krater.

Das Flugzeug war noch bis

Biberbach weitergeflogen, ehe

es hier abstürzte. Sofort wur-

de die Polizei verständigt, die

Leute dachten alle, dass der

Pilot ebenfalls – mit dem Flie-

ger – in der Erde verschwun-

den sei. Das Flugzeug selbst

bekam nämlich keiner mehr

zu sehen, die Maschine hatte

sich durch den heftigen Auf-

prall quasi selbst begraben.

Auf der Wiese lagen grün-

graue Trümmer verstreut,

die die Kinder zum Spielen

mitnahmen. Die darauffol-

genden Tage und Wochen

gab es viel Aufsehen: Die

deutsche Bundeswehr kam

angereist, um den Absturz

zu klären. Einige Tage hielt

die Feuerwehr rund um die

Uhr Wache an der Unglücks-

stelle, viele Medien und das

Fernsehen waren zur Stelle,

um von den Ereignissen zu

berichten, denn es ist einma-

lig, dass ein Flugzeug füh-

rerlos eine so große Strecke

»Es ist einzigartig, dass ein

Flugzeug führerlos eine so

große Strecke zurücklegt.«



historicum

Ostern bei der Scheibbser Keramik

lebenshilfe nö

sportunion waidhofen

D

ie Lebenshilfe lädt in ihre

Werkstätte, um passend

vor Ostern einen Einblick in

den Arbeitsalltag zu geben.

Die Klienten präsentieren ihre

Arbeit und man kann zuse-

hen, wie Teller eingedreht,

Krüge gegossen, Schälchen

I

m Mittelpunkt beim Spar-

kassen Stadtlauf steht der

sportliche Aspekt für jede

Leistungsgruppe in acht ver-

schiedenen Bewerben: Bam-

bini- und Knirpsenlauf über

300 Meter, Kinderläufe über

490 und 980 Meter, Schüler-

retuschiert und traditionell

bemalt werden. Produkte aus

verschiedenen Lebenshilfe-

Einrichtungen werden ange-

boten. Für Bücherliebhaber

gibt es einen Bücherflohmarkt

und Kinder können selbst das

Töpfern ausprobieren.

£

lauf über 1.525 Meter und

abschließend der Hauptlauf

sowie auch zwei Staffelläufe

über 6.100 Meter. Entlang der

Strecke unterhalten Musik-

stationen die Fans, welche

die Aktiven zu Höchstlei-

stungen treiben.

£

termin |

10.–14.4., 9–15.30h, Fr 9–12h, Scheibbs, Erlafpromenade 30,

www.noe.lebenshilfe.at

AUFG’SCHN PPT

Waidhofner Stadtlauf

termin |

29.4., Waidhofen/Ybbs, 0664 9909706,

stadtlauf.wy@gmail.com, www.sportunion-waidhofen-la-tria.com

W

er ein Mehr an erotischer Nutz-

fläche hat, hat oft ein Problem

mit der Verpackung. Das Übel an der

Übergrößenkleidung ist, dass man es

den Gewändern schon von weitem

ansieht, dass es Übergrößen sind. Man

erkennt es an den auffällig kaschie-

renden Schnitten, an den Omamu-

stern und den langweiligen Farben.

Vor einigen Jahren hab‘ ich einen

riesigen Laden in Passau besucht. In

der unteren Etage die Normalgrößen

bis 40. Alles bunt, alles modern, tolle

Farben, super Schnitte. Ich fuhr mit

dem Lift in die obere Etage zu den

Übergrößen. Die Aufzugstür öffnete

sich und mir strahlte eine Großmut-

terkollektion in schwarz, grau, braun

und beige entgegen. Und das im Früh-

ling! Mir war zum Kotzen.

Oder der Moment, als ich im neun-

ten Monat meiner Schwangerschaft

eine Hose in Größe 48 suchte. Selbst

Schwangerschaftsklamotten reichen

nur bis Größe 40! Ich bin bis Linz ge-

fahren und hab‘ wirklich jeden Laden

abgeklappert und nichts gefunden.

Jeder Einkauf wird zum Frust- Erleb-

nis. Man schwitzt in den Kabinen, in

denen man sich in zu enge Klamotten

zwängen muss und Kompromisse bei

Farben und Schnitten machen muss,

weil man halt was BRAUCHT.

Seit einigen Jahren kaufe ich ent-

weder billig auf Flohmärkten und in

Tauschbörsen oder schweineteuer

bei Gudrun Sjödén oder Deerberg

ein. Eine Nähmaschine habe ich mir

gekauft, nur am Talent mangelt es. Zu

Geburtstagen hab‘ ich oft Gutscheine

für Sjödén geschenkt bekommen.

Dann leistet man sich halt pro Jahr

zwei Teile, die man voller Stolz trägt,

bis sie vom Körper fallen. Nun habe

ich eine Tauschbörse für Sjödén-Kla-

motten auf Facebook entdeckt und

seither kann ich mir bunte Klamotten

mit guten Schnitten, tollen Stoffen

und gehörigem Farbknall auch lei-

sten. Ich kann es nur empfehlen. Da

müssen sich die Vollblutweiber halt

zusammentun und sich gegenseitig

helfen, wenn kein Modedesigner auf

die Idee kommt. Ich habe kein Problem

mit meinen Kurven. Aber ich möch-

te wählen können, was ich anziehe.

Peace boid!

£

sonja raab |

Opponitz,

sonja@momag.at www.raabenweib.de

raabenweib

Kleidung ab

Größe 48

momag 350 | april 2017

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