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Krautschau!

Auf zur

outdoor & garten

Kräuter vor der Haustür.

Auf die Plätze, fertig, los geht‘s

zur Schatzsuche im Grünen! Alles sprießt, unzählige Knospen

springen auf. Bewusst hinzuschauen, was da alles Gutes direkt

vor unserer Nase wächst: Dazu motivieren uns drei Kräuterfeen.

W

er genau schaut, findet

Schätze ohne Ende. In

Bachnähe tauchen die ersten

Minzen und Kressen auf. Un-

ter Büschen und Sträuchern

ist der „Star“ der Frühlingsk-

räuter, der Bärlauch zu finden.

Auch die Wiesen werden jetzt

bunt: Gänseblümchen, Gun-

delrebe, Vogelmiere, junge

Löwenzahnblätter und Him-

melschlüsselchen sorgen für

Farbe! Nicht zu vergessen na-

türlich die Bäume: Die Knos-

pen der Obstbäume oder die

Wipferl der Nadelbäume sind

Kostbarkeiten, die sich auf

Verwendung freuen!

Angelika Raidl aus Ra-

benstein an der Pielach

verschreibt sich seit Jahren

fotos: michaela auer

»Wer genau schaut,

findet Schätze ohne Ende.«

web |

www.a-raidl.at www.wildwuchsnatur.at www.wildkraut.at

von michaela auer

ganz der Veredelung von

heimischen und teils auch

exotischen Obst-, Gemüse-

und Kräuterschätzen:

Angelika, „Superfood“

ist ja in aller Munde.

Welche Kraftpakete

erwarten uns jetzt im Wald

und auf den Wiesen?

Mit „Superfood“ verbinden

wir eher Früchte, das Früh-

jahr startet hingegen mit

zwar eher rustikalen, aber

extrem hochwertigen und

kraftvollen Wald- und Wie-

senkräutern. Ich liebe es, bei

einem Spaziergang oder beim

Streifzug durch den Garten

überall zu kosten und zu na-

schen – vorausgesetzt, ich

wild.wuchs.natur

wolfgang schnabl |

Vorsitzender Österr.

Alpenverein Landesverband NÖ

noe@landesverband.alpenverein.at www.alpenverein.at/noe

D

ass Wandern gut für Fitness und

körperliches Wohlbefinden ist,

wissen diejenigen, die sich regel-

mäßig bewegen, ohnehin. Aktuelle

Untersuchungen zeigen, dass be-

reits eine einzige Wanderung von

etwa drei Stunden positive Verände-

rungen der psychischen Gesundheit

mit sich bringt. Untersucht wurden

Personen, die diese Zeit in der Bibli-

othek, am Laufband oder bei einer

gemächlichen Bergwanderung ver-

brachten. Die Gelassenheit stieg,

während Angst und Energielosig-

keit deutlich abnahmen – nicht nur

gegenüber den Bibliotheksteilneh-

mern, sondern auch gegenüber den

Laufband-Trainierern!

Sport alleine reicht also nicht aus,

um rundherum gesund zu sein. Unser

Unterbewusstsein spricht ganz stark

auf eine naturbelassene Umgebung

an. Frische Luft, grüne Landschaft,

berauschendes Panorama und ur-

sprüngliche Wege versetzen uns in

ein Glücksgefühl. Dies ist nicht ver-

wunderlich, entwickelte sich doch

der Mensch evolutionsgeschichtlich

„draußen“ in der Natur. Als Landwirt-

schaft noch die Hauptbetätigung der

Menschen war, gab es keine Zivilisati-

onskrankheiten. Erst seit wir sesshaft

– vorm Computer – wurden, kommt

es zu Haltungsschäden und Burnout-

Tendenzen. Unter dem Schlagwort

„Sitzen ist das neue Rauchen“ wird

bereits massiv vor den Auswirkungen

unserer geänderten Lebensweise ge-

warnt. Diese Änderungen betreffen

in verstärktem Maße unsere Kinder.

Daher ist es besonders wichtig, den

Jüngsten bereits die Freude an der

Bewegung in der Natur mitzugeben.

So wird nicht nur die Gesundheit ge-

fördert, auch Wertschätzung und Na-

turschutz werden vermittelt.

Die nebelige Zeit des Herbsts, aber

auch die kurzen Tage des Winters sind

für die Psyche besonders belastend.

Wanderungen in der Natur sind her-

vorragend geeignet, um die eigene

Stimmung zu heben. Aber Achtung:

Neben der direkten Wirkung auf die

körperliche und psychische Gesund-

heit können durch die nachgewie-

senen positiven Auswirkungen auch

Langzeiteffekte auftreten. Daher: Wer

wandert ist glücklicher!

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zum thema

Wer wandert, ist

glücklicher

momag 350 | april 2017

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| mostviertel magazin