momag 352 | JUNI 2017

Lebens- nügend Wasser enthalten. „Mit nur zwei Prozent Was- sermangel haben wir bereits eine verzögerte Reaktion und verminderte Konzentrations- fähigkeit. Auch das Gewebe braucht Wasser. Es dient als Reinigungs-, Transport- und Kühlmittel und Wasser ist Informationsträger“, erklärt Hammer. Unser Blutsystem besteht zu 92 Prozent und unser Gehirn zu 90 Prozent aus Wasser. „Studien bele- gen, dass chronischer Was- sermangel verantwortlich ist für früheres Altern und für das Auftreten von chro- nischen Krankheiten“, so Hammer. Trinkwasser und Durst Wasser ist das Lebensmit- tel Nummer 1. Erwachsene sollten normalerweise rund drei Liter täglich trinken, abhängig von Körperkon- stitution und Größe. Leider österreichische Kanalisation sich über zirka 91.600 Kilo- meter – eine Distanz länger als zweimal um die Erde – erstreckt? Der menschliche Orga- nismus besteht zu 70 bis 90 Prozent aus Wasser. Es hat eine Reihe von Aufgaben in unserem Körper zu erfüllen. „Ohne Wasser wären keine biologischen Funktionen möglich“, erklärt Allgemein- mediziner Stefan Hammer. Alle Zellen des Körpers, ob Haut-, Drüsen-, Muskel- oder Gehirnzellen, sind nur dann funktionsfähig, wenn sie ge-  wasser colourbox.com »Studien belegen, dass permanenter Wassermangel verantwortlich ist für früheres Altern und für das Auftreten von chronischen Krankheiten.« W ussten Sie, dass schon der griechische Philo- soph Thales von Milet im 6. Jahrhundert vor Christus erkannte, dass die Existenz aller Dinge dem Wasser zu verdanken ist? Dass jeder Österreicher durchschnitt- lich etwa 135 Liter Wasser pro Tag verbraucht? Dass die Du wohnst außerhalb des Erscheinungsgebiets oder du hast Werbepost abbestellt?  Abonniere dein momag! für 29 Euro jährlich (10 Ausgaben) www.momag.at / abo oder abo@momag.at dein momag abo. robert simmer | Stadtwerke Amstetten stadtwerke@amstetten.at W asser hatte schon im Altertum einen hohen Stellenwert. Des- halb wurden „Brunnenvergifter“ schon immer drakonisch verfolgt und früher nicht selten mit dem Tode bestraft. In moderner Zeit übernehmen Ge- setze und Verordnungen den Schutz des Wassers und im Besonderen den des Trinkwassers. Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel und es ist daher im Wettbewerb der Interes- sen. Sei es die Landwirtschaft oder der zunehmende Siedlungsdruck, dem Schutz des Trinkwassers ist stets Vorrang zu geben! Das Mostviertel ist mit ausreichenden Mengen gesegnet. In den Kaltzeiten der großen Eiszeitphasen kam es zur Ansammlung großer Schotterflächen im Alpenvorland, die in den Warm- zeiten durch die großen Massen an Schmelzwasser terrassiert wurden. Im Bereich von Amstetten bis zur Ybbs- mündung in die Donau sind vor allem die Schotterablagerungen der Ybbs und der Enns als Grundwasserspei- cher von Bedeutung. Bis vor minde- stens 1,8 Millionen Jahren mündete die Ybbs beim Saurüssel – dem Berg zwischen Hollenstein und Weyer – in die Enns und der Unterlauf der Ybbs war ein unbedeutendes Fließgewäs- ser. Mittlerweile hat sich die Ybbs bis zu 30 Meter in die Schotterterrassen eingeschnitten. Das Grundwasser in diesen Schotter- körpern bewegt sich in den Brun- nengebieten von Amstetten mit ca. 10 Metern pro Tag in Richtung Nord- osten. Durch eine Verweildauer von mindestens 60 Tagen im Untergrund verschwinden auch bakterielle Verun- reinigungen, daher werden Schutz- gebiete nach der 60-Tage Zone di- mensioniert. Wenn das Regenwasser durch die Humusschicht sickert und durch den Schotterkörper fließt, wird es nicht nur gefiltert und gereinigt, es bildet sich dabei auch Kohlensäure. Diese Kohlensäure löst dann etwas Kalk aus den Sedimenten, weshalb Grundwasser auch kalkhaltiger ist als Quellwasser. Das Trinkwasser in Amstetten – wie auch im Großteil von Österreich – ist ein naturbelassenes Lebensmittel, welches nicht aufbereitet werden muss. Allerdings ist es auch nicht unbegrenzt haltbar und sollte daher frisch konsumiert werden. £ zum thema Naturbelassenes Lebensmittel momag 352 | juni 2017 18 | mostvier tel magazin

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