momag 352 | JUNI 2017

Ahnenforschung. Zwei gebürtige Amstettner betreiben akribische Detektivarbeit, reisen für ihre Klienten weit zurück in die Vergangenheit und geben damit Zukunft. Egal ob Familienstammbaum oder Gebäudeforschung, Suche nach Kriegsvermissten oder Übersetzung alter Schriften: Klaus Berger und Michael Gartler finden das Unbekannte. »Wir fahren nicht mehr von Pfarramt zu Pfarramt.« den Dokumenten, oder dass die Dokumente verbrannt sind. Beim sogenannten Ah- nenschwund haben Cousin und Cousine geheiratet und die Linie wird dadurch ver- kürzt“, ergänzt Berger. Stolz sind die beiden auf einen Eintrag in der „Gene- alogen-Liste“ des Staatsar- chivs, wo Berger ehrenamt- lich gearbeitet hat. Braucht jemand aus dem Ausland Informationen, zum Beispiel aus dem Kriegsarchiv, dann wird an die beiden Ahnen- forscher verwiesen. Drei Monate für einen Stammbaum Sie kennen sich schon seit Jugendzeiten, beide haben an der Universität in Wien Geschichte studiert und ver- schiedene Praktika in Archiven absolviert. „Man muss aber nicht Geschichte studiert haben, um Ahnenforschung betreiben zu können“, beto- nen sie. Auch das Lesen der Kurrentschrift haben sie sich selbst beigebracht. Auf die Idee, diese Spurensuche ge- schäftlich zu betreiben, kamen sie während des Studiums. Österreichweit gibt es nur eine handvoll gewerblicher Ahnenforscher, sozusagen eine Marktlücke. Natürlich kann auch jeder selbst for- schen, aber manchen wird es dann zu viel, wenn die Wur- zeln bis ins Ausland reichen, oder sie möchten jemandem einen Stammbaum zum Ge- schenk machen. Gartler und Berger fassen ihre Ergebnisse letztendlich in einem Buchbericht zu- sammen. Dieser kann über hundert Seiten umfassen und beinhaltet Daten, Sta- tistiken, Berufe, Todesarten, die weibliche und die männ- liche Ahnenlinie und ein Stammbaum-Plakat mit bis zu fünf Generationen. Der älteste gefundene Eintrag  Geschichte erforschen auf Basis verschiedenster Dokumente und Aufzeichnungen.  berger und gar tler alle fotos auf www.mostropolis.at  pinwand Pater Franz durfte bei Kaiserwetter die von den Mostviertler Lionsclubs gespendete Dreifaltigkeitsskulptur des Haager Künstlers Erwin Kastner segnen. Dabei wies Präsidentin Maria Schoder auch auf das Motto hin: „Leben ist ohne Nächstenliebe sinnlos“. Sonntagberg. Dreifaltigkeit Der Andrang war groß. Wind und Wetter konnten die zahlreichen Besucher nicht davon abhalten, die verschie- densten Elektrofahrzeuge und Elektroautos aller Marken ausgiebig zu testen. Melk. E-Mobilitätstag In der Bergbauernschule Hohenlehen herrschte eupho- rische Stimmung beim Frühschoppen, unter anderem mit Kutschenfahrten mit dem Norikergespann. Musikalisch sorgten der Musikverein Hollenstein, d‘Kühmelcha und die Schüler-Tanzlmusi „Most4tlerisch“ für Stimmung. Hollenstein. Radio NÖ-Frühschoppen mostropolis.at/didi burgi fischer hohenlehen.at momag 352 | juni 2017

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