momag 352 | JUNI 2017

Vergleich Die klagende Partei T ips Ze i tungs GmbH & Co KG (4010 Linz), vertreten durch Dr. Peter Zöchbauer, Rechtsanwalt (1040 Wien) und die beklagte Partei momag e .U. , Werner Fa l l y (3340 Waidhofen/Ybbs), vertreten durch Dr. Hubert Niedermayr, Rechtsanwalt (4400 Steyr), haben in der mündlichen Streitverhandlung vom 24. Mai 2017 nachstehenden Vergleich abgeschlossen: 1.) Die beklagte Partei verpflichtet sich, es im geschäftlichen Verkehr zu unterlassen, Dritte um Spenden für die beklagte Partei und/ oder um Schaltungen von Anzeigen (Werbung) bei der beklag- ten Partei zu ersuchen, wenn dabei um Unterstützung in einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit der klagenden Partei mit dem Hinweis gebeten wird, dass:  es um „Goliath gegen David“ bzw. „David gegen Goliath“ gehe und/oder  „Tips“ jeden Vergleich ablehne und/oder  „Tips“ die Verfahren unbedingt ausfechten wolle und/oder  „momag“ durch „Tips“ geschädigt würde und/oder  „momag“ aufgrund der Rechtsstreitigkeiten mit „Tips“ die Zeit für Kundenbetreuung fehle und/oder wenn sinngleiche Hinweise verbreitet werden und/ oder wenn dabei folgende und/oder sinngleiche zeichnerische Darstellungen verbreitet werden:   momag intern peter brandstetter | Petzenkirchen peter@momag.at D er Sommer ist die Zeit des Was- sers. Wenn’s richtig heiß ist, lech- zen wir nach Erfrischung im kühlen Nass, welches hierzulande noch aus- reichend vorhanden ist; jeder Ös- terreicher verbraucht pro Tag rund 135 Liter. Das ist richtig viel, wenn man bedenkt, dass die meisten von uns kaum zwei Liter täglich trinken. Wasser ist auch noch günstig: 1.000 Liter kosten rund 1,30 Euro – ein Li- ter also 0,13 Cent! Wir sprechen da von Trinkwasser, das aus der Leitung kommt. Ein Liter stilles Wasser im Su- permarkt kostet schon zwischen 25 und 70 Cent. Ein Preis, an den man sich künftig vielleicht gewöhnen wird. Zukünftig werden sich global viele Konflikte rund ums Wasser entwi- ckeln. Der klassische Rohstoff-Dauer- brenner Erdöl muss anderen Stoffen Platz machen. Wasser ist dabei, das Rennen zu machen. Mehr Menschen brauchen mehr Nahrungsmittel und mehr Wasser. Der Klimawandel treibt die Menschen in die Städte und nord- wärts. Womit auch bei uns Wasser zu einer langsam knapper und teurer werdenden Ressource wird. Öl ins Feuer gießt auch unser Lebensstil: die Nachfrage nach – vor allem billi- gem – Fleisch ist hoch. Ein Kilogramm Fleisch benötigt rund 16.000 Liter Wasser. Das ist die Menge, die drei Österreicher in einem ganzen Jahr verbrauchen. Künftig wird der Wett- streit ums Wasser nicht nur zwischen Ländern, sondern auch zwischen Ver- brauchergruppen wie Konsumenten, Industrie und Landwirtschaft ausge- tragen werden. Wie die Lösungen der Zukunft aussehen, kann man nur mut- maßen. Sicher ist, dass es innovative technische Lösungen braucht, um den Süden mit Wasser und gesunder Landwirtschaft zu versorgen. Der Er- halt und die Revitalisierung von Na- turlandschaften in diesen Regionen sind dabei wesentlich. Vielleicht sollten wir als Vorbilder vorangehen und sorgsam mit Lebens- mitteln und Wasser umgehen; beim Essen sollten wir der heimischen Wildwurst und dem Steak von der regionalen Weidekuh den Vorzug geben und auf mit brasilianischem Soja gemästete Billig-Koteletts ver- zichten. Die beste Wasserbilanz hat heimisches Fleisch aus Freilandhal- tung – da gibt ’s im Mostviertel ein recht g’schmackiges Angebot. £ mostviertorial Das Zeitalter des Wassers momag 352 | juni 2017 4 | mostvier tel magazin

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