momag 355 | OKTOBER 2017

impressum: seite 8 mostviertel panorama ab Seite 4 ab Seite 32 doris schleifer-höderl sonja raab Mostviertler Kultur. Anton Distelberger stellt seine umfangreiche Sammlung bäuerlicher Alltagsgegenstände in seinem eigenen Mostviertler Bauernmuseum aus Weidenflechten. Philipp Schörghuber verwandelt in aufwendiger Handarbeit das Naturmaterial in einen harmonischen Gegenstand Sicheres Surfen im Netz. Im Internet schlummern viele Gefahren, doch wer die Tricks der Betrüger kennt, kann ihnen nicht so einfach ins Netz gehen Angst in Europa. Nationalismus, Hass und Terror scheinen unser aller Alltag zu bestimmen – Eva Rossmann widmete genau diesem Thema ihr neues Buch 12 Wirtschaft 2050. Der Mostviertler Verein feiert heuer seinen fünften Geburtstag; was als Maturaprojekt begann, ist heute fixer Bestandteil des Waidhofner Herbstprogramms 16 Mostviertler „Superfood“. Das Erfrischungsgetränk „Helga“ mit der Chlorella Alge drin soll die Extraportion Vitamin B12 liefern und den Stof fwechsel ankurbeln 30 Schlaflos im Mostviertel. Nach unzähligen nicht geschlafenen Nächten muss endlich eine Strategie her, ein Plan, ein Schlafkonzept gewissermaßen – ein Essay 36 Eigenwasserversorgung. Gut ausgebaute Wasserleitungen versorgen fast jeden Haushalt mit hochwertigem Trinkwasser – allerdings ist dies nicht überall möglich und sinnvoll 40 Impfpropaganda. Die Sanitätsdirektion tourte mit einem Schulbus quer durchs Land, um Informationen rund ums Impfen und kostenlose Impfberatung zu bieten ar t und weide colourbox.com 32 8 4 42 covergestaltung | Helmut Hirner coverfoto | Sandra Zahnt editorial Hilft es nicht, schadet es nicht? sandra zahnt | Redaktionsleitung sandra@momag.at E gal ob Kopfschmerzen, Gelenks- entzündungen, Verstauchungen, Husten, Schnupfen oder andere ge- sundheitliche Probleme: Für jedes Wehwehchen gibt es ein passendes Arzneimittel. Sobald irgendetwas mit unserem Körper nicht stimmt, schlucken wir eine Tablette oder schmieren die entsprechende Stelle ein – nach dem Motto: „Hilft es nicht, schadet es nicht!“ Aber das stimmt nicht. Bei Voltaren-Tabletten wurde zum Beispiel festgestellt, dass nach Einnahme ein erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko besteht. Das Medikament wurde deswegen schon einmal vom Markt genommen, da- nach aber wieder für unbedenklich erklärt. Dahinter steckt wahrschein- lich die überaus mächtige Pharmain- dustrie, die davon profitiert und mit uns und unseren Wehwehchen viel Geld verdient. Schockiert war ich auch über den Wirkstoff Isotretinoin. Dieser wird ein- gesetzt, wenn man einen schweren Fall von Akne hat. Ich habe nur leichte Hautprobleme und habe von einem Arzt ein Medikament mit diesem In- haltsstoff verschrieben bekommen. Der Beipackzettel war riesig und ein großer Teil davon beschrieb, warum man in der Behandlungszeit AUF KEI- NEN FALL ein Kind bekommen sollte – denn durch die Einnahme drohen schwere Fehlbildungen bei einem Fö- tus. In solchen Fällen sollte man sich fragen: Kann das wirklich gesund sein? Ich wollte in diesem Zeitraum nicht schwanger werden, habe das Rezept aber trotzdem sofort weggeworfen. Ich bin doch nicht verrückt und mute meinem Körper solche Arzneimittel zu! Von einem anderen Facharzt wurde mir empfohlen, die Pille wieder ein- zunehmen, damit meine Haut wieder schöner werde. Es ist aber auch be- wiesen, dass man – wenn man dieses Verhütungsmittel zu lange einnimmt – Probleme bekommen könnte, über- haupt schwanger zu werden. Auch die Sinnhaftigkeit habe ich hier hinter- fragt. Wofür nehme ich die Pille ein? Um nicht schwanger zu werden oder um meine Hautprobleme in den Griff zu bekommen? Wir sollten viel mehr hinterfragen, nicht wegen jeder Kleinigkeit ein Medikament nehmen und mehr auf unseren Körper hören. Nicht immer ist ein Medikament auch sinnvoll! £

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