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musik-kastl

flächen

Wanda.

Eine der erfolgreichsten österreichischen

Bands der letzten Jahre präsentiert im Oktober

ihr neues Album „Niente“. Das momag traf

den Bassisten Reinhold „Ray“ Weber und den

Schlagzeuger Lukas Hasitschka zum Gespräch.

»Alles was ein Mensch hat, haben

wir auch. Wir sind alle Kübeln.«

klar, in welche Richtung

der Sound geht?

Lukas:

Nein, eigentlich gar

nicht. Der Sound zieht sich

nicht wie ein klarer Faden

durch das Album. „Niente“

sagt für mich auch genau

das aus. Es ist nichts vorge-

geben, es ist kein Konzep-

talbum. Jedes Lied steht für

sich, aber auch das ist nicht

klar vorgegeben.

Ray:

Durch manche Songs,

wo wir Streicher dazuge-

nommen haben, wurde der

Sound auf eine gewisse Wei-

se erweitert. Es ist noch ge-

nau der gleiche Sound, den

wir am Anfang hatten, aber

len Projektionsflächen er-

schaffen. Jeder kann sich

dann dazu alles einbilden

und glauben, was er halt ir-

gendwie spürt und fühlt bei

der Musik. Wir schreiben ja

Songs im Namen des gesam-

ten Lebens. Wir fühlen uns

rein in jedes einzelne Leben,

das es auf dieser Welt gibt.

Wir verspüren und fühlen

alle das Gleiche, irgendwie.

Wir fühlen alle Liebe, Gott

sei Dank. Hoff ich für jeden.

Alles was ein Mensch hat, ha-

ben wir auch. Wir sind alle

Kübeln (lacht).

War bei „Niente“ gleich

erschaffen



georg rieger

Ray und Lukas

hatten sichtlich Spaß

beim Interview.

mit ein paar neuen Aspekten

und Klangfarben.

Die Reaktionen auf die

erste Single „0043“

waren sehr gespalten.

Lukas:

Wir erinnern uns an

eine Zeit, wo wir für ein

„Bussi Baby“ ungefähr 600

Hater-Kommentare bekom-

men haben. Irgendwann liest

man das nicht mehr. Es ist ok,

wenn unsere Musik dem ei-

nen viel bedeutet und dem

anderen gar nichts. Das ist

das Schöne an dieser Welt,

dass nicht jeder den gleichen

Geschmack hat. Ich habe die

Kritiken zu „0043“ nicht ge-

lesen. Ich weiß schon, dass

es wahrscheinlich viele, die

auf Wanda stehen, irritiert.

Ray:

Wir leben in einer Zeit, wo

Social Media ein Bestandteil

unseres Lebens ist. Ich lese

W

ie der Vater so der Sohn. Sie

schaffen im Duo magische

Gitarrenmomente.

Hochvirtuos, bei-

de wie aus einem

Guss. Jazzgitar-

renkunst könnte

nicht besser rü-

berkommen wie

auf diesem Album.

John McLaughlin hat Vater Wa-

kenius einmal so geadelt: „Er spielt

Gitarre, als wenn er mit ihr gebo-

ren wurde.“ Joe Zawinuls „Bird-

land“ als Intro und Finale auf der

CD ist nicht zu toppen.

£

robert voglhuber

ulf & eric wakenius |

Father And Son | act

E

inem Hardrockfan muss man

ARP wahrscheinlich nicht erst

vorstellen, er hat sicher alle Vor-

gängeralben in sei-

ner Sammlung und

diese wahrschein-

lich auch schon. Die

gelungene CD mit

geschmeidigem

Balladen-Rock, der

ins Ohr geht, kann bedenkenlos

weiterempfohlen werden. Der

deutsche Ausnahme-Gitarrist hat

in seiner fünften Rock-Balladen-

Kompilation auch Rocklegende

Bonnie Tyler mit ins Boot geholt.

Unter anderen überzeugen Deep

Purple- und Neil Young-Klassiker

auf Anhieb.

£

robert voglhuber

axel rudi pell |

The Ballads V | spv

D

er gebürtige Tiroler Manu

Delago ist sicherlich ein au-

ßergewöhnliches musikalisches

Talent. Dem heute

in London leben-

den Hang- und

Percussion-Spie-

ler ist mit „Metro-

monk“ ein großer

Wurf gelungen. Zu

seiner Rhythmus-Akrobatik kom-

men ganz gezielt Trompete und

Piano zum Einsatz. Wenn wir in

diese CD hineinhören, landen wir

auf einem musikalischen Wasser-

bett und träumen unumwunden

vor uns hin. Schon der Opener „A

Step feat. Pete Josef“ ist ein fes-

selndes, magisches Hörerlebnis.

£

robert voglhuber

manu delago |

Metromonk | tru thoughts

momag 355 | oktober 2017

mostviertel magazin |

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