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musik

die Kommentare durch,

wenn ich auf Facebook ein

Posting mache. Es berührt

mich aber nicht persönlich,

wenn jemand einmal etwas

hated. Jeder soll seine Mei-

nung sagen, das passt schon.

Lukas:

Man muss selbst damit

zufrieden sein, alles andere

wird unwichtig.

Ray:

Es ist so schön, dass ein

so gescheiter Mensch da ne-

ben mir sitzt! (lacht)

Lukas:

Es ist auch schön, dass

so ein liebevoller Mensch ne-

ben mir sitzt.

Ray:

Der nicht so g’scheit ist,

ja. (lacht)

der Konzentration auf die

Sache, auf meine Aufgabe,

nämlich keine Emotionen –

außer Freude – zuzulassen,

weil das sonst das Gerüst ins

Wanken bringt. Als Schlag-

zeuger ist das sehr wichtig.

Außerdem ist es hinten in der

zweiten Reihe leichter. Wenn

ich vorne stehen würde, wär’

ich auch nervös.

Wie schaut’s eigentlich

mit Groupies aus?

Lukas:

Meistens sind da Kinder

mit ihren Eltern, die ein Foto

mit uns wollen. Das finde ich

total süß. Wir kamen da beim

Lollapalooza von der Bühne

runter, wo wir vor 40.000

Leuten spielten, komplett

zerstört und blutig und da

unten warten die und ma-

chen „Hallo! Dürfen wir ein

Foto machen?“ Das macht

Freude! Groupies fallen mir

nicht auf, weil ich weder die

Zeit noch die Energie habe,

auf etwas einzugehen, das

gar nichts mit der Musik zu

tun hat. Mich freut’s, wenn

da jemand ist, der sagt: „Ihr

bedeutet mir so viel, weil...“ –

egal warum. Aber wenn eine

herkommt und einfach nur mit

der Band in den Bus steigen

will, das gibt mir gar nichts.

Ray:

Also es gibt Groupies

auf dieser Welt (lacht). Es

gibt auch sicherlich Men-

schen, die uns als Musiker

oder Personen schätzen und

dadurch eine Verbindung zu

uns aufbauen. Natürlich ge-

ben wir nach den Konzerten

gerne Autogramme und sind

bei den Leuten.

Lukas:

Den Groupies geht es

ja um ganz was anderes als

den Fans. Die kommen aus

einer Zeit, wo es noch mög-

lich war, mit der Band mehr

oder weniger im Tourbus

mitzufahren und so.

Ray:

Voll, ja, stimmt! Dann

haben wir aber Groupies,

das sind dann doch keine

Freunde (lacht). Nein, Gott

sei Dank hab ich Freunde.

Also die Frage kann man so

beantworten: Es gibt Grou-

pies. Wir sind aber keine

Band, die solche Leute mit-

nimmt.

£



»Diese Schnittwunde an seinem

Finger ist die geilste, die ich

jemals gesehen hab’! Da ist er

in die Hi-Hat reingefallen!«

fotos: georg rieger

Der Comedystar und Kommuni-

kationsprofi kommt am 16.11.

mit seinem Programm

„Bodylanguage“ ins

VAZ St.Pölten.

Comedy samt

praktischer Übungen

mit dem Publikum.

Wir verlosen 3x2 Karten:

Ciro de Luca

Mitspielen unter

www.momag.at/gewinnen

Oder schreib unter Betreff:

Bodylanguage

per Fax: 0650 5510222 oder

per Post: momag, PF 9, 3340 Waidhofen/Ybbs

Bitte Anschrift und Telefonnummer angeben!

gregor ecker

Seid ihr vor Auftritten

noch nervös?

Ray:

Immer! Ich stehe seit

meinem elften Lebensjahr

auf Bühnen und es ist im-

mer die gleiche Nervosität,

die ich habe. Ich verstehe

es ehrlich gesagt nicht, weil

ich mir meiner selbst sicher

bin und ich mich auch im-

mer weiterentwickle und

besser werde in dem was

ich mache. Zumindest bil-

de ich es mir ein. Und es ist

echt egal, ob wir vor einem

Menschen oder vor 60.000

Leuten spielen. Eigentlich

ist es schlimmer vor einem.

Ich kann nicht sagen, warum

das so ist. Ich finde es aber

schön, weil es mich auf Tou-

ren bringt, mein Adrenalin-

pegel hochgeht.

Lukas:

Ich bin eigentlich gar

nicht nervös vor einem Kon-

zert. Das liegt vielleicht an

Interview im sonnigen

Gastgarten

momag 355 | oktober 2017

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| mostviertel magazin