momag 363 | SOMMER 2018

impressum: seite 6 mostviertel panorama ab Seite 4 ab Seite 36 colourbox.com colourbox.com sandra zahnt sonja raab Reitpädagogik. Tiere können Menschen positiv verändern, ihnen Lebensmut und Selbstvertrauen schenken Keramikmuseum. Viele wertvolle Stücke fanden in den letzten Jahren den Weg zurück von New York nach Scheibbs Obst- und Gemüsehandel. Vieles landet erst nach langer Reise auf unseren Tellern, wird unreif geerntet und enthält daher zu wenig Nährstoffe Hinter Gittern. Die Redakteurin Monika Krisper im Interview über ihr Buch, das den Alltag in Österreichs Strafvollzugsanstalten beleuchtet 8 Der Frühstücks-Club. Das Unternehmernetzwerk BNI ist im Mostviertel mit fünf Gruppen vertreten, die sich gemeinsam in Zeillern trafen 44 Upcycling. Ein junger Lunzer vertreibt gebrauchte Leitschienen für viele alternative neue Einsatzzwecke, anstatt sie zu verschrotten 36 40 4 12 covergestaltung | Helmut Hirner Fotos: colourbox.com editorial Was das Herz begehrt sandra zahnt | Redaktionsleitung sandra@momag.at G enuss und Wohlbefinden gehört für uns zum Leben dazu. Egal, ob wir uns mit gutem Essen und Trinken verwöhnen (lassen), in der Therme entspannen oder in den Urlaub fa- hren. Das alles sind Dinge, die uns gut tun, darauf möchten wir natür- lich nicht verzichten. Den Begriff „Genuss“ verbinden wir vor allem mit Essen und Trinken. Wie viele wissen, hatten es die Generationen vor uns oft nicht so gut wie wir. Früher gab es zum Beispiel nur einmal pro Wo- che oder nur zu besonderen Anläs- sen Fleisch oder spezielle Köstlich- keiten wie Schokolade. Oft wurden dann die eigenen Tiere geschlachtet und verwertet. Heutzutage sieht die Welt anders aus: Egal ob Fleisch, Obst, Gemüse, Milchprodukte und vieles mehr – in den Supermärkten gibt es alles in Hülle und Fülle, von billig bis teuer, von morgens bis abends, von Montag bis Samstag, teilweise auch schon sonntags. Die Regale sind im- mer voll und wenn nicht, findet sich sicher irgendein Kunde, der sich da- rüber beschwert. Der Konsument er- wartet das und die Marktwirtschaft sorgt dafür, dass der Kunde immer al- les bekommt, was das Herz begehrt. Habt ihr schon einmal darüber nach- gedacht, wie das funktionieren kann? Dass alle Lebensmittel-Regale immer voll sind? Und wir alle wissen, dass Nahrungsmittel nun mal ein Ablauf- datum haben und niemals werden alle Produkte auch verkauft. Sie lan- den dann – welch Wunder – im Müll. Viele Tiere werden so umsonst ge- züchtet und geschlachtet. Gemüse und Obst wird unreif geerntet und über lange Transportwege zu uns ge- bracht – und das alles nur, damit der Konsument rund um die Uhr immer alle bekommt, was er gerade haben möchte. Damit der Mensch zufrieden ist. Sind wir deswegen wirklich glück- licher? Weil wir Nahrungsmittel rund um Uhr kaufen können? Mit Sicher- heit nicht. Wir sind es nur gewohnt, dass es so ist – und haben wir Men- schen uns einmal an etwas gewöhnt, wollen wir, dass es auch so bleibt. Jeder sollte für sich sein Konsum- verhalten überdenken – denn solan- ge sich das nicht verändert, werden weiterhin Tiere umsonst geschlach- tet, Gemüse und Obst umsonst ge- erntet, während andere hungern.  www.momag.at / abo | abo@momag.at Du wohnst außerhalb des Erscheinungsgebiets oder du hast Werbepost abbestellt? dein momag abo.  Abonniere dein momag! für 29 Euro jährlich (10 Ausgaben) 2 | mostviertel magazin

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