momag 365 | OKTOBER 2018

Autodidaktin. Für die Waidhofner Künstlerin Eva Grimus sind Beziehungen zu Menschen, das Miteinander und bewusste Kommunikation essenziell, was auch in ihren Bildern und Skulpturen zum Ausdruck kommt E ntwicklungen, Einbrüche und die daraus folgenden Veränderungen im Leben von Menschen sind es, die Eva Grimus in ihr künstle- risches Schaffen einfließen lässt. „Mitleben mit anderen, teilhaben, mitfreuen, mit- fühlen, aber auch Konflikte austragen sind Punkte, die zunächst zugelassen wer- den müssen, um verarbeitet werden zu können“, meint die gebürtige Lunzerin, die in Hollenstein/Ybbs aufge- wachsen ist und seit 1979 in Waidhofen/Ybbs lebt. „Ich habe mit dem Gestal- ten von Vasen und Gefäßen begonnen, die ich dann ver- fremdete. Ich begann, ihnen figurale Züge zu geben. Es war ein Lernprozess im Zuge der Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper.“ Stilisieren, Proportionieren und Strukturieren ist der 65-Jährigen wichtig – das war auch ihr Ziel in der Ar- beit mit Keramik. Malerei und Keramik bilden für Eva eine Ausdrucksmög- lichkeit, die ihr sehr wichtig ist: „Diese Tätigkeiten erfüllen mich und ich bin dabei ganz bei mir.“ Gezeichnet und ge- malt hat sie, seit sie denken kann. Wundern tut´s nicht: Vom Urgroßvater über den Großvater bis hin zum Vater waren alle Malermeister. „Ich habe meinem Vater zugese- »Beim Malen zentriere ich mich, beim Gestalten meiner Skulpturen lebe ich meine spielerische Seite aus.« hen, wie er mit Pinsel und echter Goldfarbe die Kranz- schleifen für die Begräbnisse geschrieben hat oder die Aufschriften an Geschäften mit dem Pinsel angebracht hat. Das beeindruckte mich. Noch mehr fasziniert hat mich aber mein Großvater, der Ölbilder malte. Stark ins Detail zu gehen habe ich mit Sicherheit von ihm geerbt“, schmunzelt sie. Für Grimus war es das Höchste, ihrem Großvater beim Malen zu- sehen zu dürfen oder von ihm seine Bilder erklärt zu bekommen. Diese Erlebnisse waren für sie prägend und richtungsweisend. Zentriert und verspielt „Ich hätte gerne beruflich etwas in diese Richtung ge- macht, aber ich hatte sehr bodenständige Eltern, die meinten, mit Kunst könne man nichts verdienen.“ Gri- mus entschloss sich für die Ausbildung zur Kindergar- tenpädagogin, weil auch hier Kreativität sehr gefragt  fotos: sandra zahnt  Die Arbeiten bestechen durch Detailgenauigkeit, Witz und Ironie. 10.-25.11.2018 64. 10.11. | Eröffnungskonzert W.A. Mozart: Requiem d-moll KV 626 – mit Amstetten Vokal Pfarrkirche Herz-Jesu, 19h 12.11. | Ausstellung Eröffnung „Lichtspuren“ der Naturfreunde-Fotogruppe Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth Schloss Ulmerfeld, 19h, Dauer: 16.–25.11. Fr, 15–19h; Sa/So 10–12 & 14–17h 13.11. | Zeitkritische Kantante „Alle Jahre wieder“ op.166 von Hans Neuhauser, mit Ensemble Variabile und Amstettner Schulen Pfarrkirche Herz-Jesu, 19h 14.11. | Kinderfilm „Mein Freund, die Giraffe“ Arbeitskreis Film Cineplexx Greinsfurth, 16h 14.11. | Film „Arthur und Claire“ SüdFILMfest Amstetten und Hospizförderverein Amstetten Rathaussaal, 19h 15.11. | „100 Jahre Frauenwahlrecht“ Vortrag mit Marliese Mendel, Anmeldung erforderlich Arbeiterkammersaal Amstetten, 18h 16.11. | Fest „Die ersten Fünf“ Fünf Jahre Kunst-Initiative Amstetten Kulturhammer Koplarn, Einlass ab 17h 17.11. | Kirchenkonzert mit Chorus Angelorum Stadtpfarrkirche St.Stephan, 16h 17.11. | Konzert mit hornWYbbs Landesklinikum Mauer, 19.30h 18.11. | Theater „Ein Inspektor kommt“, von J.B. Priestley, Theater- gruppe TheSaStA Pfarrsaal St.Stephan, 17h info und karten | Stadtgemeinde Amstetten Kultur- und Tourismusbüro im Rathaushof 07472 601-454 www.amstetten.at amstetten vokal christian dunkl momag 365 | oktober 2018 mostviertel magazin | 61

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