momag 366 | NOVEMBER 2018

impressum: seite 8 mostviertel panorama ab Seite 4 ab Seite 20 sandra zahnt sandra zahnt schwarz-könig robert voglhuber Wirtshauskultur. Besonders im ländlichen Raum haben es Wirtinnen und Wirte immer schwerer, ihren Betrieb aufrechtzuerhalten Little Stonehenge. Die keltische Steinkreis-Anlage im Dunkelsteinerwald ist außerhalb archäologischer Kreise kaum bekannt Bindung braucht das Kind. Kindheitsforscher und Autor Michael Hüter im Gespräch mit dem momag über sein „Manifest“ „Kindheit 6.7“ Frauen in der Politik. Das momag sprach mit den Bürgermeisterinnen des Mostviertels über „100 Jahre Frauenwahlrecht“ 14 Zeitgemäße Lernkonzepte. Klassischer Frontalunterricht war gestern, heute lernt man „indy“ und „cool“ – aktuell einzigartig in Ybbs/Donau 34 Auf dem Weg zur Republik. Turbulentes Geschehen und entscheidende Tage für Österreich im Herbst vor 100 Jahren 26 38 10 4 covergestaltung | Helmut Hirner Foto: Daniela Rittmannsberger Model: Bianca Gspörer editorial Fürs Leben lernen sandra zahnt | Redaktionsleitung sandra@momag.at W ir fragen Kinder von klein auf, was sie später einmal werden möchten. Tierärztin, Feuerwehrmann, Tischlerin, Bäcker oder doch vielleicht Anwältin? Was wir sie nie fragen: WIE sie später einmal werden möchten. Hilfsbereit, witzig, stark, ausdauernd, liebevoll, optimistisch oder doch lie- ber laut und ungestüm? :D Was Kinder beruflich wirklich ein- mal werden wollen, entscheidet sich meist im Laufe der Ausbildung. In der Schule, später in der Lehre oder in ei- ner höheren Schule werden sie auf die Arbeitswelt vorbereitet. Sie ler- nen vorerst, wie Zahlen zusammen- gerechnet werden, wie der Körper eines Lebewesens aufgebaut ist, wie ein Buchstabe oder ein Wort richtig geschrieben wird und so weiter und so fort. Worauf Kinder und Jugend- liche in der Schule aber leider nicht vorbereitet werden, ist das tägliche Leben mit all seinen „Auf und Abs“. Erlebnisse, die uns zu dem machen, WIE wir später einmal sind. Die un- seren Charakter formen. Darum ist es wichtig, den Kindern die Dinge beizubringen, die sie in der Schule leider so gut wie nie lernen: Wie geht man respektvoll mit anderen Lebewesen um? Wie sage ich meinem Gegenüber die Meinung, ohne dass ich damit verletze? Wie gehe ich da- mit um, wenn mich jemand körper- lich oder seelisch verletzt? Wie gehe ich mit der Natur um, damit sie auch für die nächsten Generationen in ih- rer Schönheit erhalten bleibt? Was möchte ich später einmal arbeiten, damit ich ein glückliches und zufrie- denes Leben führen kann? Das ist die Aufgabe der Eltern. Oder doch nicht? Da Kinder und Jugendliche in der heutigen Zeit (leider) schon mehr Zeit in der Schule als Zuhause verbringen, finde ich es sehr wich- tig, dass sie auch im Kindergarten, in der Schule oder in der Lehre nicht nur auf die Arbeitswelt, sondern auf das Alltagsleben vorbereitet werden. Bewusstseinsbildung, Meinungsbil- dung, Charakterbildung – das sind für mich wesentliche Elemente. Nur wenn jemand weiß, wer und wie er später sein möchte – ohne sich von irgendjemandem etwas anderes einreden zu lassen – und seinen Weg mit all seinen Hindernissen geht, kann ein glückliches Leben führen und am Sterbebett mal sagen: „Ich habe MEIN LEBEN gelebt!“  www.momag.at / abo | abo@momag.at Du wohnst außerhalb des Erscheinungsgebiets oder du hast Werbepost abbestellt? dein momag abo.  Abonniere dein momag! für 29 Euro jährlich (10 Ausgaben)

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