momag 368 | FEBRUAR 2019

die letztendlich zu den Büchern geführt haben.“ Frechheit siegt auch beim Pilgern 2010 hat der sympathische Niederösterreicher fast immer in Herbergen übernachtet, 2016 von Lissabon bis Por- to gab es diese nicht. „Ich bin manchmal einfach in die Luxushotels reinmarschiert und habe etwa im Marri- ott gefragt, ob sie nicht ein kleines Zimmerl für einen armen Pilger hätten. Dass ich davor meist schon an www. M4TV.at Fernseh- oder Kabelnetz | ONLINE - klassisch oder mobil + facebook / youtube / twitter / instagram REGIONAL & AKTUELL IMMER INFORMIERT IMMER & ÜBERALL!  die 30 Kilometer unterwegs war und dementsprechend ausgesehen habe – und ver- mutlich auch nicht wirklich so frisch gerochen habe – hat meist geholfen, dass ich die Rezeptionistinnen und Rezeptionisten gnädig stimmen konnte und sie mir ein Zimmer um 45 anstatt 250 Euro gegeben haben. Und das mit Meerblick und Frühstück! Frechheit siegt eben auch beim Pilgern; da- mit will ich sagen: Man muss auch das Pilgern nicht immer tierisch ernst nehmen. Mein Lebensmotto lautet ohnehin: Wie’s kommt, so kommt’s!“ Und schön langsam, nach immerhin schon zwei Jah- ren Pilgerabstinenz, brennt es wieder in Herbert, wie er gesteht, sich wieder mal auf einen Jakobsweg zu begeben. 2021 soll es wieder soweit sein. Davor möchte er noch seinen ersten Roman – in der Musikszene angesiedelt und ziemlich schräg – veröffent- lichen. „Dann muss ich ver- mutlich ohnehin die Flucht antreten“, lacht er. £ »Ich bin Pilger aus religiösen Gründen, aber auch um mich selbst wieder zu finden.« momag 368 | februar 2019 mostviertel magazin | 37

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