momag 372 | JUNI 2019

AUFG’SCHN PPT Bereichen des Körpers bemerkbar: Ingrid wird un- sicher beim Gehen, ihre Kör- perspannung lässt nach. Geht sie über eine Stiege, muss sie zwischendurch anhalten. Eine Leiter hat sie zu diesem Zeitpunkt seit Jahren nicht mehr bestiegen. Konzentration lindert Beschwerden Im Sommer 2018 hört Ingrid von der Studie „Climb up, Head up!“ der Medizinischen Universität Wien. Gesucht werden 50 Personen, die an Parkinson erkrankt sind. 25 Patienten sollen Übungen, die von der WHO empfohlen werden, regelmäßig durchfüh- ren. Die anderen 25 Teilneh- mer setzen auf eine andere Therapie: Sportklettern. In- grid Drechsler ist sofort be- geistert, meldet sich bei der Studie an und klettert zwölf Wochen lang in der Klet- terhalle Marswiese in Wien für eineinhalb Stunden pro Woche. Bei einem Test nach dem Klettertraining erwarten sie erfreuliche Ergebnisse: Ihre Kraft wurde mehr, ihre Kreuzschmerzen versch- wanden. Das Klettern wird zu ihrer Leidenschaft. Ein paar Mal in der Woche kommt sie ge- meinsam mit ihrem Mann in die Kletterhallen in Gaflenz und in Steyr. Zwei Stunden lang wechseln sich die bei- den ab. Wenn Ingrid klettert, sichert sie ihr Mann. Und wenn ihr Mann die Wände hochkraxelt, behält sie am Boden den Überblick. An- fangs hatte sie noch Angst, jemanden zu sichern, doch damit ist es wie beim Klettern selbst: ihre Hände hören auf zu zittern. Die Konzentrati- on lindert die Beschwerden: »Kraft und Stabilität sind gestiegen, Kreuzschmerzen verschwunden.« „Wenn man etwas tut, worin man aufgeht, dann vergisst man das Zittern“, schwärmt die lebensfrohe Frau. Für Ingrid Drechsler ist vor allem das Gefühl, oben an- zukommen, ein ganz beson- ders schönes. Das sieht man auch an ihrem Gesicht, wenn sie wieder sicher am Boden der Kletterhalle angekom- men ist: Sie sieht losgelöst und zufrieden aus. Geistig abschalten Klettern kann man in jedem Alter erlernen, sagt der In- haber der Gaflenzer Klet- terhalle, Franz Pichler. Am Grundkurs, den er anbietet, nehmen auch 70-jährige teil. Seit 15 Jahren boomt dieser Sport, fügt er hinzu. Klettern ist eine natürliche Bewegung, die im Menschen vorhanden ist. Bereits Kinder klettern, bevor sie zu gehen begin- nen. Der Sport, sagt Franz Pichler, ist gut für die Hand- Fuß-Koordination. Und nicht nur das: Es beansprucht den gesamten Körper – und den Geist: „Man kann nur dann   gesundheit raabenweib Hvala... W enn im Mai der Schnee noch immer von den Bergen grinst und die Frau Holle z’fleiß ihre Pol- ster vor mir ausschüttelt, nur weil ich gesagt hab’, sie soll sich jetzt endlich verzupfen und ich darauf- hin vor lauter Frust eine Bronchitis krieg, dann sitz ich da mit meinem stinkenden Thymiantee und kann’s kaum mehr erwarten, endlich raus zu kommen aus dem Mostviertel, obwohl ich es wirklich sehr lieb hab’. Aber dann möcht ich einfach mal eine Woche lang nur Zikadenzirpen und Meerrauschen hören, die Sonne auf der Haut spüren, Seeigel sehen, den Nachbarn kroatische Lieder trällern hören und sonnenwarme Oliven es- sen. Mit Fähren fahren, Ikonenbilder betrachten, „Hvala“ sagen wenn ich an der Kasse bezahle und dann be- dauernd mit den Schultern zucken, wenn die Verkäuferin mich auf Kro- atisch was fragt. Ich möchte mei- ne ärmellosen Shirts anziehen und kurze Hosen und nicht mehr frieren müssen, nicht mehr husten bis mir der Schädel platzt und ich will an Rosmarinbüschen riechen, genauso früh aufstehen wie auch zu Hause, aber dann niemanden in die Schu- le oder zur Arbeit schicken müssen, sondern am Balkon sitzen und dem Sonnenaufgang am Meer zuschau- en. Ich zähle schon die Tage, bis wir endlich zu unserem gemieteten ein- samen Häuschen auf einer Insel fahren werden. Und damit die Zeit schneller vergeht, habe ich auf Facebook an- geboten, für jeden, der möchte, ein Gebet auf einen Zettel zu schreiben und den Zettel dann zu verbrennen, um die guten Wünsche und Gedan- ken nach oben zu schicken mit dem Rauch. Über 90 Gebete sind schon abgeschickt, etwa 60 fehlen noch. Jeden Morgen schaue ich nach, wer noch ein Gebet braucht und dann setz ich mich hin, fische einen leeren Zettel aus dem großen Glas auf dem ich groß KROATIEN draufgeschrieben habe und schreibe gute Wünsche drauf. Sind keine Zettelchen mehr im Glas, dann geht die Reise los. Auf Wiedersehen Mostviertel, aber wir kommen eh bald wieder. Weil ei- gentlich ist es schon auch ganz schön schön zu Hause. Peace boid! £ sonja raab | Opponitz sonja@momag.at www.raabenweib.de momag 372 | juni 2019 16 | mostviertel magazin U nter dem Motto „Hof & Forst“ trumpft die Mes- se mit rund 500 Ausstellern auf. Neben dem land- und forstwirtschaftlichen Teil mit tollem Vortragsprogramm werden „Bauen & Wohnen“, „Haushaltsausstattung“ und „Garten, Genuss, Freizeit“ abgedeckt. Über seltene Haustierrassen informieren „ÖGENE“ und der Verein „Ar- che Austria“. Es warten u.a. eine Kleintierzuchtschau, der Bauerntag des NÖ Bauern- bundes, sowie Samstag und Sonntag ein Kinder-Volks- tanz-Schnupperkurs. £ termin | 27.–30.6.; Bieranstich: 26.6. 19h, www.messewieselburg.at Wieselburger Messe: für Jung und Alt fotohaus roschmann D ie Manker Feuerwehr organisiert anlässlich des 145. Geburtstages heuer das Landestreffen der Feu- erwehren und kann auf die Unterstützung der Stadtge- meinde zählen. „Es ist kein Event der Feuerwehr alleine. Es ist ein Event von Mank für die Jugend“, ist FF-Komman- dant Pichler stolz. Für die Ju- gendlichen steht eine 18 ha große Fläche zur Verfügung. Die Leistungsbewerbe finden auf der Sportanlage des USC Mank statt. Es gibt eine Fül- le an Freizeitangeboten. Am Samstag stehen die Lager- tore für Besucherinnen und Besucher offen. £ termin | 4.–7.7. , ff-mank.com Landestreffen der Feuerwehrjugend ff mank

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