momag 372 | JUNI 2019

Aroniabeere. Immer öfter wachsen Aroniasträucher auch auf Mostviertler Feldern – mit heimischer Qualität punktet die exotische „Superfood-Frucht“ gleich noch mehr. Ackerbau der Grundstock des Hofes. Gern besucht sind die Jungbauern momentan we- gen ihrer biologisch bewirt- schafteten Aronia-Sträucher, die auf einer Fläche von 1,5 Hektar – durch einen Zaun vor Wild geschützt – acht- sam gehegt werden. Schon die Urein- wohner Nordame- rikas und Südka- nadas wussten um die Heilkraft dieser Beeren. Anfang des 20. Jahrhunderts ge- langten sie nach Eu- ropa. In Russland, Polen oder der Ukraine ist diese Heilpflanze seit langem ein Star. In die Steiermark nahm W ir sind zu Besuch in Strengberg, am Bau- ernhof von Doris und Wolf- gang Dietl, wo qualitative Innovation als Zweitname am Türschild steht. Es grunzt lebhaft im Stall, Schweine sind neben dem »Schon die Ureinwohner Nordamerikas und Südkanadas wussten um die Heilkraft dieser Beeren.« von michaela auer colourbox.com Die deutschen Superstars, die Welthits wie „Wind Of Change“ oder „Blackout“ geschrieben haben, rocken am 2.8. gemeinsam mit Europe und den Openern Sergeant Steel auf der Bühne der Burg Clam. Mitspielen unter www.momag.at/gewinnen Oder schreib unter Betreff: Scorpions per Fax: 0650 5510222 oder per Post: momag, PF 29, 3340 Waidhofen/Ybbs Bitte Anschrift & Tel.-Nr. angeben! Wir verlosen 3x2 Karten: Scorpions jovan nenadic Am 2.8. stehen auf dem Messegelände Wels die Helden der 90er-Jahre auf der Bühne: Ace Of Base, 2 Unlimited, Vengaboys, Dr. Alban, Snap!, East17, Rednex, Culture Beat und viele mehr! Mitspielen unter www.momag.at/gewinnen Oder schreib unter Betreff: Neunziger per Fax: 0650 5510222 oder per Post: momag, PF 29, 3340 Waidhofen/Ybbs Bitte Anschrift & Tel.-Nr. angeben! Wir verlosen 3x2 Karten: We love the 90‘s 2unlimited | karel bingen mostviertorial Genuss ist nix für Gourmands peter brandstetter | Petzenkirchen peter@momag.at S chon Nobelpreisträger Alexis Car- rel wusste: „Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben!“ Genuss wird heute hauptsächlich im Zusammenhang mit Konsum gesehen; genauer: mit bezahltem Konsum; und viele scheinen der Regel zu folgen: je größer die Menge, desto größer der Genuss. Das passt gut zu manch anderen Erscheinungen dieser Zeit; so wie Hektik, Stress, Hast und Ru- helosigkeit. – Sie passen nicht zum Genuss, sie verhindern in sogar. Auch die wachsende X-Large-Mentalität, die Hand in Hand geht mit der Jagd nach noch einem billigeren Schnäpp- chen, führt weit am Genuss vorbei. Immanuel Kant – ein recht analy- tischer und hirnlastiger Typ – meinte sinngemäß, dass „Genuss das Innige des Vergnügens“ sei. Soll heißen: Ge- nießen hat mit Hingabe, mit entspan- ntem sich Fallenlassen zu tun; Ge- nuss braucht Zeit, Aufmerksamkeit. Aber nicht zwingend ein Supersize- Menü aus dem Plastikpackerl, das in Rekordzeit verschlungen sein muss. Genuss ist wahrscheinlich nicht, die Top 10-Sehenswürdigkeiten von Gi- gritspatschen in einem Tag abzuha- ken, sondern vielleicht nur eins zu sehen, das aber wirklich. Genuss ist wahrscheinlich nicht, überall dabei zu sein, um nach einem Selfie, das mein Umfeld beeindrucken soll, wie- der abzuschwirren; Genuss ist eher, irgendwo sitzen zu bleiben, ohne Doku-Fotos und wirklich teilzuneh- men. Genuss hat vielleicht auch et- was mit Mühe, mit Eroberung und Zeitaufwand zu tun. Am wichtigsten ist es aber, das Ge- nießen als besonderen Wert hoch zu halten; das hat der griechische Phi- losoph Epikur vor langer Zeit be- gründet. Fälschlicherweise wurde ihm nachgesagt, er fördere blinden Hedonismus; tatsächlich waren sei- ne Ziele „Lebenslust und Seelenru- he“. Interessanterweise haben später auch Vertreter christlicher Kirchen recht interessante Statements zum Thema Genuss abgegeben: „Wer nicht liebt Weib, Wein und Gesang, der bleibt ein Narr sein Le- ben lang.“ (Martin Luther) oder „Tu deinem Leib etwas Gutes, damit dei- ne Seele Lust hat, darin zu wohnen“ (Teresa von Avila) In diesem Sinne: „G’sundheit! Sollst leben!“ £ momag 372 | juni 2019 4 | mostviertel magazin

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