momag 374 | SEPTEMBER 2019

manuel nguyen A m Samstag steht wie immer die Musik in ihrer ganzen Bandbreite im Mittelpunkt – Musikensembles der Scheibbser Musikschule und Stadtkapelle verwandeln die Stadt in eine festliche Klangwolke und spielen an stimmungs- vollen Plätzen auf. Die Stadtmusik und der Musikverein Rutesheim sorgen be- reits zu Mittag bei einem Frühschop- pen für einen passenden Start in den Festtag. Um 14.30 Uhr gibt sich der Sängerbund Neustift im wunderschö- nen Haalahof ein Stelldichein. Es „hiabstlt“ wieder  Heimatliche Texte und ein Schuss Ironie: die Mostones 14./15.9. | an stimmungsvollen Plätzen 07482 42511-63 www.scheibbsimpuls.at Amstetten. Perspektive Themenkino „Ich, Daniel Blake“ | Im Rahmen des Themenschwerpunkts „HandlungsSPIELRÄUME“ Angeregt durch die in der britischen Boulevardpresse angefachte Hetze ge- gen sozial Schwache als Schmarotzer erzählt Ken Loach vom Kampf eines ungleichen englischen Paares gegen staatliche Schikanen. Im anschließenden Filmgespräch wird mit Martin Schenk diskutiert. Moderation: Jürgen Adel- mann. £ 17.9. | Rathaussaal, 19h 07472 601-454, www.amstetten.noe.gv.at Am Nachmittag wird die Hauptbühne am Erlaufufer von Princess (Popensemble Musikschule), Maschuranz mit Mandana Nikou, Big Band Oberndorf featuring Bar- bara Neuhauser, Amon (deutschsprachiger Pop-Rock) und den Mostones (Dialekt und internationale Rhythmen) bespielt. Auf der Jugendbühne spielen B.and Fleischmann, Leeches und Leonardo. Es gibt ein Kinder- programm mit Kinderholzwerkstatt, Trak- torrundfahrten, eine Lesung und vieles mehr. Am Sonntag folgen noch das Ern- tedankfest und ein Frühschoppen. £ Scheibbs. „Hiabstla“ – der außergewöhnliche Name steht für ein außergewöhnliches Fest Wien. Alf Poier: „Humor im Hemd“ – das aktuelle Kabarett- programm Waidhofen/Y. Inland: Film-Vorführung mit Publikumsgespräch mit Regisseurin Ulli Gladik Wien. Alice Cooper: Der Schockrocker ist auf „Ol‘ Black Eyes Is Back“-Tour. Monster, Blut und Live-Enthaup- tung inklusive. Melk. Poetry Slam: Junge Leute aus NÖ und den Nachbarlän- dern sind eingeladen ihre Texte vorzutragen 14.9. | CasaNova, 19.30h 01 5122182 casanova-vienna.at 17.9. | Filmbühne, 19.30h 0680 1107622 www.filmzuckerl.at 16.9. | Wiener Stadthalle, 19.30h; 01 7999979 19.9. | Tischlerei, 19.30h 02752 54060 wachaukulturmelk.at reinhard mayr polyfilm ross halfin  freitag 13. september bis samstag 21. september luna filmverleih lautschrift Die Schublade in der Schublade petra ortner | Petzenkirchen Musikredaktion & Veranstaltungskalender events@momag.at W enn wir von Musik sprechen, dann unterscheiden wir ganz selbstverständlich die diversen Rich- tungen wie Klassik, Jazz, Blues, Volks- musik, Schlager, Rock oder Metal. Sie alle haben ihre klaren „Gesetze“ und jeder weiß sofort, wie welche Musik­ richtung „zu klingen hat“. Diese „Schubladen“ sind natür- lich überaus hilfreich. Doch so ein- fach ist es dann doch nicht. Denn in den Schubladen entwickeln sich im Laufe der Zeit immer weitere Schub- laden. In der Klassik zum Beispiel gibt es die „Alte Musik“ – also zum Beispiel Stücke aus dem Mittelal- ter (etwa 13./14. Jahrhundert). Dazu zählt auch die Renaissancemusik (15. bis 16. Jahrhundert) und die Barock- musik (ca. 1600 bis 1750). Es gibt die „Wiener Klassik“ (1770 bis 1830) oder die „Musik der Romantik“ (19. und frühes 20. Jahrhundert). Der Jazz hat unzählige Untertei- lungen wie Dixieland, Swing, Bebop, Latin, Hard Bop, Fusion oder Free Jazz. In den letzten Jahren erlebte besonders der Nu Jazz und Electro- swing (in Österreich ist Parov Stelar ein bekannter Vertreter dieser Rich- tung) besondere Beliebtheit. Nicht anders sieht es bei der Rock- musik aus. Hier gibt es Schubladen wie Classic Rock, Bluesrock, Alter- native Rock, Glam Rock, Hard Rock, Industrial Rock, Psychedelic Rock, Stoner Rock und viele mehr. Als Metal-Fan habe ich schon im- mer Schubladen wie Heavy Metal, Progressive Metal, Death Metal, Black Metal, Speed Metal, Symphonic Me- tal oder Nu Metal gebraucht. Und es gibt noch wesentlich mehr, die ich hier nicht alle anführen kann. Doch vor nicht allzu langer Zeit stieß ich auf einen Begriff, den ich noch nie zu- vor gehört beziehungswese gelesen hatte: „Djent“. Dies beschreibt einen hart angeschlagenen, abgedämpften Akkord an der Gitarre. Entstanden ist dieser Stil Anfang 2000. Erfun- den von der Band Meshuggah. Und mit Erstaunen durfte ich feststellen, dass sich darum und daraus bereits eine eigene kleine „Szene“ gebildet hat. Auch in Österreich. Also eine neue Schublade in der Schublade der Schublade. £ 78 | mostviertel magazin

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