momag 375 | OKTOBER 2019

Om und Namas kleine Energie kommt es entweder sehr schüchtern leise oder ganz selbstbewusst aus den Mün- dern der 14 kleinen Yogis und Yoginis im Alter von 6 bis 11 Jahren, die hier zusam- mengefunden ha- ben. „Namasté“ heißt nichts anderes, als sich vor dem anderen zu verbeugen, jemanden zu verehren. Wir würden „Griaß di“ sagen und die Hand geben. Die Kleinen grüßen ganz bewusst auf „yogisch“, mit den Händen vor der Brust gefal- tet. Ein sehr behutsamer und vor allem achtsamer Beginn... und die Stimmung steigt! Sofort kommt der Wunsch nach dem „Spiel“ der letz- ten Kurseinheit auf, es war ein Laufspiel, die kindliche Energie will raus, jetzt! Martina Glebe, selbst Mama einer vierjährigen Tochter, praktiziert seit vielen Jah- I m Kindergarten-Turnsaal in Stift Ardagger treffen sich die „Yogastrolche“ zum wöchentlichen Stelldichein. Ich und unsere zwei Mädels live dabei, inklusive Lieblingskuschel- tier. „Namasté“ von michaela auer fotos: michaela auer mostviertorial Wer nicht geht mit der Zeit – geht mit der Zeit! peter brandstetter | Petzenkirchen peter@momag.at V ielleicht erleben wir gerade eine Zeitenwende! Seit Jahrzehnten waren es ältere Männer, die die Ge- schicke der Welt vorgegeben und dominiert haben. Jetzt spazieren die Jungen durch die Straßen und geben die Themen vor; ob in Washington, Hongkong, Wien oder im Mostviertel: die Botschaft ist annähernd gleich: die jungen Menschen wollen sich ihre Welt und ihr Leben nicht kaputt machen lassen. Wir Durchschnittsbürger stimmen grundsätzlich den Zielen der jüngeren Generationen zu: natürlich soll die Welt gesünder werden und überhaupt überleben, aber... bei den konkreten Maßnahmen sind wir nicht mehr ein Herz und eine Seele! Warum soll ich auf meine tägliche Wurschtsemmel verzichten? Wegen der wird die Welt ja nicht gleich untergehen? Weniger mit dem Auto fahren und mehr mit dem Radl? Dafür haben wir keine Zeit! Und in den Urlaub fliegen will ich auch, das hab’ ich mir schließlich verdient! Wofür arbeitet man denn?! Gute Frage, eigentlich. Ist der All In- clusive-Urlaub mit ein paar Tausend anderen, die zwischen reservierter Sonnenbrand-Liege und Industrie- schnitzel-Buffet pendeln die rechte Belohnung für ein Jahr Arbeit? Das Dahintreiben auf den legebatteriear- tigen Riesen-Schinakeln, von denen man auf den Markusplatz in Venedig herabschaut wie auf den Zwutschkerl- Nachbau im Minimundus – vermit- telt das Erholungswert? Derweilen glauben noch viele von uns daran. Tatsächlich ändert sich die Welt mit der Veränderung der Prioritäten. Dass der Ökologie und der Nachhal- tigkeit ein größeres Gewicht einge- räumt wird, ist weder Rückschritt noch Einschränkung – im Gegenteil! Es ist Chance für neue Technologien und Geschäftsmöglichkeiten; wer hier die Nase vorn hat, der wird in den nächsten Jahrzehnten nicht nur für eine heilere Welt, sondern auch für Wohlstand und Frieden sorgen. Ge- rade hier im Mostviertel und in ganz Europa mischen sich Ingenieurskunst, Landwirtschaft, Kultur und Industrie zu einem gehaltvollen und frucht- baren Boden, der die lässigsten Blü- ten treiben kann! Düngen! Jetzt! £ Mit seinem brandneuen Programm „Ein neuer Mensch“ (NÖ-Premiere) gastiert der auch als FM4-Ombudsmann bekannte Kabarettist am 28.11. in der Tischlerei Melk . Mitspielen unter www.momag.at/gewinnen Oder schreib unter Betreff: Ratschiller per Fax: 0650 5510222 oder per Post: momag, PF 29, 3340 Waidhofen/Ybbs Bitte Anschrift & Tel.-Nr. angeben! Wir verlosen 3x2 Karten: Hosea Ratschiller christian pitschl  regionalaugenschein buchtipps | „Lerne und spiele Yoga!“ von Sibylle Schöppel www.kinderyogaexpertin.at „Yoga für dich und dein Kind“ von Andrea Helten, ISBN 978-3-7423-0245-8 momag 375 | oktober 2019 4 | mostviertel magazin

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