momag 377 | Winter 2019/20

editorial Das Morgen michie könig | Ulmerfeld Chefredakteurin, michie@momag.at W ie wichtig in der deutschen Sprache doch der Artikel ist: der Morgen meint nur ein paar Stunden eines x-beliebigen Tages, während das Morgen die gesamte Zukunft be- zeichnet. Was steht uns bevor, worauf dürfen wir uns freuen, wovor sollten wir auf der Hut sein? Eine allgemein- gültige Antwort auf derartige Fragen gibt es sowieso nicht. Wie wir alle wissen, sind wir je- der und jede selbst unseres Glückes Schmied und Schmiedin. Gerade zum Jahresende tendieren wir gerne dazu, so einiges in Frage zu stellen und uns bewusst Zeit zu nehmen, das eigene Leben auf seine Machbarkeit und Zukunftsfähigkeit zu evaluie- ren. Die allseits beliebten und häu- fig dann doch nicht so konsequent umgesetzten Neujahrsvorsätze ste- hen wieder an, doch viel wichtiger als kleine Tröpfchen auf den heißen Stein sind Entscheidungen, die unse- re grundsätzliche Lebenseinstellung und Lebensführung betreffen. Eine bewusste Entscheidung für nachhal- tiges Handeln, für die Bevorzugung regionaler Produkte, für einen ge- sunden und aktiven Lebensstil be- deutet zum Beispiel ein gewisses Maß an Aufwand, immer. Auch die Entscheidung gegen das Einkau- fen beim Onlineversandriesen hat zwangsläufig damit zu tun, dass Ab- striche gemacht werden müssen. Es muss Zeit investiert und akzeptiert werden, dass die Auswahl vielleicht geringer ist, der Preis möglicherwei- se höher. Dafür aber ist es wohl fairer und für die Erhaltung unseres Stan- dards besser geeignet. Wenngleich niemand in die Zukunft schauen kann, so ist es doch immer gut, an die möglichen Konsequenzen der ei- genen Entscheidungen mehr als nur einen Gedanken zu „verschwenden“. Brauchen wir wirklich alles, an dem wir so verbissen festhalten? Könnte es sich nicht sogar positiv oder be- freiend auswirken, manches einfach loszulassen? Womit tue ich mir selbst und anderen am ehesten gut? Ich wünsche euch allen die nötige Porti- on Mut, wichtige Entscheidungen zu treffen und euch selbst über die Fei- ertage seelisch „auszumisten“. Jeder Ballast, den wir mitschleppen, macht die Tage anstrengender als sie sein müssten. Wir lesen einander wieder im Februar! £ mostviertel panorama ab Seite 4 ab Seite 30 daniela rittmannsberger gerhard hofmarcher marlene scheuch helmut hirner Mitten im Leben. In der Schule in Rogatsboden wird jedes Kind in seinen Begabungen und Talenten individuell gefördert. Instrumentendoktor. Ein Seitenstettner Spezialist für Saiteninstrumente erzählt über seinen Werdegang und die Erfüllung seines Traums. Zukunft der Medizin. Das momag hat sich mit dem Mediziner Niklas Schreiner über personifizierte Prothesen aus dem 3D Drucker unterhalten. Naturschallwandler. Zu ganz grundsätzlichen Gedanken zum Thema Hören und Gleichgewicht lud die Firma Mundus ein. 14 22 48 50 Covergestaltung | Helmut Hirner Foto: colourbox.com jobbörse Seite 21 moaktploz ab Seite 26 36 Lebensgestaltung. Wir alle nehmen Einfluss auf die eigene Zukunft und tragen Verantwortung für die Selbstformung unserer Person. 54 Thomas Brezina. Der weltweit gefeierte Kinderbuchautor im momag Interview über seinen ersten Liebesroman. 4 Engagement. Die Welt, in der wir leben, ist vieles – aber mit Sicherheit nicht gerecht. Was kann jede und jeder einzelne dagegen tun? 9 Krisenintervention. Stütze und Seelenbetreuung bei öffentlichen und vor allem auch privaten Katastrophenfällen. impressum: seite 44

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