momag 378 | FEBRUAR 2020

Tollpatsch und Mimose Kinderbücher aus dem Mostviertel. Bummbumm der kleine Bär war der erste Protagonist des Autorenteams Isolde Fehringer und Klaus Ebenhöh. Mit Mimi erwartet die Leserschaft nun eine überempfindliche Wildgans. D ie Macher der Bücher ge- ben immomag Gespräch interessante Einblicke in die Welt ihrer Hauptfiguren und in ihre eigene. Das neue Buch „Die kleine Mimose Mimi“ erscheint am 20. November. Illustriert wurden die Werke von Daniel Spreitzer. Was steht im Vordergrund Ihres neuen Buches? Isolde Fehringer: Die Wild- gans Mimi reagiert auf Be- rührungen überempfindlich, ihr Nervensystem kann die Reize nicht entsprechend fil- tern oder hemmen. Im Urlaub hat sie mit vielen neuen Ein- drücken zu kämpfen, was für sie eine Reizüberforderung ist. Sie reagiert mit Flucht, Furcht und Kampf, was auch für ihre Liebsten und für das Mimi ist irgendwie ganz schön sensibel. Ihre Wahrnehmung bringt sie und ihr Um- feld in Situationen, für die sie erst Lösungen suchen müssen. Mitspielen unter www.momag.at/gewinnen Oder schreib unter Betreff: Kinderbücher per Fax: 0650 5510222 oder per Post: momag, PF 29, 3340 Waidhofen/Ybbs Bitte Anschrift & Tel.-Nr. angeben! Wir verlosen 4 Bücher: „Mimi“ & „Bummbumm“  literatur  Illustrator Daniel Spreitzer bei der Arbeit.  von alisa gerstl fotos: amélie chapalain Umfeld immer wieder eine Herausforderung ist. Klaus Ebenhöh: Noch ein Wort zu Bummbumm. Der kleine Bär ist unterempfindlich, bei ihm werden Reize un- genau verarbeitet und so reagiert er auch. Er möchte jemanden sanft angreifen, aber in Wirklichkeit ist es ein grober Tapser. Das macht den Alltag für ihn schwie- rig, weil er von den anderen viele Reaktionen bekommt, mit denen er nicht rechnet. Insgesamt sind in dieser Rei- he vier Bücher geplant, die vier typische Charaktere be- handeln. Was steckt hinter den Veröffentlichungen? Isolde: Jedem fällt sofort auf, dass wir unterschied- liche Augenfarben, Stim- men oder Körperhaltungen haben, aber nicht, dass wir auch unterschiedlich spü- ren, und das kann zu Miss- verständnissen führen. Das ist vielen nicht bewusst und macht es schwierig, sich in andere hineinzuversetzen. Darauf möchten wir auf- merksam machen. Unsere Wahrnehmung beeinflusst unser Denken und Handeln. Klaus: Von Anfang an war ich von Isoldes Erzählungen aus ihrem Arbeitsalltag fasziniert. Sie hatte immer schon die Idee, das auch für Kinder und deren Umfeld aufzubereiten, da es nichts Vergleichbares gab. Das gemeinsame Projekt hat mir viele Aha-Erlebnisse beschert, da ich jetzt viel besser verstehe, warum ich so bin, wie ich bin. Warum gerade in Form von Kinderbüchern? Isolde: Das Bilderbuch erreicht Kind und Vorleser gleicher- »Unsere Wahrnehmung beeinflusst unser Denken und Handeln.« 22 | mostviertel magazin

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