momag 378 | FEBRUAR 2020

Isolde Fehringer: Die Wieselburgerin hat vor 19 Jahren die Akademie für Ergotherapie in Baden abgeschlossen und dann neun Jahre in einem Ambulatori- um für Kinder gearbeitet. Seit zehn Jahren ist sie Wahltherapeutin im Mostviertel. Daniel Spreitzer: Der Wiener hat 2007 die Graphische Hochschule abgeschlossen und arbeitete danach knapp vier Jahre als Grafikdesigner in einer Werbeagentur. Seit 2013 ist er als selbstständiger Illustrator tätig. Klaus Ebenhöh: Der Waldviertler mit Nebenwohnsitz in Petzenkirchen studierte Kommunikationswissenschaften und Ethnologie. Er ist beschäftigt bei „Horizont3000“, einer Organisation für Entwicklungszusammen- arbeit, und hat bereits mehrere Sachbücher veröffentlicht. ZUR PERSON Lesen und Erleben eines Kin- derbuches die sozialen und emotionalen Fähigkeiten: Kinder lernen, sich mit den Charakteren und deren Ge- schichten, ihren Erfolgen zu identifizieren, während das (intime) Ritual des Vorlesens nicht nur Zeit für Aufmerk- samkeit und Zuwendung der Eltern, sondern auch Platz für Interaktion und Themen bie- tet, die das Kind über die ei- gentliche Geschichte hinaus beschäftigen. Wo findet man Ihre drei Persönlichkeiten in den Büchern wieder? Isolde: (lacht) Das Buch über mich wurde noch nicht ge- schrieben, es ist eines un- serer nächsten Projekte. Aber ich habe auch Anteile von Mimi in mir, die sensibel und feinfühlig ist. Ich habe auch Anteile von Bummbumm in mir, denn ich mag es, meine Muskeln zu spüren. Ich fahre immer gerne mit einem et- was zu hohen Gang mit dem Rad, um den Widerstand zu spüren. Mein Partner erklärt mir dann immer, dass das Treten leicht und kraftspa- rend sein sollte. Na ja, wenn es aber so Spaß macht? Mir machen Sportarten, die viel Muskelkraft brauchen, ein- fach mehr Spaß. Daniel: Als großer Filmfan hab ich es mir nicht nehmen lassen, die eine oder andere versteckte Popkultur-Referenz im Hintergrund einzubauen. Klaus: Ich habe eindeutig Bummbumm in mir. Ob beim Sport, beim Arbeiten oder in der Interaktion. Wenn mein Kind auf mir hängt, mag ich das sehr. Mir haben die Er- zählungen von Isolde, was ein Bummbumm ist, auch geholfen zu verstehen, wa- rum ich nie ein Fußballer war. Ich habe die Physis gehabt, die Übersicht, einen guten Schuss, war aber kein guter Techniker am Ball. Spannend finde ich auch immer, wenn ich bei Verwandten und Freun- den diese Besonderheiten bemerke. Die Grobiane, die Tollpatschigen und auch die, die sich winden, wenn man sie berühren will. Warum der Bär? Warum die Gans? Isolde: Ein Bär mit seinem behäbigen, schwerfälligen und unkoordinierten Kör- per ist mit seinen Tatzen und den langen Krallen für fein- motorisches Handeln unta- lentiert. Er liebt es, sich auf den Boden fallen zu lassen, aber auch am Türstock hoch- zuklettern. Klaus: Bei Mimi gefiel uns der Gedanke, dass sie trotz ihrer Federn so empfindlich ist. Dass der Sand und die Sonnencreme in den Federn amélie chapalain besonders grauslich für sie sein müssen. Und bei der hysterischen Flucht haben wir auch gleich eine aufge- schreckte Wildgans vor Au- gen gehabt, die gackernd Verbrauch: 4,2 – 6,3 l/100 km. CO₂-Emission: 109 – 142 g/km. Stand 01/2020. Symbolfoto. Der neue Golf 8 Ab sofort bestellbar Pichl 2 3324 Euratsfeld Telefon +43 7474 2120 www.weislein.at Es gibt Situationen, in dene ein Volkswagen stehen blei Kraftstoffverbrauch Golf Alltrack: 4,7–6,5 l/100 km. CO 2 -Emissi Die Volkswagen Mobilitäts • Hilfe bei Pannen und Unfällen • Rund Volkswagen Notruf Wir verlängern Ihre Mobilitätsgarantie Ihr autorisierter VW Verkaufsagent 324 Euratsfeld, Pichl 2, 07474 212-0 euratsfeld.weislein@autohaus.at Weislein Notruf 0650 2320 730 3324 Euratsfeld, Pichl 2, 07474 212-0 www.weislein.at und flügelschlagend Reiß- aus nimmt. Wer sollte Ihre Bücher unbedingt lesen? Isolde: Kinder, die eine die- ser Besonderheiten haben, und deren soziales Umfeld. Das sind andere Kinder, die Familie, die Pädagogen. Am schönsten wäre es, wenn alle über unsere Unterschiedlich- keiten Bescheid wüssten, und auch, dass man sich Hilfe holen kann, wenn es notwendig ist. Klaus: Menschen, die neugie- rig sind, wie unterschiedlich wir wahrnehmen, und die das nicht in Fachsprache, sondern in leicht verständ- lichen und lustigen Bildern erleben wollen. £ momag 378 | februar 2020 mostviertel magazin | 25

RkJQdWJsaXNoZXIy NjM5MzY=