momag 379 | MÄRZ 2020

editorial Aufblühen michie könig | Ulmerfeld Chefredakteurin, michie@momag.at S chön langsam beginnen die gastro­ nomischen Betriebe, ihre Außen­ bereiche wieder zu aktivieren. Im Wald, auf den Gehwegen, auf den Spielplätzen ist wieder mehr los. Wir alle spüren es deutlich: die Sonnen­ strahlen im Frühling, das Sprießen der Blumen, das Zwitschern der Vö­ gel... Da tut sich was, auch in uns drin! Die Sonne steht jetzt höher am Himmel, und es gelangen mehr Sonnenstrahlen auf unsere Haut, dringen in sie ein. Intuitiv strecken wir unseren Kopf der Sonne entge­ gen und lassen sie in unser Gesicht strahlen. Dann beginnt der Körper mit der Produktion von Vitamin D, dessen Name eigentlich in die Irre führt. Denn es ist gar kein Vitamin, sondern eine Hormon-Vorstufe, die den Aufbau vieler anderer Hormone steuert. Es sorgt für härtere Knochen und bessere Muskelkraft. Im Grunde kann unser Körper es nur erzeugen, wenn wir regelmäßig an der frischen Luft sind. Es ist mit seiner Arbeit an unseren Frühlingsgefühlen aber nicht auf sich alleine gestellt. Damit wir wieder mehr Elan haben und den Winter-Kuschel-Modus bereitwillig verlassen, nimmt sich nämlich das Schlafhormon Melatonin etwas zu­ rück. Es wird nur nachts produziert und ist im Winter stärker vertreten, weil es länger dunkel ist. Das Glücks­ hormon hingegen, Serotonin, wird ge­ nauso durch Sonnenlicht stimuliert. Ganz klar, dass sich das psychisch zu Buche schlägt. Bei Männern steigt übrigens im Früh­ ling der Testosteron-Spiegel an und führt zu einem zusätzlichen Wohlbe­ finden. Wem es an den eigenen Früh­ lingsgefühlen noch zu sehr mangelt, der hat zum Glück die Möglichkeit, selbst einzugreifen. Man könnte es zum Beispiel mit sportlichen Aktivi­ täten versuchen, am besten an der frischen Luft. Dafür muss auch kein Marathon gelaufen werden. Spazieren oder Walken oder auch die Garten­ arbeit bieten alternative Möglich­ keiten. Bewegung wiederum unter­ stützt im Kampf gegen den Winter­ speck, der sich möglicherweise bei dem oder der einen oder anderen in den vergangenen Monaten angelegt hat. Also, viel Spaß beim Aufblühen und ganz viele Frühlingsgefühle vor, während und nach der Lektüre die­ ser Ausgabe! £ mostviertel kultur ab Seite 4 ab Seite 58 mfc eisenstraße gottfried pilz evelyne heisler carolin saage Modellflug. Ein beliebtes Hobby, das sich im Mostviertel zahlreicher Anhängerinnen und Anhänger erfreut. Akrobatik. Turnerische und tänzerische Elemente vereint diese Sportart, die auf den Wettkampf ausgerichtet ist. Hackbrett. Die neunjährige Tanja lernt mit Begeisterung das traditionelle Musikinstrument, mit dem sich jede Stilrichtung spielen lässt. 2raumwohnung. Das Elektropop-Duo aus Deutschland im Interview mit momag Musikredakteurin Petra Ortner. 4 8 66 68 Covergestaltung | Helmut Hirner Foto: Astrid Höller 58 Halbmännerwelt – der Film. Ein Indie-Film aus Nöchling, in dem auch Josef Hader mitspielt, wartet mit Klängen von Mostviertler Musikern auf. 62 Sándor Buz. Der Künstler mit rumänischen Wurzeln gestaltet, musiziert, pilgert; und sorgt sich um die Umwelt. 64 Clam Live 2020. Alle Sommer wieder entsteht hier das wohl kultigste Festivalgelände des Landes – für einzigartige Konzerterlebnisse. 14 Störche. Tierärztin Edeltraud Halbmayr porträtierte für das momag das edle Federvieh. Tolle Bilder von Astrid Höller inklusive. 22 Montessori. Elke Reickersdorfer sprach für das momag mit zahlreichen Initiativen des Mostviertels und liefert spannende Einblicke. impressum: seite 48

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