momag 383 | SOMMER 2020

Rueda ist ein lateinamerikanischer Gruppen- tanz, der zu Salsa-Musik getanzt wird. Über- setzt steht Rueda für „Rad“. Alle beteiligten Paare bilden einen Kreis und tanzen jeweils die gleichen Figuren. Durch Partnerwechsel, die zu den Figuren gehören, dreht sich die Rueda. Bachata ist auf keiner Salsa-Party wegzudenken, auf Salsa-Festivals gibt es häufig eigene Floors. Der Bachata hat viele Facetten, kann eng und sinnlich getanzt werden, mit mehr Abstand und romantischen Figurenkombinati- onen, mit viel Fußarbeit oder auch nur im Basic Step. Ty- pisch sind Hüftbewegung und das Mitfließen mit der Musik. Kizomba bedeutet so viel wie „Party“. Ein Paartanz, der aus Angola und anderen portugiesischsprachigen Län- dern in Afrika stammt. Getanzt wird er zu ganz unter- schiedlicher Musik. Es ist ein sehr eleganter Tanz. Die hippere Version davon nennt sich Urban Kiz. £ Tanzstile Heiße Rhyth und Lebens Tanz, sondern ein Stück Le- bensgefühl. Das Besondere daran ist das Fehlen strenger Regeln. Es gibt sehr viele un- terschiedliche Richtungen, aus denen sich jede und je- der seinen persönlichen Stil „zusammenmischen“ kann. Im Vordergrund steht immer die Freude am Tanz. „Tanzen bedeutet für mich Ganzkör- pertraining, koordinative Fä- higkeiten, im Augenblick sein und abschalten können, da man sich nur auf das Tanzen konzentrieren muss. Salsa E in Sprichwort, das die Vielfalt und das Lebens- gefühl lateinamerikanischer Tänze auf den Punkt bringt: „Tanzen ist Träumen mit den Füßen“. Salsa ist nicht nur eine Musikrichtung oder ein  freizeit Die Variante Rueda wird im Kreis getanzt.  mostviertorial Eine gute Zeit, erwachsen zu werden peter brandstetter | Petzenkirchen peter@momag.at W as Erwachsene erzählen und vormachen, hat für Kinder Wert und Gültigkeit. Mit gutem Beispiel voranzugehen soll prägen. Von Er- wachsenen muss man mehr erwar- ten; aber wir handeln billig! Wir schnappen was auf und nehmen es für bare Münze. Wir lassen uns ein- lullen, schalten unseren Verstand aus. Das kann dramatische Folgen haben! Dass es Menschen gibt, die glauben, die Mondlandung war ein Fake, ist ein Beispiel, wie man selt- samen Erklärungen folgt, ohne sie zu hinterfragen; dies richtet meist keinen großen Schaden an. Schlim- mer ist es, eine Überschrift in einer Zeitung oder Postings in sozialen Medien einfach zu verbreiten, ohne nachzudenken oder zu hinterfragen. Dramatisch sind die Folgen unseres gedankenlosen Alltagslebens. Der Skandal um die Fleischproduktion ist ein Beispiel dafür. Wenn wir im Su- permarkt Schweinefleisch um 7 Euro das Kilo oder weniger kaufen und gleichzeitig eine Packung Kaugummi um 65 Euro je Kilo, dann sollten wir mal unser Köpfchen in Gang bringen. Da kann wohl etwas nicht stimmen! Diesen Sommer machen viele von uns Urlaub in Österreich. Wir werden feststellen, dass das teurer ist als ein All-inklusive-Paket irgendwo in der Türkei oder Ägypten. Würden wir wie ein vernünftiger Erwachsener rech- nen, was eine Woche Hotel und Dau- eressen samt Pool und Liege kosten darf, würden wir uns wundern, dass das mancherorts so billig ist. Von Erwachsenen darf man er- warten, dass sie vernünftig sind und dass sie anderen Respekt zollen. Wer nicht selber Spargel stechen und kei- ne Ausbeutung will, muss auch dafür bereit sein, den doppelten Preis zu zahlen; der übrigens noch weit unter dem zitierten Kaugummi liegt. Nie- mand kann glauben, dass ein Stück Schweinefleisch, plus Arbeit, Zutaten, Service – also ein Schnitzel im Wirts- haus – nur 7 Euro kostet? Wenn doch, dann haben einige draufgezahlt. Wer die tolle österreichische Landschaft, Kultur und Qualität schätzt, sollte bei jedem Griff zu einem Billigprodukt innehalten und nachdenken; es ist eine gute Zeit, erwachsen zu wer- den! £ roland schuller momag 383 | sommer 2020 4 | mostviertel magazin

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