momag 385 | OKTOBER 2020

wie bei vielen ande- ren Themen auch, ist das Gespräch der erste Schritt zur Veränderung. Wie umweltfreundlich ist mein Alltag? Das CO 2 -Labor als Herzstück der Ausstellung ist an Inter- aktivität nicht zu überbieten. Insgesamt befinden sich hier sechs Stationen zu den The- men: Reisen und Mobilität, Bauen und Wohnen, Strom und Energie, Essen und Trin- ken, Abfall und Wertstoff sowie Konsum und Life- style. Auf spielerische Art und Weise wird der eigene Alltag analysiert und viel- leicht sogar ein wenig ent- larvt. Oft ist einem nämlich gar nicht bewusst, wie sehr eine alltägliche Handlung zum Klimawandel beitragen kann. Von der eigenen Ener- gieerzeugung hin zu einem Quiz zum Thema Mülltren- nung und einem virtuellen Lebensmitteleinkauf bietet diese Station genug Mög- lichkeiten, um ungezwungen über den eigenen Alltag zu reflektieren und sich Tipps für einen klimaschonenderen Lebensstil zu holen. Zukunftspläne Zu guter Letzt wird die Zu- kunft ins Visier genommen: Diese ist nämlich frei ge- staltbar. Die letzte Station der Ausstellung bietet dabei eine kleine Vorschau auf das, was sein könnte. Vorgestellt wird hier das Smart Villa- ge – ein Dorf der Zukunft mit Grünoasen, WLAN und Selbstversorgerstatus. Um »Unsere Zukunft ist frei gestaltbar.«  Die Ausstellung zeigt auf, wie sehr sich unsere alltäglichen Einkaufsgewohnheiten tatsächlich auf das Klima auswirken.   umwelt kunterbunt Fehlanzeige H eute freue ich mich über das rege Treiben auf den Straßen, vor den Schulen und auf den Spielplätzen, überall ist was los. Ein kleiner Stöp- sel trägt stolz seine viel zu große Schultasche am Rücken, Jugendliche lachen und albern herum, alle Park- bankerl sind besetzt und der Eisver- kauf läuft auf Hochtouren. Wenige Tage später und ein paar Nachrich- tensendungen darauf: Alles wieder auf Anfang, überall Maskenpflicht, Abstandsregeln, Kontakte so gut als möglich einschränken. Und während ich so überlege, was uns alles verlorengegangen ist in den letzten Monaten: Abgesehen von Os- tern, Erstkommunion, Firmung, Hoch- zeiten die von langer Hand geplant waren sowie viele Geburtstagsfeiern sind noch sämtliche kulturelle und gesellschaftliche Begegnungszonen auf der Strecke geblieben. Das in je- der Ortschaft beliebte Feuerwehrfest, Open Air-Veranstaltungen, Sommer- theater, sportliche Events und vieles mehr. Ein knuspriges Grillhendl, ein kühles Bier, die örtliche Blasmusik in einem dampfenden Zelt, bei einem Geräuschpegel wo man sein eigenes Wort nicht versteht, auch wenn es ein wenig sarkastisch klingt – das fehlt doch wirklich. Oder? Seit rund 2.000 Jahren ist in der westlichen Welt der Händedruck ein Zeichen der Sympathie und Wertschät- zung. Dieses Ritual fehlt mir immer mehr. Stattdessen haben sich neue Begrüßungsarten in unsere Umgangs- formen eingeschlichen. OK, das Bussi- Bussi-Getue fehlt mir ehrlich gesagt nicht wirklich, im Gegenteil, ich be- merke bei mir selbst, dass ich einen Schritt zurückgehe, wenn ich mit je- mandem ins Gespräch komme. Einige wechseln sogar die Straße, wenn ih- nen jemand entgegenkommt, andere begrüßen sich mit dem Ellenbogen, in den sie zuvor hineingehustet haben, nein danke! Eine Begrüßung mit den Fäusten mag ja cool aussehen und der freundschaftliche Kick mit dem Fuß im vorbeigehen ist eine lässige Geste, aber das wird doch den guten alten Händedruck und den Blick in ein lächelndes maskenfreies Gesicht nicht auf Dauer ersetzen. Und wenn es doch so wäre, na dann „Pfiat di God!“ £ gabi schramel | Allhartsberg Büroangestellte gabi-kunterbunt@gmx.at AUFG’SCHN PPT Kompetenzzentrum für Weiterbildung nlk filzwieser D ie Initiative „Menschen und Arbeit“ ist eine erste Anlaufstelle für alle, die sich umschulen oder Qualifizie- rungsmaßnahmen setzen wollen. Über die Hotline sind 53 Expertinnen und Exper- ten für Informationen und Auskunft zur Verfügung. Elf Arbeitsmarktprogramme mit dem Fokus auf Frauen, Job- einsteiger, ältere Menschen oder Menschen mit Beein- trächtigung werden unter einem Dach vereint, ebenso wie die Vereine „Jugend und Arbeit“, „0>Handicap“ und „Bildungsberatung NÖ“. £ info | 02742 9005-19200 www.menschenundarbeit.at Tipps und Anregungen für den Hausbau wimbergerhaus I n der kostenlosen „Bau­ familienmappe“ bietet der Marktführer für individu- elle Ziegelmassiv-Häuser 40 Hausideen mit Grundrissen und Preisen, die nur darauf warten, realisiert zu werden oder zu inspirieren. Von den Bereichen Planung, Finan- zierung bis hin zum heißen Energiesparthema enthält die Mappe viele wichtige Informationen und wird für angehende Baufamilien zum idealen Wegbegleiter zum Traumhaus. £ info | WimbergerHaus, 3370 Ybbs/D., Gewerbestr. 14, 07412 20997, office.ybbs@wimbergerhaus.at momag 385 | oktober 2020 30 | mostviertel magazin

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