momag 385 | OKTOBER 2020

Wild Thing Tierfotografie. Naturverbundenheit, Kreativität und Geduld zeichnen die Mostviertler Hobbyfotografin und Künstlerin Astrid Veits aus mittelt, ihre allgemeine Mo- tivation für die Kunst jedoch nicht unbedingt gefördert. Als Ferialarbeiterin in der Molkerei in Aschbach fühlte sie sich sehr wohl und so ist Astrid nach der Matura dort ins Berufsleben eingestiegen. Wie kam das Künstlerische zu dir zurück? Das war vor ungefähr zehn Jahren, vor meinem drei- ßigsten Geburtstag irgend- wann. Mein damaliger Freund hat immer so geschwärmt vom Tauchen, besonders H auptberuflich arbeitet sie in Aschbach bei Bergland- milch im Rohstoffmanage- ment. Ihre Freizeit verbringt die junge Frau damit, Tiere für die Ewigkeit festzuhalten – sei es mit ihrer Spiegelre- flexkamera oder mit Acryl- farben auf Leinwand. Schon in der Volksschule hat sie Zeichenwettbewerbe ge- wonnen und sich für alles in- teressiert, das mit Malen oder Gestalten zu tun hatte. An der HBLA für künstlerische Gestaltung in Linz wurden ihr zwar Basiskenntnisse ver- »Den Eisvogel kenne ich seit meiner Kindheit. Der blaue Blitz, der immer vorbeizieht und ganz spezielle Rufe von sich gibt.« interview: michie könig von Fledermausfischen, die er im Roten Meer gesehen hatte. Für ein Geschenk an ihn habe ich mir ein Foto aus dem Netz gesucht und sie für ihn gemalt. Da habe ich wie- derentdeckt, welche Freude ich daran habe. Als nächstes bekam dann mein Papa ein Porträt von seinem Lieblings- Ponyhengst. Das sind seither meine klassischen Geschenke zu besonderen Anlässen: für Menschen, die mir nahe ste- hen, ein Porträt von ihrem tierischen Liebling malen. Wertvolleres kann ich nicht schenken, denn das habe ich selbst gemacht, und da steckt einiges an Zeit und Herz in so einem Projekt. Im Laufe der Jahre durfte ich auch schon einige Tier- porträts auf Auftrag malen. Und die Fotografie? Mit dem Malen hat sich auch die Lust aufs Fotografieren kulturnotiz Meister des Lichts gerhard stubauer | St.Valentin haager@theatersommer.at A ufgrund der Digitalisierung kom- men einige Berufsgruppen schwer unter Druck. So auch – und das schon seit längerer Zeit – die Fotografie. Die Leistungen von Handy-Kameras sind bereits sehr erstaunlich und werden noch immer besser. Kleine Kompakt- oder größere Spiegelreflexkameras sind auch für Amateure längst leist- bar. Im Internet kann sich jeder die besten Tipps und Tricks holen. Kein Wunder, dass sich heute viele dazu berufen fühlen, fotografisch tätig zu sein. Noch dazu, wo die Fotografie ein freies Gewerbe ist. Und dann gibt es sie trotzdem: die Fotografen, denen Unsummen für ihre Aufnahmen bezahlt werden. Und das noch dazu zurecht. Das sind jene Leute, die mit ihren Fotografien die Menschen verzaubern, bewegen und in eine andere Welt eintauchen lassen. Oder kontrovers sind und mit ihren Bildern provozieren und Diskussionen auslösen. Diese Foto- grafen müssen nicht unbedingt Peter Lindbergh, Helmut Newton, Annie Leibovitz oder Oliviero Toscani hei- ßen. Auch Fotografen, die „weltbe- rühmt“ im Mostviertel sind, gibt es und sie sind an ihrem einzigartigen Stil erkennbar. Fast jeder kennt die Werbe-Fotografien für Mostviertel- Tourismus, die durch eine einzig- artige Handschrift des Fotografen erkennbar sind. Wer wirklich gute Fotos von sich und seiner Familie – vor allem von seinen kleinen Kindern – machen möchte, ist bei einer Am- stettner Fotografin sehr gut aufge- hoben. Sie schafft es wie kaum eine andere, die Kleinen so perfekt ins Bild zu setzen, dass man als Elternteil nur so dahinschmilzt. Und ein mir be- kannter Sport- und Action-Fotograf aus der Region veröffentlicht seine Bilder nicht umsonst im Red Bulletin. Diese Fotografien zeichnen sich durch einen einzigartigen Zauber aus. Durch entsprechende Vorbereitung und Planung. Durch den Bruch von sogenannten Regeln. Und vor allem haben die Bilder eines: eine Seele. Die Seele der Bilder ist spürbar. Und das macht den großen Unterschied zu allen herzlosen Schnappschüssen aus, die heutzutage täglich milliar- denfach gemacht werden. £ Astrid auf der Lauer  michael veits 36 | mostviertel magazin

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