momag 386 | NOVEMBER 2020

 dienstag 1. dezember bis sonntag 20. dezember Melk. Gunkl & Georg Breinschmid Stimme/E-Bass | Kontrabass/Stimme www.gunkl.at | www.georgbreinschmid.com Breinschmid ist einer der führenden ös- terreichischen Jazzmusiker, und einer der herausragenden Kontrabassisten unserer Zeit. Seine unorthodoxen Kom- positionen an der Schnittstelle zwischen Jazz, Klassik und Wienerlied gelten als interessante Entwicklungen in der zeit- genössischen Musik. Und auch Gunkl kennt sich mit unorthodox aus. £ 18.12. | Tischlerei, 20h 02752 54060, www.wachaukulturmelk.at robert peres | moritz schell St.Pölten. Kabale und Liebe Bürgerliches Trauerspiel von Friedrich Schiller Ferdinand liebt Luise und Luise liebt Ferdinand. Aber die beiden Liebenden trennt ihre soziale Herkunft. Ferdinand entstammt dem Adel, Luise kommt aus dem Bürgertum. Eine Verbindung, die weder für Luises Eltern noch für Fer- diands Vater infrage kommt. Die Lie- benden werden Opfer einer Intrige. £ 2.12./14./16./29.1. | 19.30h 12.12. | Landestheater, 16h 02742 908080600, www.landestheater.net landestheater niederösterreich elsa okazaki F ernab von Adventmarktidylle und Christbaumklischees haben „Alma“ ein Programm entwickelt, das dennoch der „stillen Zeit“ gewidmet ist. Weil es aus der Stille kommt, und in die Stille führt. Nach innen, sozusagen. Sie spielen auf alten Instrumenten und in alter Stimmung – ganz bewusst und mit großer Freude. Die heiße Luft der gigantischen Weihnachtsindustrie einfach an uns vorüberströmen lassen und ein paar Jahrhunderte in der Ge- schichte der Musik zurückspringen? Oder Alma  Fernab von Klischees 5.12. | Tischlerei, 20h 02752 54060 www.wachaukulturmelk.at nach vor? „Alma“ haben für dieses spezi- elle Programm in den Volkslied-Archiven nach ungehörten Liedern geforscht, sich von zeitgenössischer Musik und altem Klang inspirieren lassen. Sie haben kom- poniert und arrangiert, und einen Bogen gespannt, der jeglicher alltäglicher An- spannung entgegenwirkt. „Cherubim“ ist kein gewöhnliches Weih- nachtsprogramm, es ist eine Einladung in die Stille. So still, dass wir unsere Herzen schlagen und unsere Nachbarn atmen hö- ren. Möglichst ruhig. £ Melk. Mit ihrem speziellen Weihnachtsprogramm „Cherubim“ zu Gast lautschrift Musik wirkt gut auf Körper und Geist petra ortner | Petzenkirchen Musikredaktion & Veranstaltungskalender events@momag.at H ört mehr Musik, die euch gefällt! Denn Musik tut so richtig gut. Ähnlich wie Sport, Sex, Essen oder Drogen löst Musikhören oder selbst Musik machen die Ausschüttung von Endorphinen aus. Das Dopamin, das durch Musikgenuss erzeugt wird, bringt Zufriedenheit und Freude, es wirkt motivierend. Auch Oxyto- cin, das „Bindungshormon“, sorgt für Wohlgefühl. Schmerzen werden blockiert, das Stresshormon Cortisol wird abgebaut und Angst, Furcht und Depression mindestens für die Zeit, in der man sich seine Lieblingssongs anhört, vermindert. Selbst Musik zu machen trainiert auch das Gedächtnis, macht auf- merksamer, fördert und trainiert auch die körperliche Motorik. Musik wird als Therapie unter anderem bei Schlaflosigkeit, ADHS und sogar bei Schizophrenie eingesetzt. Ebenso bei Demenz und Parkinson. Wissen- schaftler fanden sogar heraus, dass Musik die Erzeugung von Antikörpern und Zellen, die uns gegen Bakterien schützen, anregt. Wie fast jedes Jahr gibt es auch 2020 eine neue Studie über den Ein- fluss von Musik auf unser Befinden. Für die diesjährige wurden mithil- fe der Elektroenzephalographie die Hirnströme gemessen und – wenig überraschend – wurde herausgefun- den, dass Hören und Gefühle sehr eng miteinander verbunden sind, und unsere Lieblingslieder einen wohligen Schauer, also Gänsehaut, auslösen können. Dabei scheint es egal zu sein, welche Musikrichtung man hört oder selbst macht. Natürlich kann Musik auch traurig stimmen, je nachdem mit welchen Erinnerungen und Gefühlen man sie verknüpft. Da auch weiterhin Live-Konzerte gar nicht oder nur sehr selten durch- geführt werden, muss man als Mu- sikliebhaber vermehrt auf Tonträger und Streams zurückgreifen. Also öffnet eure Plattenkoffer, CD- Sammlungen oder euren Lieblings- Musikstreamingdienst (Spotify, Apple Music, YouTube, Amazon Music Unli- mited oder Tidal) und hört mehr Mu- sik! Denn Musik hilft unserem Körper und dem Geist, gesund und munter zu bleiben. £ momag 386 | november 2020 62 | mostviertel magazin

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